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Zeitungsauflagen sinken weiter – Werbewirtschaft wandert ab

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Bad Honnef | Wussten Sie schon, dass es in der Millionenmetropole New Orleans keine gedruckte Zeitung mehr gibt und selbst die renommierte Los Angeles Times immer mehr an Auflage verliert? Bekanntlich erreichen amerikanische Trends nach ein paar Jahren auch den deutschen Markt. Oder ist er hier bereits angekommen?

Er ist. Wie die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) mitteilt, ist der deutsche Pressemarkt zum Jahresbeginn 2013 erneut im Minus. 

Laut IVW verzeichnen alle Printgattungen gegenüber dem Vorjahr rückläufige Gesamtverkäufe. Beobachtet wurden Auflagenrückgänge für die Tages- und Wochenzeitungen sowie Publikums- und Kundenzeitschriften. Lediglich die Fachpresse konnte ihre Verkaufszahlen einigermaßen stabil halten.

Von den deutschen Tageszeitungen wurden im ersten Quartal 2013 durchschnittlich pro Erscheinungstag 20,50 Mio. Exemplare verkauft. Die Tagespresse verliert damit gegenüber dem Vorjahr rund 4,02 Prozent ihrer verkauften Auflage (1/2012: 21,36 Mio. Exemplare). Gegenüber dem Vorquartal beträgt der Rückgang der Verkäufe von Tageszeitungen rund 1,63 Prozent. Auch der lokale Markt ist davon betroffen.

Grund ist, dass immer mehr Menschen ihre täglichen Informationen im Internet suchen. Laut einer ARD/ZDF-Studie sind 75,9 Prozent der Deutschen (2011: 73,3%) online. Dies sind 53,4 Millionen Internetnutzer. Somit hat sich die Zahl der Internetnutzer in den letzten 12 Jahren nahezu verdreifacht (2000: 18,4 Mio.). Die höchsten Zuwachsraten gehen weiterhin von den Über-50-Jährigen aus. 76,8 Prozent der 50- bis 59-Jährigen nutzen inzwischen das Internet (2011: 69,1%). Unter den über 60-Jährigen sind 39,2 Prozent  (2011: 34,5%) online.

 

Internetwerbung günstiger und nachhaltiger

 

Für die Werbewirtschaft wird der Printmarkt immer unattraktiver. Die Messbarkeit von Anzeigenwirksamkeit ist schwierig und nur mit äußerst hohem Kostenaufwand verbunden. Im Web kann man zumindest kostenlos zählen, wie oft eine Anzeige angeklickt wurde – wenn das auch noch nicht garantiert, dass die beworbenen Produkte tatsächlich gekauft werden. Auch beim Kostenvergleich schneidet das Web wesentlich besser ab. Eine gedruckte Anzeige ist in der Regel zehnmal teurer und bietet bei weitem nicht den Mehrwert, den Online-Marketing möglich macht.

Trotzdem tun sich immer noch Werbetreibende schwer, die vielen Vorteile des Web zu nutzen. Zwar beklagen sie, durch den Vertriebsweg Internet Kunden in den Geschäften zu verlieren, andererseits sind sie wenig bereit, die Kunden genau dort für ihre Angebote zu begeistern und ihr Interesse für einen Besuch in den Ladenlokalen zu wecken.

Ein Blick zum Beispiel auf die Einkaufsstadt Bad Honnef zeigt, wie weit die Geschäftswelt der Entwicklung hinterherhinkt. Viele Unternehmen haben keine Website oder pflegen einen nostalgischen Auftritt in Inhalt und Technik. Werbemäßig stopfen sie immer noch Zeitungen mit zig Prospekten voll und erzeugen so Ärger bei Mietern und Hausbesitzern. Der Nutzen ist sowieso zweifelhaft. Die Branche geht bei dieser Art von Direktmarketing davon aus, dass bei 1 bis 3 Prozent der Empfänger Aufmerksamkeit erzeugt wird. Für einen Riesen wie die Telekom mag sich das mit Millionenauflagen lohnen, für ein kleines Unternehmen im Siebengebirge dürfte das eher nur ein teurer Spaß sein.

 

Qualität ist, was der Kunde will

 

Neue mediale Angebote wie honnefshopping.de und sportfruende.de bieten hier ganz andere Chancen – umweltschonend, kostengünstiger, wirksam. Sogar Prospekte mit mehreren Seiten können zu einem geringen Preis bequem eingebunden werden, der Kunde entscheidet dann, ob er die Angebote ausdruckt oder nicht. Hausflure und Briefkästen werden nicht mit lästiger Werbung zugemüllt.

