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Aegidienberg

Wild-West in Aegidienberg – Aufmerksame Polizeibeamte schnappten Diebesbande

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Bad Honnef-Aegidienberg | In den vergangenen Wochen kam es in Aegidienberg vermehrt zu Einbrüchen in Häuser und Wohnungen. Nun hatten zwei Polizisten der Wache Ramersdorf am Freitagnachmittag auf ihrer Streifenfahrt durch Aegiedienberg den richtigen Riecher.

Kurz nach 17 Uhr fiel den Beamten ein Auto auf, das mit drei jungen Männer besetzt war. Als die Beamten den Fahrer zum Anhalten aufforderten, gab dieser Gas und fuhr in Richtung Brüngsberg davon. Seine Mitfahrer hatten unterdessen die Scheiben geöffnet und warfen Schmuck und Werkzeuge aus dem Fahrzeug.

Als der verdächtige Pkw in Brüngsberg in die Ilse-Remy-Straße abbog, überquerte gerade eine vierköpfige Familie die Fahrbahn. Sofort erkannten die Eltern die drohende Gefahr, sprangen zur Seite und brachten sich und ihre Kinder in Sicherheit. Der Mann, der von dem Auto noch am Arm gestreift wurde, blieb zum Glück unverletzt.

Etwa 100 Meter weiter konnten die Beamten das Fahrzeug stoppen und die drei jungen Männer im Alter von 23 und 19 Jahren festnehmen. Im Wagen, der Kleidung der Verdächtigen und entlang der Fahrtstrecke fanden die Beamten Einbruchswerkzeuge und vermeintliches Diebesgut.

Wie sich heraustellte, stammte die Beute aus einem Einbruchdiebstahl in ein Einfamilienhaus in Aegidienberg, der kurze Zeit später gemeldet wurde. Die Tatverdächtigen wurden ins Polizeipräsidium gebracht. Dort übernahmen Ermittler der Kriminalwache und des Kriminalkommissariats 34 die weiteren Ermittlungen gegen die in Köln gemeldeten Verdächtigen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ ein Richter Haftbefehle gegen die Männer. “Damit sind unsere Ermittlungen aber nicht abgeschlossen. Auf Grund der bisherigen Erkenntnislage gehen wird davon aus, dass es sich bei den drei Festgenommenen um überregional agierende Einbrecher handelt, die in den vergangenen Wochen weitere Einbrüche im Siebengebirge begangen haben könnten. Dies werden wir nun überprüfen”, so Kriminalhauptkommissar Bernd Junkersfeld vom Kriminalkommissariat 34 zur Festnahme der Männer.

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Aegidienberg

Aegidienberger Geschichtsweg vorgestellt – Vorbereitungsgruppe erläutert Planungsstand

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Geschichtsweg Bad Honnef Mitte

Bad Honnef-Aegidienberg | Vor einem kleinen Kreis Interessierter, der umso engagierter diskutierte, konnte der Bürgerverein Aegidienberg mit seiner Arbeitsgruppe zur Vorbereitung des Geschichtswegs unter Leitung des Vorsitzenden Bernd Fiebig den Planungsstand erläutern. Die vorgesehenen Standorte und die skizzierten Inhalte der geplanten zehn Informations-Stelen fanden mit wenigen Änderungsvorschlägen durchweg Zustimmung.

Mit seinem vehementen Eintreten für Rottbitze rannte der Vorsitzende der Sportfreunde Aegidienberg, Klaus Elbert, offene Türen ein: Der Ortsteil Rottbitze wird nicht – wie vorgeschlagen – auf einer Doppelstele in Himberg historisch beschrieben, sondern auf einer eigenen Informationsstele am Parkplatz mit seiner Historie vorgestellt.

Das fiel dem Vorbereitungsgremium umso leichter, als man sich ohnehin mit dem Verzicht auf eine eigene Stele für Rottbitze sehr schwer getan hatte. Das Budget, bereit gestellt von der Bürgerstiftung, hatte den Einsparungsvorschlag notwendig gemacht.

Dr. Hans-Peter Mensing, der vom Heimat- und Geschichtsverein sämtliche Etappen des Geschichtswegs Bad Honnef maßgeblich betreut hat, brachte nach Aegidienberg frohe Botschaft mit und konnte die Geldsorgen zerstreuen. Die Stelen und Tafeln können zukünftig nicht nur günstiger sondern auch widerstandsfähiger gegen Vandalismus produziert werden, so dass Spielraum für eine oder zwei weitere Stelen gewonnen werden konnte.

Weitere inhaltliche Vorschläge, wie die Integration der Krummölser Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg oder der sogenannte Butterweg, auch Höveler Steig genannt, waren bereits im Arbeiskreis diskutiert worden und fanden deshalb sofort einhellige Zustimmung.

Jetzt kann es ans Eingemachte gehen, nämlich an die Formulierung der Texte. Da diese Aufgabe auf etliche Schultern verteilt werden muss, lässt sich der Zeitpunkt für die Eröffnung des weitläufigen Weges durch die Geschichte der dreizehn Ortsteile Aegidienbergs schwer voraussagen. Vom Arbeitsgremium angepeilt wird womöglich ein Adventssonntag.

Schon Anfang Oktober will sich die Vorbereitungsgruppe erneut treffen, um vorhandene Texte zu sichten und Themen zu verteilen.

