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"Ist Elterngeld Anreiz für Nachwuchs?"

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Bad Honnef |  Schulangebote, Ganztagsbetreuung, Elterngeld, leere Kassen – Eltern und Kinder werden in diesen Tagen vor harte Prüfungen gestellt. honnefshopping.de sprach mit Steffen Klinzmann, Pressebeauftragter des Stadtelternrat Bad Honnef, über Perspektiven der Kinder und Eltern in Bad Honnef.

 


 

honnefshopping.de: Deutschlandweit sank die Geburtenzahl im letzten Jahr um 15.000. In Bad Honnef wurden im Jahr 2010 362 Kinder geboren, 2011 nur noch 339. Beunruhigt Sie dieser Abwärtstrend?

Steffen Klinzmann: Beunruhigen? Langfristig benötigen wir sicherlich einen neuen und aktuellen Schulentwicklungsplan für die Stadt, damit man Geburtenschwankungen auch mit entsprechenden Maßnahmen in der Schule und Kindergartenbetreuung frühzeitig und flexibel begegnen kann.

Volker Kauder dachte wegen des Geburtenrückgangs darüber nach, das Elterngeld abzuschaffen. Können Sie ihm folgen?

Nein. Haben wir denn einen verlässlichen Hinweis darauf, daß der weitere Geburtenrückgang ausbleibt, wenn das Elterngeld weitergezahlt wird? Ist allein das Elterngeld Anreiz für Nachwuchs? Das wäre äußerst bedenklich.

Bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist die Ganztagsbetreuung eine tragende Säule. Welchen Zeitrahmen billigen Sie der Landesregierung zu, um die Weichen für eine umfassende Ganztagsbetreuung in Bad Honnef zu stellen?

Man sollte hier eher von einer bedarfsorientierten Betreuung sprechen, da eine ‘umfassende’ Betreuung wegen der aktuellen finanziellen Situation des Landes und der Stadt Bad Honnef unrealistisch ist. Man muss dabei auch berücksichtigen, dass eine Garantie von U3-Betreuungsplätzen mittelfristig auch zu höheren Bedarfen im späteren Schulleben (Offene Ganztagsschule OGS) führen wird. Was dann selbstverständlich für die OGS-Träger bedeutet, mehr Betreuungskonzepte zu erarbeiten und neue Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Das alles wird eine Zeit dauern und die Eltern werden an die gewählten Politiker appellieren und alles beizeiten einfordern.

Von Personalnot lässt sich noch nicht sprechen

Was unternimmt der Stadtelternrat, wenn bis dahin nichts geschieht?

Der Stadtelternrat ist ein jeweils auf 12 Monate gewähltes Gremium und nimmt seine Verantwortung als beratendes Mitglied in den Ausschüssen der Stadt wahr, um zum Beispiel frühzeitig auf Mängel hinzuweisen. Dabei arbeiten wir sehr eng und offen mit allen Eltern und auch den lokalen Medien zusammen, um öffentlich Präsenz zu zeigen. Aber wir haben auch den Anspruch, mit der Stadt konstruktiv zusammen zu arbeiten.

Bis zu 6.750 Erzieher und Erzieherinnen werden laut “Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme” der Bertelsmannstiftung 2013 fehlen. Wie bereiten sich Bad Honnefer Einrichtungen auf diese Situation vor? Gibt es hier schon Personalnot?

Da wir als Stadtelternrat nur auf Gremienebene agieren, haben wir keinen Zugriff auf die Personalplanung. Von einer Personalnot lässt sich nach unserer Einschätzung noch nicht sprechen.

Nur durch Zuwanderer konnte sich bisher die Einwohnerzahl in Deutschland leicht erhöhen. Ist Bad Honnef für Sie eine Zuwanderer-freundliche Stadt?

Ich würde von einer zuzugsfreundlichen Stadt sprechen. Die Stadt Bad Honnef und der Stadtelternrat tun ihr Möglichstes, um die nötigen Rahmenbedingungen für eine zuzugs- aber auch integrationsfreundliche Stadt zu schaffen. Zum Beispiel gibt es in Bad Honnef das internationale Müttercafé, welches sich stark um Integration kümmert. Auch der Stadtelternrat ist offen für alle Nationalitäten. Grundvoraussetzung ist jedoch die nötige Sprachfähigkeit, um Integration auch zu erfahren.

Ausgeglichener Haushalt als Schlüssel zur Problemlösung

Bad Honnef braucht junge Eltern. Bietet die Stadt als Anreiz genügend Modernität, Verkehrssicherheit und kulturelle Impulse oder woran müsste gearbeitet werden?