Zurzeit werden die Seiten beider Portale täglich 12000 mal angeklickt. Anders als in gedruckten Zeitungen erscheinen alle Anzeigen auf jeder aufgerufenen Unterseite. Die Wahrscheinlich, dass ein Leser die Anzeige wahrnimmt, ist also um ein Vielfaches größer.

Auch die redaktionellen Inhalte von online-Zeitungen und online-Magazinen werden immer anspruchsvoller. “Logisch”, so Medienjournalist Peter vom Berge, ist das Produkt schlecht, wird es irgendwann abgelehnt. Wer am Markt bleiben will, muss in Qualität investieren. Und was Qualität ist, bestimmt letztlich der Kunde.

Warum dennoch gerade ältere Journalisten oft Schwierigkeiten mit den “digitalen” Kollegen haben, erklärt Zeitungsjournalist Franz Degutt: “Die wissen natürlich auch, dass die Auflagen immer weiter zurückgehen und weitere Zeitungen eingestellt werden. Sie haben Angst um ihre Existenz, weil sie sich in der Online-Welt nicht auskennen, für die ist das eine Bedrohung, leider keine Herausforderung.”

 

Zeitungsjournalisten werden immer häufiger ausgebeutet

 

Herausforderung wäre zum Beispiel über nutzbringende Inhalte nachzudenken. Macht es wirklich Sinn, aktuelle Tagesmeldungen für den nächsten Tag oder sogar das Ende der Woche drucken zu lassen, wenn sich jeder sekündlich im Internet über lokale, nationale und internationale Geschehnisse informieren kann?

Auch moralisch kommt der Zeitungsjournalismus mehr und mehr in die Bredouille. Viele Zeitungsjobs sind zu wahren Knochenjobs verkommen. Fast in jeder Ausgabe schreibt “journalist”, die Fachzeitschrift für Journalisten, herausgegeben vom Bundesvorstand des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) in Bonn, über Ausbeutung und brutale Sanierungsmethoden in Verlagshäusern. Oftmals liegen die Zeilenhonorare für die Freien unter zehn Cent, für ein Foto bekommen Fotografen zwischen 12 und 25 EUR – Ausnahmen bestätigen die Regel. Darüber hinaus werden immer mehr Autorenrechte beschnitten. Wer nicht mitmacht, bekommt keine Aufträge mehr.

Für Degutt ist die Zeitung schon lange nicht mehr Hüterin der Demokratie, im Gegenteil. Einige wenige große Verlage können sich noch ein bisschen kritischen Journalismus leisten, die anderen stehen unter dem Diktat der Wirtschaft – oder wie in Frankreich der Politik. Dort gibt es kaum eine Zeitung, die nicht subventioniert wird.

So wundert es kaum noch, wenn der Fernsehjournalist Mario Sixtus dem Produkt Zeitung keine gute Zukunft prophezeit:

Der Homo Webicus ist ein Rosinenpicker: Er stellt sich seine persönliche, individuelle Nachrichtenmahlzeit aus den unterschiedlichsten Fachquellen zusammen. Verglichen damit sieht das One-Size-fits-all-Konzept der Zeitungen nicht nur unfassbar altmodisch aus, sondern schmeckt im Vergleich mit dem persönlich abgestimmten, exotischen Web-Menü wie die ungewürzte Kantinenkost einer evangelischen Weiterbildungseinrichtung. Das größte Problem der Zeitungen ist also untrennbar mit ihrer grundlegenden Struktur verwachsen, und es lässt sich daher nicht nur schwer, sondern gar nicht lösen.

 

 

 

 

 

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Feriennaherholung begann mit Fritten und Würstchen

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Bad Honnef | 1989 fand sie zum ersten Mal statt: die Feriennaherholung des Stadtjugendrings. Kamen im ersten Jahr 35 Kinder, sind es heute fast 200 im Alter bis 13 Jahren. Sie alle treffen sich in den letzten zwei Ferienwochen und nehmen an einem tollen Ferienprogramm teil.

Am letzten Montag war es wieder soweit. Traditionell begann die Feriennaherholung 2017 mit einem Mittagessen auf dem Marktplatz, das von den Gaststätten Altes Rathaus und Ayuntamiento gesponsert wird.

