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Kommunalpolitik

Grüne Mitte Selhof-Süd – SPD will neuen Flächennutzungsplan

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Bad Honnef | Grüne Mitte Selhof-Süd – das hört sich gesund an, macht aber viele krank. 50 Wohneinheiten für 125 Neubürger sollen dort entstehen. Für die Bürgerinitiative “Lebenswertes Bad Honnef” ist das an der demografischen Entwicklung vollkommen vorbeigeplant. Bertelsmann-Wissenschaftler ermittelten für die Stadt einen  Bevölkerungsrückgang. Wofür also neue Wohnungen?

Die SPD bot zum Thema Selhof-Süd eine Bürgersprechstunde an. Die wurde besonders stark von Frauen besucht. “Gucken sie mal bei Immobilien-Scout rein. Dort werden über 100 Immobilien in Bad Honnef angeboten. Die finden doch dann noch weniger Käufer”, gab eine von ihnen zu bedenken.

Hauptreferent Wolfram Freudenberg, Architekt, Mitglied der SPD-Stadtratsfraktion und des städtischen Planungsausschusses, relativierte. In einem schlechten baulichen Zustand seien sie oder würden zu viel kosten. Da gäbe es einige Eigentümer in Bad Honnef, denen es egal sei, ob sie ein paar Jahre Leerstand hätten. Die schrieben ab, das reiche ihnen offenbar. Auch Thilo Riede, stellvertretender SPD-Vorsitzender, sieht mehr Nachfrage als Angebot. Er fand keine entsprechende Immobilie in Selhof und ist jetzt Bürger von Rheinbreitbach.

Einig sind sich alle im Bad Honnefer Stadtrat vertretenen Parteien, dass in Selhof-Süd gebaut werden soll. Natürlich – da müssen Kompromisse her. 10 bis 20 öffentlich geförderte Wohnungen zum Beispiel oder eine gemeinnützige Institution. Ob neue Zufahrtsstraßen, wo, wie und eventuell unter Aufgabe von Pollern, um eine Straße zu öffnen – interfraktionell wird das geregelt werden. Es geht um Stadtentwicklung.

Da hat sich auch die SPD klar positioniert.

Was sie von den anderen unterscheidet, ist ihr Wille nach einer deutlich ökologisch orientierten Bauweise und einem neuen Flächennutzungsplan. Bislang lassen die Rahmenpläne eine großzügige Bebauung mit Einzelhäusern erkennen. Das sei nicht nur teuer, sondern auch energiewirtschaftlich unsinnig. Zwei aneinandergebaute Häuser würden schließlich gegenseitig Wärme binden.

Außerdem wolle die Mehrheit der Bürger auch eine Grünfläche im Bereich des Baugebietes. Und um diese rechtlich zu sichern, müsse ein Flächennutzungsplan her. Freudenberg: “Das dauert dann zwar alles ein paar Jahre länger, aber hier geht es um Nachhaltigkeit, um die Generationen nach uns”. Schluss mit dem Klein-Klein. Bei der Stadtentwicklung müsse ein Konzept erkennbar sein.

Den Antrag auf Entwicklung eines neuen Flächennutzungsplans will die SPD nun stellen – und erhielt dafür die Zustimmung aller Anwesenden. Kommt der im Rat durch, wird der Technische Beigeordnete Jopa Vedders 2014 keine Bagger in Selhof-Süd sehen. Das aber wünsche er sich sehr, wollte eine Teilnehmerin wissen.

6.11.2012

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0 Comments

  1. M.F.

    7. November 2012 eingestellt am 13:00

    Ich war gestern auf der genannten Bürgersprechstunde, die von 6 Parteiangehörigen und 6 weiteren Interessierten,die meines Wissens nicht der SPD angehörten, das Thema Selhof Süd von Herrn Freudenreich moderiert, besuchten.
    Für mich gab es kein eindeutiges Ja für den Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplanes, da auf die Frage.ob wir Gäste auch für einen Antrag wären keine Antwort kam, weder im positiven noch im negativen Sinne. Um sich dazu adequad äußern zu können, bedarf es mehr über die Vor-und Nachteile einer Änderung zum Flächennutzungsplan zu erfahren.

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FDP

Standing Ovation bei der Jubiläumsrevue der Poppelsdorfer Schloss-Madämchen und Schloss-Junker

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Foto: Helmut Müller

Bonn | Grandioses Tanztheater erlebte ein begeistertes Publikum im Brückenforum Beuel bei der Premiere der Jubiläumsrevue „Ach Marie, wovon dräums du…“ der Poppelsdorfer Schloss-Madämchen und Schloss-Junker. Es gab viel zu sehen, zu bestaunen und kölsche Lieder zum Mitsingen. Die Geschichte zog jeden sofort in den Bann! Man hatte das Gefühl mittendrin zu sein.

Die Geschichte: Als die ersten Menschen an den Rhein kommen, merken sie schnell, dass es hier am Schönsten ist. Die „Neuankömmlinge“ siedeln sich an und entwickeln ihre eigene kölsche Sproch. Die unbeschwerte, quirlige Marie aus Poppelsdorf (gespielt und getanzt von Marion Schurz) ist eine echte Rheinländerin mit römischen Vorfahren und hat eine ausgeprägte Liebe zum „Vatter Rhing“ (gespielt von Reiner Fritz), dem die rheinische Lebensart auch sehr gefällt.

