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„Nicht allein mit Demenz“

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Rhein-Sieg | „Wir dürfen das Vergessen nicht vergessen.“ Mit diesen eindringlichen Worten machte Kreisgesundheitsdezernent Hermann Allroggen gestern (05.06.2013) deutlich, wie wichtig es ist, das Thema „Demenz“ in das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger zu rücken. „Ich danke deshalb allen ganz herzlich, die die vom 17. bis 21.06.2013 stattfindende Demenzwoche mitorganisiert haben; hier zeigt sich wieder einmal wie sinnvoll das Denken über Kreis- und Stadtgrenzen hinaus ist.“

Im Rhein-Sieg-Kreis leben geschätzt 12.000 Menschen, die von einer Demenz betroffen sind – mit ansteigendem Anteil in den höheren Altersgruppen. Aufgrund der demographischen Entwicklung wird ihre Zahl voraussichtlich steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt. Hilflosigkeit und Angst sind oftmals ganz natürliche Reaktionen der Betroffenen, aber auch ihrer Angehörigen, auf die Diagnose „Demenz“. Was kommt auf mich zu? Wer kann mir helfen? An wen kann ich mich wenden? Muss ich früher oder später in eine Altenhilfeeinrichtung umziehen, weil die Versorgung in den eigenen vier Wänden nicht mehr oder nur noch mit großem Aufwand möglich ist?

Grund genug für den Rhein-Sieg-Kreis, die Bundesstadt Bonn und das Demenz-Servicezentrum Region Köln und das südliche Rheinland die Demenzwoche unter der Schirmherrschaft von Landrat Frithjof Kühn und Bonns Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch stattfinden zu lassen. Kreisgesundheitsdezernent Hermann Allroggen präsentierte gemeinsam mit Barbara Zarfelder von der Stadt Bonn und Änne Türke vom Demenz-Servicezentrum Region Köln und das südliche Rheinland die Inhalte und Hintergründe der Demenzwoche, die das Leitthema „Nicht allein mit Demenz“ hat.

Die Initiatoren möchten durch die Angebote im Rahmen der Demenzwoche Antworten auf die vorherrschenden Fragen geben und das Thema „Demenz“ verstärkt in das öffentliche Bewusstsein stellen. „Das Thema wird für uns von langfristiger Bedeutung sein und an Wichtigkeit zunehmen“, so Barbara Zarfelder von der Stadt Bonn. Im Rahmen der Demenzwoche sollen die Hilfen und Unterstützungsangebote für allein lebende Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen in der Gesundheitsregion Bonn Rhein-Sieg vorgestellt werden. Über 90 Einzelveranstaltungen – Fachvorträge, Ausstellungen, Tanzcafés, der Spielfilm „Eines Tages“ und sogar eine Fahrradtour für Menschen mit Demenz – werden das breit gefächerte regionale Angebot darstellen. Die Stärke der Region liegt dabei in der engen Verzahnung der bestehenden Angebote, die sich einerseits ergänzen andererseits aber auch aufeinander angewiesen sind. „Die Demenzwoche ist eine gemeinsame Plattform für alle Anbieter in der Region; als Servicezentrum unterstützen wir diese regionalen Aktivitäten immer gerne“, bekräftigt Änne Türke.

Schwerpunktthemen der Veranstaltungsreihe bilden insbesondere die Vermeidung von Isolation, die weitere soziale und gesellschaftliche Teilhabe der Erkrankten, der Verbleib in der vertrauten Umgebung und konkrete Unterstützung für die Betroffenen und deren Angehörige. Ambulante und stationäre Einrichtungen, Krankenhäuser und auch Privatanbieter haben die Möglichkeit, sich und ihre Arbeit für demenzkranke Menschen und deren Angehörigen vorzustellen Die aktuelle Programmangebote können im Internet unter www.demenzwoche-bonn-rhein-sieg.de abgerufen werden, liegen aber auch in den Apotheken der Region und den Rathäusern aus.

