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Region Bonn/Rhein-Sieg/Neuwied

Kreisgesundheitsamt informiert über wichtige Impfungen vor Reisen

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Rhein-Sieg-Kreis | Die Urlaubszeit ist für Viele die schönste Zeit des Jahres. Aus gesundheitlicher Sicht gehört zur guten Reisevorbereitung die Überprüfung des Impfschutzes.

Zum einen gibt es, wie das Kreisgesundheitsamt informiert, Pflichtimpfungen, die von den Behörden bestimmter Länder bei den Einreisenden gefordert werden. Zum anderen gibt es empfohlene Impfungen, deren Durchführung im Ermessen des Reisenden liegt.

Zu den im Kindesalter üblichen Impfungen können bei Fernreisen Impfungen gegen die Infektionserkrankungen Gelbsucht vom Typ Hepatitis A oder Gelbsucht vom Typ Hepatitis B hinzukommen. Weitere mögliche Infektionskrankheiten sind:

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis): Sie wird durch das FSME -Virus ausgelöst und vor allem in den Monaten März bis November durch Zeckenstiche übertragen. Die wesentlichen Verbreitungsgebiete Deutschlands liegen in Bayern und Baden-Württemberg, sowie einzelne Risikogebiete in Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz. Es gibt noch weitere Gebiete innerhalb Deutschlands in denen FSME-Einzelerkrankungen aufgetreten sind, die jedoch aufgrund des sporadischen Auftretens nicht als FSME-Risikogebiete deklariert werden.

Die Impfung besteht aus drei Injektionen. Die ersten beiden werden im Abstand von einem bis drei Monaten vorgenommen und eine dritte Impfung nach neun bis zwölf Monaten. Der Schutz beginnt etwa 14 Tage nach der zweiten Impfung. Die FSME darf nicht mit der ebenfalls durch Zecken übertragenen Borreliose verwechselt werden, gegen die es keinen Impfschutz gibt.

Gelbfieber: Diese Viruserkrankung wird durch Stechmücken übertragen und kann tödlich enden. Ratsam ist die Schutzimpfung bei Reisen nach Afrika südlich der Sahara, Mittel- und Südamerika. Saudi Arabien schreibt sie während der Pilgerzeiten vor.

Japanische Enzephalitis: Die Japanische Enzephalitis wird durch Mücken übertragen und durch einen Virus ausgelöst. Sie tritt nicht nur in Japan, sondern in allen gemäßigten und tropischen Zonen Asiens auf. Die Impfung gegen Japanische Enzephalitis ist wichtig, wenn ein Aufenthalt in die ländlichen Gegenden Asiens, vor allem während der mückenreichen Regenzeit, geplant ist.

Kinderlähmung (Poliomyelitis): Die Ansteckung erfolgt über verseuchte Nahrung und Wasser. Eine erhöhte Infektionsgefahr besteht zurzeit in Afghanistan, Pakistan, Nigeria und einigen anderen asiatischen und afrikanischen Ländern.

Malaria: Diese fieberhafte Tropenkrankheit wird durch Mücken übertragen und führt unbehandelt oft zum Tod. Noch Monate nach der Rückkehr aus dem Urlaub kann sie sich mit Fieber und unklaren Krankheitssymptomen äußern. In Teilen von Afrika und Asiens ist die Ansteckungsgefahr erhöht. Es gibt zwar noch keine ausreichend wirksame Impfung; durch Einnahme von bestimmten Medikamenten kann man sich jedoch nach einer Infektion vor einem weiteren Ausbruch der gefährlichen Erkrankung schützen. Wichtig ist auch die Vorbeugung: Zur Vermeidung von Insektenstichen empfiehlt sich das Tragen von heller Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen und das Auftragen Mücken abwehrender Mittel auf die Bekleidung und insbesondere die unbedeckten Hautstellen. Nachts sollte man über dem Bett Moskitonetze aufspannen.

Tollwut: Die Tollwut ist eine meist tödliche Viruserkrankung, die von Tieren, zum Beispiel Hunden, Füchsen, Katzen, Mäusen durch deren Speichel – meist beim Biss – auf den Menschen übertragen wird. Besonders groß ist die Tollwut-Gefahr in Südamerika, Zentralafrika und Asien (außer Japan). Kontakte zu unbekannten Tieren sollte man besser meiden!

Typhus: Die Ansteckung erfolgt über Trinkwasser oder Nahrung. Besondere Risikogebiete finden sich in Teilen von Asien und Nordafrika.

Vor einer Reise ins Ausland ist daher grundsätzlich eine reisemedizinische Beratung zu empfehlen. Neben darauf spezialisierten niedergelassenen Ärzten stehen Tropeninstitute und die Gesundheitsämter als kompetente Anbieter zur Verfügung.