Wally Feiden

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Aegidienberg

Evangelische Kirchengemeinde Aegidienberg erhält Bundesförderung

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Bad Honnef-Aegidienberg | „Die Evangelische Kirchengemeinde Aegidienberg wird eine Bundesförderung in Höhe von 2.000 € für das Projekt „Begegnungsstätte Leseecke“ erhalten, teilte heute der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Röttgene mit. Dies habe ihm heute der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Peter Bleser, mitgeteilt. Die Förderung soll im Rahmen des „Bundesprogramms Ländliche Entwicklung“ erfolgen, so Röttgen weiter.

Die Evangelische Kirchengemeinde Aegidienberg hatte sich um Fördermittel aus diesem Programm beworben.

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Aegidienberg

Café International Aegidienberg: Fortschreitende Integration verlangt Anpassung

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Bad Honnef-Aegidienberg | Die fortschreitende Integration der in Aegidienberg untergebrachten Flüchtlinge hat nun eine Anpassung des Cafés International zur Folge. Ab sofort wird die Begegnung alle vierzehn Tage stattfinden: Das Café im Gemeindesaal der evangelischen Kirche an der Friedensstraße hat nunmehr an jedem zweiten und vierten Freitag eines Monats ab 16 Uhr geöffnet. Es endet zwischen 18 und 19 Uhr wie bisher.

Von Wally Feiden

Das Organisationsteam des Cafés International, dem Einheimische und Zugewanderte angehören, hat sich bei seinem ersten Treffen nach der Sommerpause ausführlich mit der veränderten Situation in der Flüchtlingsarbeit befasst. In der Analyse waren sich alle einig: Diese Begegnungsstätte war und ist das erfolgreiche Zentrum für die Willkommenskultur in Aegidienberg. Jetzt ist ein neues Stadium erreicht, die Zugewanderten sind angekommen und wollen oder müssen sich jetzt hier um ihre eigenen Belange kümmern.

Flüchtlinge sind in Aegidienberg gut angekommen

Anerkennung, verbesserte Deutschkenntnisse, Schule und Beruf sind neue Gegebenheiten, die Anpassung erfordern, aber auch durch eine deutliche Zunahme an Selbstständigkeit gekennzeichnet sind. Die Flüchtlinge sind dank des Engagements der Ehrenamtlichen aus Aegidienberg sowie der professionellen Unterstützung durch die Mitarbeitenden in der Stadtverwaltung gut in Bad Honnef angekommen. Die Hilfe, die sie jetzt noch brauchen und auch nachfragen, hat einen anderen Charakter. Es geht nun darum, die oftmals schwierigen Behördenschreiben zu erläutern, bei Schul- und Berufsproblemen, bei der Wohnungssuche unterstützend tätig zu werden. Vor allem aber gilt es, Mut zur selbstständigen Verantwortung zu machen, also loszulassen. Denn der Weg der Eingliederung in die fremde Kultur in Deutschland, in unser Gemeinwesen muss von jeder zugewanderten Familie, von jedem Geflüchteten mit dem jeweiligen individuellen Tempo gegangen werden.

Das Team des Cafés International ist bemüht, durch gelegentliche Thementage in verständlichen Kurzvorträgen das Alltagsleben in Deutschland zu vermitteln. Besondere Festtage im Jahreslauf sind Bestandteil des Programms. St. Martin und etwas später der Nikolaustag sind in Planung und werden gemeinsam gefeiert.

Schlechte Verkehrsverbindung spielen große Rolle beim Wegzug

Nicht alle, die sich als Anerkannte nach einer Wohnung umschauen mussten, konnten auch tatsächlich eine in Aegidienberg finden. Manche zogen ins Tal, manche wollten mit der erweiterten Familie in einer anderen Stadt zusammenleben. Nicht zum ersten Mal müssen in diesem Zusammenhang wieder die völlig unzureichenden Verkehrsanbindungen von Aegidienbergs Ortsteilen genannt werden, die eine große Rolle beim Wegzug spielen. Die in Bad Honnef Berg und Tal nach langen Bemühungen endlich genehmigten „Mitfahrbänke“ für alle Aegidienberger sollen die Anbindung ans Tal deutlich verbessern.

Natürlich haben sich viele stabile Beziehungen zwischen Betreuenden und Betreuten entwickelt, so dass das Freitagstreffen im evangelischen Gemeindesaal weiterhin ein unverzichtbares Angebot an Einheimische und Zugewanderte zur Begegnung bleiben muss. Hier findet jeder nicht nur Platz und eine gute Tasse Kaffee, bekannte Produkte aus der Aegidienberger Küche und auch exotische aus den Flüchtlingshaushalten, sondern vor allem auch eine offene und tolerante Gesprächsatmosphäre. Wer von Anfang an dabei war, weiß dies am meisten zu schätzen: Aus dem gemeinsamen Bemühen, den Zugewanderten das Leben in der Fremde zu erleichtern, entstand ein wunderbares Wirgefühl zwischen den unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten aus Aegidienberg. Weder die Dauer der Ansässigkeit im Bergbereich Bad Honnefs noch religiöse oder soziale Unterschiede spielten und spielen eine Rolle, wenn freitags die Tische gerückt und gedeckt werden und jeder Besucher lässt sich dort nieder, wo gerade Platz ist. Es wäre schön, wenn noch viele aus der Bevölkerung dieses offene Miteinander suchen würden. Die Türen sind für alle Interessierten jeden zweiten und vierten Freitag im Monat geöffnet.

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