Das ist immer eine individuelle Einschätzung und kann nicht pauschal beantwortet werden. Wünschenswert wären sicher ein Kino und Hallenbad. Aber auch da muss die finanzielle Realität der Kommune berücksichtigt werden. Und die sieht aktuell eher schlecht aus.

Als Elternrat und verantwortliche Erzieher für Ihre Kinder haben Sie neben genügend Plätzen für eine Ganztagsbetreuung einen zweiten Wunsch an die Stadt Bad Honnef frei. Der wäre?

Ein ausgeglichener Haushalt – Voraussetzung für die Lösung vieler Probleme: OGS-Ausstattung, Finanzierung der Geschwisterkindregelung, ausreichende Schullandschaft und vieles mehr!

 

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Stadt Siebengebirge

Dachmarke: Alles so gewollt! – Bürgermeister kritisiert Fahrlässigkeit

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Bad Honnef | Die Dachmarkenmaschinerie ist seit der Verhüllung der Rhöndorfer Kapelle und der Veröffentlichung eines ersten Imagefilms (Teaser) zu einem Märchen in vollem Gange. Gefühlsmäßig hat mehr als halb Honnef Probleme mit dem bislang Gezeigten, viele Bürgerinnen und Bürger setzen sich kritisch, satirisch, albern und beleidigend mit der Markenentwicklung auseinander, wenige applaudieren wahrnehmbar.

Bürgermeister Otto Neuhoff wertet heute in einer Pressekonferenz im Rathaus den bisherigen Verlauf als Erfolg: “Das erste Kampagnenziel haben wir erreicht. Wir haben Aufmerksamkeit erregt und gehofft, dass es zu Auseinandersetzungen kommt.” Fehler bei der Kommunikation, der Strategie oder der bisherigen Umsetzung sieht er nicht.

Bestätigt wird seine Auffassung von Kampagnenleiter Nelson Artz, der betonte, man habe stören, aufrütteln wollen. Das sei voll gelungen.

Neuhoff wies darauf hin, dass die Dachmarke dazu beitragen soll, die Stadt gegenüber anderen Städten konkurrenzfähig zu machen. Bad Honnef brauche zum Beispiel Touristen. Schon jetzt würde sich der Weggang des Katholisch Sozialen Instituts (KSI) wirtschaftlich in der Innenstadt deutlich auswirken. Allgemein sei in Bad Honnef bei den Seminargästen ein Rückgang zu verzeichnen, so registriere das Seminaris an manchen Tagen eine Auslastung von nur 30 Prozent.

Auch die Innenstadt leide immer mehr, jeder könne das mitverfolgen. Entweder man investiere jetzt oder die Innenstadt könne abgeschrieben werden, klärte der Bürgermeister auf.

Die Vorwürfe, man hätte das bisherige Kampagnengeld besser in infrastrukturelle Maßnahmen wie Straßenausbesserung gesteckt, konterte Neuhoff mit dem verhältnismäßig kleinen finanziellen Aufwand von zurzeit 0,2 Prozent für Stadtmarketing. Unternehmen würden mittlerweile mit bis zu 10 Prozent für Marketingmaßnahmen kalkulieren, ergänzte Artz.

In einem Rückblick kritisierte Neuhoff, es sei fahrlässig bis kriminell, dass bislang überhaupt nichts passiert sei. Auch die Bad Honnefer nahm der 1. Bürger in die Pflicht. Es sei an der Zeit, dass sie ihre Stadt aktiv mitgestalteten.

Der Einzelhandel müsse endlich verstehen, dass es den Onlinehandel gibt. Bürger, Einzelhandel und Gewerbe müssten aufeinander zugehen und sich bewegen, damit sich Bad Honnef entwickelt. Nur so könnten Touristen für Bad Honnef begeistert werden, könne Leben in die Stadt einziehen und die Wirtschaft florieren. Er habe zwar massenweise Anträge für den Bau von Pflegeheimen vorliegen, obwohl das Soll an Plätzen schon längst überschritten sei. Deshalb könne es ja wohl nicht sein, hier den Ausbau voranzutreiben, so Neuhoff. So stelle er sich die Zukunft Bad Honnefs nicht vor.

Nelson Artz stellte im weiteren Verlauf die nächsten Schritte der Kampagne vor, einschließlich Logo und Slogan. Beides wird am Samstag auf der Seite eine-stadt-entschliesst-sich.de zu sehen sein.

