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Solidaritätslauf bis zur Grenze der Steinschlaggefahr

Bad Honnef | Viele Menschen sitzen an Tischen und beraten Lösungen. Denn: Ein Kulturgut steht vor der Zerstörung. Die Weinberge unterhalb des Drachenfelsens dürfen wegen Steinschlaggefahr nur noch begrenzt bewirtschaftet werden.

War zunächst nur der Winzer Pieper betroffen, hat es diese Woche auch seinen Kollegen Broel getroffen. Auch er bekam es schriftlich, dass Gebiete seines Weinbergs gefährdet sind.

Nachdem die die Landtagsabgeordnete Andrea Milz und der Stadtrat Jörg Erich Haselier eine Petition vorbereiteten, begannen die Grünen sofort mit der „Hintergrundarbeit“. Sie nahmen Kontakte zu Staatssekretären  und Ministerien auf und holten einen international anerkannten Erosionsfachmann in die Berge. Der wies unter anderem noch einmal darauf hin, dass der Weinanabau einen bedeuten Schutz gegen die Erosionsgefahr darstelle. Die SPD suchte im Stillen nach Lösungen, gestern traten nach vier Wochen auch einige wichtige Rhöndorfer vor die Kameras des WDR.

Heute unterstützen die Aktiven des Siebengebirges das Kulturgut und die Winzer. In Königswinter und Bad Honnef startet der einmalige „Weinanbau-Drachenfels-Solidaritätslauf“.

Die Startschüsse werden um Punkt 18 Uhr abgefeuert: In Königswinter treffen sich die Läuferinnen und Läufer am Jusitenhof (neben Hotel Maritim) und in Bad Honnef vor dem Sportfachgeschäft 7G-runergy in der Bahnhofstraße 6.

Natürlich kann nicht nur gelaufen werden. Auch Rollifahrer, Fahradfahrer, Skaterer sind mit an Bord und machen heute die beiden Städte zum Mekka für Menschen, die etwas bewegen und erhalten wollen: Tradition und wirtschaftliche Zukunft. Viele Vereine aus Bad Honnef und Königswinter wollen sich an dem Solidaritätslauf beteiligen. Kamerateams aus Japan haben sich angesagt, um den Lauf von Bad Honnef aus zu filmen.

Die Aktion ist eine rein private Veranstaltung, die Idee hatten einige der heimischen Laufenthusiasten, allen voran Thomas Mauel aus Königswinter und Volker Brusius vom Laufteam 7G runergy. Mauel: „Das Siebengebirge und insbesondere der Le petit Médoc leben vom Flair und der Unterstützung bzw. Sponsoring durch die Winzer. Nun sollten wir als Siebengebirgler und Läufer unsere Solidarität mit den Winzern zeigen.“

„Die Laufstrecke ist so gewählt, dass jeder mitmachen kann“, so Volker Brusius. Gegen 18.45 Uhr werden die Läuferinnen und Läufer am Ziel, den Weinbergen, erwartet.

 

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