Wer wissen möchte, welche Impfungen für das Einreiseland vorgeschrieben oder empfohlen werden, und wie die Impfung verabreicht wird, kann sich an das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises, – Der Landrat -, Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg, Telefon 02241/13-3535, wenden.

Empfehlenswert sind auch die Internetseiten des Auswärtigen Amtes, das über aktuelle gesundheitliche Risiken im Reiseland informiert, und der Gesundheitsreiseführer der WHO, der auch Weltkarten zur Verbreitung verschiedener Infektionskrankheiten beinhaltet. (hei)

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Bad Honnef und Umgebung

Löschgruppe Oberdollendorf leistete ehrenamtlich fast 3000 Dienststunden

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Beförderungen und Ehrungen beim Stiftungsfest der Löschgruppe Oberdollendorf | Foto: Freiwillige Feuerwehr Königswinter

Königswinter-Oberdollendorf | Im Herbst 1888 wurde in Oberdollendorf als zweite Einheit im heutigen Stadtgebiet von Königswinter eine Freiwillige Feuerwehr gegründet. Das alljährliche Stiftungsfest der Löschgruppe war am Samstag Anlass, diesen 129. Geburtstag zu feiern. Daneben galt es verdiente Wehrleute zu ehren und auf ein ereignisreiches Berichtsjahr zurückzublicken.

Nach einer Andacht in der Pfarrkirche St. Laurentius Oberdollendorf trafen sich die Wehrleute und Vertreter befreundeter Nachbarwehren sowie Bürgermeister Peter Wirtz zu dem Stiftungsfest im Weinhaus Lichtenberg. Löschgruppenführer Christian Franz berichtete nach Begrüßungs- und Dankesworten von insgesamt 74 Einsätzen im auslaufenden Jahr, zu denen die derzeit 37 Frauen und Männer ausrücken mussten.

Von Großbränden und Unwettern blieb die Feuerwehr hierbei in 2017 bislang verschont. Jedoch waren es insbesondere zahlreiche Einsätze, bei denen der Rettungsdienst durch gewaltsame Türöffnungen oder Tragehilfen unterstützt werden musste. Das von der Einheit besetzte Einsatzleitfahrzeug war häufiger zur Koordination bei Bootseinsätzen am Rhein gefordert.

Zur Vorbereitung auf die zahlreichen Einsätze trafen sich die Wehrleute regelmäßig zu Unterrichten und Übungen. Das zentrale Lagezentrum für Unwetter im Feuerwehrhaus Oberdollendorf sorgte sowohl hinsichtlich Ausbildung und Ergänzung der Ausstattung als auch bei Koordinierungseinsätzen für zusätzliche Arbeit. Insgesamt leisteten die Wehrleute 2978 Stunden ehrenamtlich für die Feuerwehrarbeit. Bürgermeister Peter Wirtz und der Leiter der Feuerwehr, Michael Bungarz, bedankten sich für die stete Einsatzbereitschaft, die in Oberdollendorf bereits über so einen langen Zeitraum rund um die Uhr gewährleistet wird.

Nach dem Jahresrückblick konnten sich Wehrleute über Beförderungen und Ehrungen freuen. So wurde Eckart Pradel nach bestandener Grundausbildung zum Feuerwehrmann und Christian Wischrath zum Oberfeuerwehrmann befördert. Andreas Felix führt nun den Dienstgrad Hauptfeuerwehrmann. Löschgruppenführer Christian Franz erhielt die Beförderungsurkunde zum Oberbrandmeister. Joachim Brabender wurde aus gesundheitlichen Gründen auf eigenen Wunsch in die Ehrenabteilung überstellt.

Langjährige Mitglieder wurden darüberhinaus geehrt und erhielten Geschenke von der Löschgruppe. So gehört Lorenz Schwindt bereits seit 50 Jahren zur Löschgruppe, Lutz Schumacher 35 Jahre sowie Jörg Lauf, Dirk Kochius und Christian Franz 25 Jahre. Zum 80.Geburtstag gratulierte die Löschgruppe Otto Schild.

Das Stiftungsfest wurde mit einem gemeinsamen Abendessen beendet.

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Bad Honnef und Umgebung

ISR Windhagen e.V. stimmt sich auf den Jahresabschluss ein

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Martin Buchholz und Trudi Saal begrüßten die Gäste | Foto: Elisabeth Klöckner

Windhagen | Volles Haus im Ristorante Il Pozzo. Dort veranstaltete der ISR-Windhagen e.V. seine Jahresabschluss-Informationsveranstaltung.