Der Text wurde an zwei Stellen geändert. 

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Stadt Siebengebirge

Vier Katzenwelpen in Brombeerhecke gefunden

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Bad Honnef | „Irgendwo“ in Königswinter konnte das Katzen-Team des Tierschutz Siebengebirge vier winzige Katzenwelpen aus einer Brombeerhecke sichern. Sie hatten die Augen noch nicht richtig auf.

Die Kleinen waren während des Starkregens der letzten Tage völlig unterkühlt und ausgehungert. Als das Team zum Einsatzort ausrücke, höre man die Kleinen schon lautstark und verzweifelt miauen. Die „4 Zwerge aus Königswinter“ stehen symbolisch für aktuell 41 Katzen beim Tierschutz Siebengebirge, die entweder ausgesetzt und somit sich selbst überlassen oder aber abgegeben wurden. Jedes einzelne dieser Tiere hat seine eigene, meist traurige Geschichte und der Verein sucht auf diesem Wege Menschen, die einem „gebrauchten, weggeworfenen“ Tier ihr Herz öffnen und ihm das wohl beste Zuhause auf Lebenszeit geben möchte.

Es sind Katzen wie Randy & Palino, gerade mal ein Jahr alt, die in einen neuen Lebensabschnitt voller Zuversicht blicken: Die beiden Zauberbuben sind Abgabetiere und absolute Schmusekater. Wie es sich für Jungkatzen gehört, lieben sie es ausgelassen zu spielen. Sie sind aufgeweckte, verschmuste Wegbegleiter, die in ihrem neuen Zuhause gerne von netten Kindern und/oder Hunden erwartet werden.

 

Beide Kater haben ein Handycap! Der weiße Palino hat als Katzenbaby durch einen Autounfall ein Hinterbeinchen verloren. Sein Freund Randy (schwarz/weiß) ist in seinem Sichtfeld beeinträchtigt.

Nun sucht der Tierschutz Siebengebirge Menschen die in ihnen die wunderbaren, perfekten kleinen Kater sehen und sie nicht auf ihre Behinderung reduzieren! In Freigang sollen Randy und Palino nicht gelassen werden, denn die „große“ Freiheit birgt zu viele Gefahren für sie und sie können nicht schnell genug reagieren/ fliehen. Ein Haus mit großem Freigehege oder ausbruchsicherem Garten oder Innenhof sind Bedingung der Vermittlung. Denn trotz allem sind sie sehr „Freiheitsliebend“ und sollten dies in gesichertem Rahmen zur Verfügung haben. Kontakt: Pflegestelle Fr. Peters, Telefon: 02662/969 7624 oder 0162/7354709.

Die „4 Zwerge aus Königswinter“ suchen ab Mitte/Ende September eine neue Familie. Interessenten können sich ab Mitte August gerne bei der Pflegestelle Stoll, Telefon: 02224/9889641 melden.

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Stadt Siebengebirge

Gänsehautfeeling: Honnefer Wassersportler bei „Kölner Stadtachter“

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Bad Honnef | Auch dieses Jahr nahmen Sportler des WSVH an der traditionellen Regatta “Kölner-Stadtachter” teil, die den Auftakt der Kölner Lichter bilden. Bei diesem spektakulären Ereignis fahren zehn Vereinsachter auf einer Strecke von 2500m gegeneinander.

Zur Besatzung des Honnefer Achters zählten Steuermann Jakob Beyer, Schlagmann Max von Münster, Marc Danne, Moritz Witten, Justus Gräf, Sascha Perepadya, Ferdinand Hardinghaus, Tim Danne und der wichtige Bugmann Julius Schwering. Durch einige Krankheitsfälle im A-Junioren Bereich wurde es selbst bei den jugendlichen Ersatzmännern knapp, sodass neben den B-Junioren Sascha Perepadya und Moritz Witten – vermutlich die jüngsten Teilnehmer in der Geschichte des “Kölner-Stadtachters – auch Masters Ferdinand Hardinghaus einspringen musste. So stellte die Badestadt das Team mit dem größten Altersunterschied.

Der Start erfolgte an den drei Kranhäusern, die zehn Achterboote mussten 2500 Meter den Rhein hinunter rudern. Nach der Hälfte der Distanz Gänsehautfeeling: Tausende Zuschauer jubelten den Sportlern zu und feuerten sie an. Der Honnefer Achter erreichte das Ziel als Neunter vor der Kölner Sporthochschule.

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