Schluss mit Dallas

Hunff und Honff | Über 120 Wohneinheiten mit Leerstand. Erst in dieser Woche öffnete Sozialwissenschaftler Schober den Politikern die Augen: In 30 Jahren leben 7000 Menschen weniger in Bad Honnef. Und im Ernst: Selhof-Süd – der Traum junger Familien?

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Deutschland versingelt. Wohnraum wird in der Stadt gesucht. In Bad Honnef heißt das: Citylage. Dort gehören die Menschen hin. Hier muss investiert werden und Wohnraum mietbar sein. Oder soll die Innenstadt aussterben?

Siebengebirge, Rhein, Gesundheit – Markenzeichen der Stadt Bad Honnef. Nun soll ein wichtiges Stück Natur zubetoniert werden? Mit Verlaub: Man wünscht sich fast den Brassel zurück. Immerhin entstand das Leitbild mit der baulichen Enthaltsamkeit unter seiner Feder: Großflächige Bebauung in der Bad Honnefer Tallage wird abgelehnt.

Noch mehr Ernst: Die grüne Mitte wird ein Flop. Allenfalls werden Familien dorthin ziehen, die sowieso in Bad Honnef wohnen. Weil es so wichtig ist: Die Einwohnerzahl nimmt ab.

Wie sagte Alexander Brehm: “Je verunsicherter und hilfloser sich eine Institution vorkommt – desto radikaler zieht sie sich auf die eigene Position zurück. Sie verschließt die Augen vor der Realität …”. Der Preis ist zu hoch.

Also Schluss mit Dallas. Es gibt Wichtigeres: Schulangebote, Tagesstättenplätze, barrierefreie Innenstadt, Nothaushalt, Tourismusförderung, Naturpark Siebengebirge, Stadtmarketing, Sportförderung, Aegiedienberg …

Und wenn sich Bad Honnefs Visionäre und Stadtentwickler unbedingt berauschen wollen – da gibt es andere grüne Möglichkeiten.

 

Weitere Beiträge

DISKUTIEREN SIE MIT