ISR-Vorsitzender Martin Buchholz stellte den rund 50 Teilnehmern gemeinsam mit der 3. Vorsitzenden, Trudi Saal, einen kurzen Jahresrückblick vor. Zahlreiche Vorstands- und Orgateamsitzungen, der monatlich stattfindende Unternehmerstammtisch und natürlich die ISR Gewerbeschau waren die Highlights 2017.

“Auch für 2018 hat die ISR sich wieder einiges vorgenommen, darunter Firmenbesichtigungen, die Neuauflage des Firmenverzeichnisses, das an die Haushalte verteilt werden soll, sowie ein neues Rabattsystem. Außerdem stehen die Vorstandsneuwahl auf der Agenda”, so Buchholz.

Nach dem anschließenden Abendessen nutzten viele ISR-Mitglieder die Gelegenheit zur Unterhaltung und zum fachlichen Austausch.

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Bad Honnef und Umgebung

Weihnachtsausflug 2017 des Windhagener HVV zur Burg Satzvey

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Bad Honnef | Der diesjährige Weihnachtsausflug des Windhagener Heimat- & Verschönerungsvereins führte die Vereinsmitglieder, verstärkt durch ein Dutzend Mitglieder der Stockhausener Dorfgemeinschaft auf den romantischen Weihnachtsmarkt der Burg Satzvey bei Mechernich in der Eifel. Zuvor jedoch führte der 1. Vorsitzende des HVV, Dr. Thomas Stumpf, die Ausflügler zur Bruder Klaus Kapelle bei Wachendorf.

Hier erläuterte eine der Mitbegründerinnen dieser aus privater Initiative gebauten Kapelle die Entsehungsgeschichte dieser eigenwilligen Konstruktion des Schweizer Architekten Peter Zumthor. Man fühlte sich dem Schutzpatron der Landjugend und des Landvolks, dem mittelalterlichen Schweizer Mystiker und Eremiten Bruder Klaus (Nikolaus von Flüe, 1417 – 1487), besonders verbunden und beschloss, ihm eine Feldkapelle zu errichten. Bei scharfem Wind und Schneetreiben wanderte die Gruppe vom Busparkplatz über Feldwege zur Kapelle, die eher den Eindruck eines Wachturms als eines Gotteshauses erweckt. Absolut sehenswert ist das Innere dieser in Eigenarbeit errichteten Kapelle, ein Ort der absoluten Stille und frommen Einkehr.

Nach der Rückwanderung zum Busparkplatz waren die Ausflügler froh, sich im warmen Bus aufwärmen zu können, bevor es auf den Weihnachtsmarkt der Burg Satzvey ging. Dieser rund um die kleine mittelalterliche Wasserburg aufgebaute Weihnachtsmarkt lässt wirklich keine Wünsche offen. Ein heißer Glühwein, Met oder Eierpunsch waren jetzt genau richtig und die Gruppe verteilte sich ziemlich schnell auf dem Gelände der Burg, um die umfangreichen Angebote des Weihnachtsmarkts zu erkunden, zu essen und etwas zu trinken. Zu recht behaupten die Initiatoren dieses Markts, dass er einer der schönsten und romantischsten in der ganzen Eifel sei.

Text/ Fotos. Foto: Achim Bruns

Die Weihnachtsgeschichte wurde von Laiendarstellern in mittelalterlicher Weise in lateinischer Sprache aufgeführt und die Besucher konnten Maria und Josef mit ihrem Esel auf ihrer Suche nach einer Herberge folgen. Ein Proklamator übersetzte die lateinischen Texte in die mittelhochdeutsche Sprache der Stauferzeit.

Die Burgbesichtigung, geführt durch einen stimmgewaltigen Burgführer, versetzte die Gruppe in längst vergangene Zeiten zurück und erläuterte die zahlreichen Titel und erstaunlich langen Namen der einstigen Besitzer dieser Burg. Die hatten schon mal bis zu zehn Vornamen vor einem dann ähnlich langen Adelstiteln. Auch erfuhren die Windhagener, dass die jetzigen Besitzer die Burg noch in den oberen Geschossen bewohnen.

Die Gruppe beschloss, nach der Burgführung weiter auf dem Weihnachtsmarkt zu bleiben, zumal sich das Wetter inzwischen wesentlich gebessert hatte und sogar die Sonne kurz zum Vorschein kam. Auf der Heimfahrt zurück nach Windhagen stimmte Thomas Stumpf Weihnachts- und Wanderlieder an und gab zusammen mit dem Kassierer Hans-Georg Dulisch lustige oder auch besinnliche Weihnachtsgeschichten zum besten. Einig waren sich alle, trotz widrigen Wetters an einem wunderschönen Ausflug teilgenommen zu haben.

Text/ Fotos: Achim Bruns

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