Bis zum 25. August wird den Kindern ein spannendes Programm geboten. Workshops und Spielenachmittage wurden vorbereitet oder auch Tagestouren in den Kölner Zoo sowie zum Trampolino nach Andernach.

An der Organisation beteiligt ist auch die Evangelische Kirchengemeinde.

Damit alles reibungslos über die Bühne geht, hat der Stadtjugendring rund 50 ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer engagiert.

Für Jugendleiter Andreas Roschlau, der jahrelang die Veranstaltung begleitete, ist es diesmal die letzte Feriennaherholung. Er geht beruflich nach Koblenz und arbeitet dort zukünftig bei der Landeskirche. Wohnen bleibt er aber in Bad Honnef.

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100 neue Unterschriften für Bürgerinitative „Rettet den Stadtgarten“

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Bad Honnef | Trotz Ferienflaute und mitunter regnerischer Einlagen erwies sich die Unterschriftenkampagne in der Bad Honnefer Fußgängerzone als sehr erfolgreich. Einhundert-plus neue Unterschriften sind wiederum ein Zeichen dafür, dass sich viele Mitbürger/innen gegen eine geplante Bebauung des nördlichen Teils des Stadtgartens aussprechen.

Im Mittelpunkt der Aktion am vergangenen Samstag standen ohne Zweifel die brandneuen Cartoons, welche Themen rund um die Stadtgarten-Diskussion aufgreifen und sehr treffend ins Bild setzen. „Die Cartoons sind stark!“, so ein Bad Honnefer Jungunternehmer, der diese gerne in seinem Laden auslegen möchte. „Neue Bebauung entlang der B42? Hat man im Rathaus schon mal etwas von ökologischer und gesundheitlicher Verantwortung gehört? Daher: Coole Cartoons…“ ein weiteres Zitat eines jungen Standbesuchers.

Der Dank der Bürgerinitiative richtet sich insbesondere an eine Sponsorin, die die finanziellen Mittel bereitstellte, um die Cartoonreihe entwerfen zu lassen.

Wer mehr über die Bürgerinitiative, deren Ziele und Ideen erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, an den kommenden drei Samstagen (26.8., 02.09. und 09.09.) den Infostand in der Bad Honnefer Fußgängerzone zu besuchen. Informationen und einen Blick auf die Cartoons gibt es unter www.bad-honnef-stadtgarten.org.

Bürgerinitiative „Rettet den Stadtgarten“
Ansprechpartner: Heinz Jacobs

info@bad-honnef-stadtgarten.org
www.bad-honnef-stadtgarten.org

 

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Bad Honnef

Flüchtlinge und Helfer feierten Erinnerungsfest im Garten der Adventgemeinde

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Sommerfest Café International im Garten der Adventgemeinde
Sommerfest Café International im Garten der Adventgemeinde

Erinnerungsfest im Garten der Adventgemeinde | Foto: Adventgemeinde

Bad Honnef | Im April 2015 wurde für die Flüchtlinge im Gemeindehaus der Adventisten das Café International (CI) eingerichtet. Sechs Monate später zog das Café ins Evangelische Gemeindehaus, bevor es dann im August 2016 in der OASE in Selhof ein festes Zuhause bekam. Am Mittwoch trafen sich fast 100 Helferinnen, Helfer und Flüchtlinge zu einem Erinnerungsfest im Garten der Adventgemeinde An St. Göddert. 

Es war der Wunsch einiger Flüchtlinge und Helfer, noch einmal an alter Stätte zusammen zu kommen, so Gemeindemitglied Ludwig Pütz.

Pfarrer Uwe Löttgen-Tangermann hatte den großen Gasgrill mitgebracht, um die fachgerechte Zubereitung von Rindswürstchen und Hähnchenschenkel kümmerten sich dann die Flüchtlinge. Ebenfalls standen viele leckere Salate, verschiedene Brotsorten, syrisches Essen und Kuchen zum Verzehr bereit. „Wie in alten Zeiten“, kommentierten einige Besucher. “Und so war es auch”, bestätigte Pütz den Eindruck. “Man fühlte sich sehr an die Anfangszeit erinnert”. Für die Kinder führte Dorothee Vreden ein Puppenspiel auf.

Einen auffallenden Unterschied gegenüber den Treffen in der Anfangszeit machte Ludwig Pütz aus: “Man konnte sich heute mit allen Flüchtlingen in Deutsch gut verständigen und musste nicht mehr die Google-Übersetzung bemühen.”

Das nächste Treffen des “CI” findet wieder in der OASE statt.

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