Das Leben am Rhein ist turbulent. Ständig wirft Marie ihre Ideen über Bord und arrangiert sich mit dem mächtigen Fluss zwischen Traum und Wirklichkeit. Manchmal nimmt die übermütige Marie die Dinge zu sehr auf die leichte Schulter und aus dem gütigen Vatter Rhing wird ein brodelnder Strom, der beinah sein Flussbett verlässt. Nur mit Mühe und Not können Marie und ihre Freunde Schlimmes verhindern.

Marie sieht sich in der Welt um und merkt, dass sie ihren geliebten Rhein niemals verlassen möchte und „dräumt“ von ihrem Leben bei Vatter Rhing.

Gespielt und getanzt wurde Marie‘s „Draum“ von 30 Schloss-Madämchen und Schloss-Junkern, die mit atemberaubendem Tempo über die Bühne wirbelten. Aus dem Nichts kamen u.a. Flugzeuge und Rheinschiffe, die alle von der Truppe selber hergestellt und bemalt wurden, auf die Bühne. Auch der Kostümwechsel, der teilweise auf der Bühne stattfand, war so schnell und unauffällig, dass mancher Zuschauer sich verwundert die Augen rieb.

Die Stimmungswechsel innerhalb des Stückes wurden durch die Lichttechnik besonders in Szene gesetzt. Da blitzte es vom Himmel, als der Vatter Rhing vor lauter Wut sein Flussbett verlassen wollte.

Auch hinter der Bühne waren etliche Helfer im Einsatz, die es geschafft haben, aus dieser Fülle von Requisiten und Kostümen, immer im richtigen Moment das richtige Kostüm und die richtige Requisite anzureichen.

Diese herausragende Produktion verdanken die Madämchen und Junker ihrer Trainerin und Gründerin Marion Schurz, die für die Inszenierung, für die Choreografie der Tänze, für die Handlung und die Texte verantwortlich ist.

Nach dieser großartigen Vorstellung gab es Standing Ovation für die Poppelsdorfer Schloss-Madämchen und Schloss-Junker, die es geschafft haben, ihr Publikum restlos zu begeistern.

Da Begeisterung und Nachfragen nicht verstummten, hat sich die Gruppe für eine baldige Wiederholung dieses Events entschieden.

Die nächste Revue findet am 16.03.2018 um 20:00 Uhr im Brückenforum Bonn-Beuel statt.

Eintrittskarten gibt es ab sofort unter karten@schloss-madaemchen.de oder 0177 8211 613.

Weitere Info’s unter www.schloss-madaemchen.de. (P.N.)

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Bad Honnef und Umgebung

„FDP trifft Handwerk“

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Bad Honnef | Zu einer Dialogveranstaltung „FDP trifft Handwerk“ am Montag, 24. April, 17 Uhr, lädt die FDP in das Restaurant „Haus im Turm“, Drachenfelsstr. 4-7 ein. Ralph Bombis, Sprecher für Mittelstand und Handwerk der FDP-Landtagsfraktion, wird die Ergebnisse einer von der FDP initiierten Enquête-Kommission zur Zukunft von Handwerk und Mittelstand präsentieren.

Eingeladen sind außerdem zahlreiche Handwerker aus Bad Honnef und Königswinter.

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Bad Honnef und Umgebung

Denis Waldästl: Bezahlbares Wohnen auch in Bad Honnef Thema

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Bad Honnef | Zum Thema „Bezahlbarer Wohnraum“ hatte die SPD Bad Honnef am Mittwoch ins Alte Rathaus eingeladen. Der Landtagskandidat für den Wahlkreis Bad Honnef, Königswinter und Sankt Augustin, Denis Waldästl diskutierte mit Sarah Philipp, SPD-Landtagsabgeordnete und wohnungsbaupolitische Sprecherin.

Bezahlbare Wohnungen seien Mangelware, so Sarah Philipp. Obwohl die Landesregierung zahlreiche Maßnahmen insbesondere für den sozialen Wohnungsbau auf den Weg gebracht hätte, fehlten trotzdem grade in Ballungsräumen bezahlbare Wohnungen.

Philipp betonte, dass das Land neben der klassischen Wohnungsbauförderung auch Angebote vorhalten würde, die für verschiedene Zwecke entwickelt word seien, wie etwa Wohnraum für Behinderte, barrierefreien oder energieeffizienten Umbau. Die Mittel würden über die landeseigene NRW-Bank vergeben.

Denis Waldästl wolle sich für den massiven Ausbau bezahlbaren Wohnraums einsetzen: „Jede Kommune sollte eine verbindliche Quote von 25-30% für bezahlbaren Wohnraum in Neubaugebieten festlegen und somit auch Anreize setzen, dass die Landesförderung vor Ort genutzt wird.“. Zielgruppen der sozialen Wohnungsbauförderung sind für ihn Haushalte unterhalb bestimmter Einkommensgrenzen. Auch in Bad Honnef hätte das Thema „bezahlbares Wohnen“ für viele Bürgerinnen und Bürger eine immer größerer Bedeutung.

 

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