„Angehörige von Demenzkranken suchen meist erst dann Hilfe, wenn der persönliche Aku leer ist; wir wünschen uns, dass wir durch die Demenzwoche die Betroffenen und ihre Angehörigen frühzeitig drauf aufmerksam machen, welche Angebote schon „vor der Haustür“ vorhanden sind“, fasst Paul Mandt, Koordinierungsstelle Gerontopsychiatrische Versorgung des Rhein-Sieg-Kreises, zusammen. (rl)

Ansprechpartner bei den Initiatoren sind:

Daniel Lenartowski, Haus der Bonner Altenhilfe,
Tel.: 0228-77-6467 daniel.lenartowski@bonn.de

Paul Mandt, Rhein-Sieg-Kreis Gesundheitsamt,
Tel.: 02241-13 3043 paul.mandt@rhein-sieg-kreis.de

Änne Türke, Demenzservicezentrum NRW Region Köln und das südliche Rheinland,
Tel.: 02203-3691-11171 demenz-servicezentrum@alexianer-koeln.de

 

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Ganz Selhof unterm Weihnachtsbaum

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Bad Honnef-Selhof | Zum dritten Mal traf sich Ganz Selhof unterm Weihnachtsbaum. Die Idee zu dieser Veranstaltung hatte der Jungesellenverein “Einigkeit macht stark”.

Sogar aus dem fernen Berlin kamen diesmal Sälefer angereist, zum Beispiel Michael Gilgen, der 18 Jahre lang Mitglied im Tambourcorps “Frei Weg” war.

Wer gerne Weihnachtslieder singt, der sollte im nächsten Jahr zur Martinskapelle kommen, wenn es wieder heißt: Ganz Selhof unterm Weihnachtsbaum.

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Sozialausschuss berät über Seniorenvertretung für Bad Honnef

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Bad Honnef | Am Dienstag thematisiert der Sozialausschuss die Einrichtung einer Seniorenvertretung in Bad Honnef. Honnef heute sprach zuvor mit Annette Stegger, frühere stellvertretende Bürgermeisterin und heutiges Mitglied im Vorstand der  Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen e.V. (BIVA).

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Wird kostenpflichtiges Parken an Lohfelder Straße wieder abgeschafft?

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Bad Honnef | Die Kritik an der Parkraumbewirtschaftung in Bad Honnef ist immer noch heftig. Viel Unverständnis rief vor allem wegen der vielen Schwimmbadnutzer auch die Gebührenerhebung auf dem Parkplatz Lohfelder Straße hervor. Die könnte bald der Vergangenheit angehören.

Gestern Abend beschloss eine Mehrheit es Betriebsausschusses von 5:4 Mitgliedern den Antrag von Grünen und FDP, die Bewirtschaftung des Parkplatzes an der Lohfelder Straße aufzugeben.  Dagegen stimmten CDU und BÜRGERBLOCK.

Klaus Wegner (GRÜNE) “Ich hoffe, dass dies ein erster Schritt ist, um auch im Rat die Rücknahme der Bewirtschaftung des Parkplatzes zu erreichen. Die Bewirtschaftung des Parkplatzes schadet dem Eigenbetrieb “Bad Honnefer Bäder”. Insbesondere Dauerkarteninhaber, Familien, Früh- und Spätschwimmer und Besucher aus entfernten Stadtteilen werden durch die Parkgebühr unverhältnismäßig hoch belastet.” Dieses Jahr registrierte das Schwimmbad 15.304 weniger Besucher als 2016, führte das Ergebnis auf die schlechte Wetterlage zurück.

Eine Rückerstattung von Parkgebühren oder eine kostenfreie Parkplatznutzung für Freibadbesucher, wie dies von der Verwaltung vorgeschlagen wurde, wäre nach Wegners Meinung zu aufwendig und ungerecht gegenüber den Minigolfspielern, Tennisclubmitgliedern und anderen Besuchern der Insel.

Für den Fraktionsvorsitzenden der GRÜNEN könne sich das kostenfreie Parken nicht nur positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung der Bad Honnefer Bäder auswirken, sondern auch als Maßnahme der Imageförderung auf die Attraktivität der Stadt.

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