Weinbergswege: Geduldsfaden gerissen

Foto (v.l.): Josef Blöser, Oberdollendorf, Ehrenvorsitzender des Weinbauverbandes Siebengebirge, Rita Klöpper MdL, Vorsitzende des Landespetitionsausschusses, Jörg Erich Haselier, Vorsitzender des Bürger- und Ortsvereins Rhöndorf.

 

Bad Honnef-Rhöndorf | Seit 872 Tagen sind die beliebten Weinbergswege unterhalb des Drachenfels nach einem Felsabbruch gesperrt. Trotz zahlreicher Interventionen des Bürger- und Ortsvereins bei Stadt und Land wurden keine Informationen veröffentlicht, wie es weitergehen soll. Damit soll jetzt Schluss sein.

Heute überreichte der Vorsitzende des Bürgervereins, Jörg Erich Haselier, in Gegenwart des Ehrenvorsitzenden des Weinbauverbandes Siebengebirge, Josef Blöser, der Vorsitzenden des Petitionsausschusses im Landtag, Rita Klöppel, eine entsprechende Petition. Die Rhöndorfer haben erhebliche Zweifel an der anhaltenden Sperrung und befürchten, dass es den verantwortlichen Behörden nicht unbedingt daran gelegen ist, die Gefahr zu beseitigen.

Grund sind die hohen Kosten. In einem Gutachten werden Sicherungsmaßnahmen empfohlen, die in die Hundertausende gehen. Die für die Sicherung der Wege zuständige Stadt Bad Honnef hat kein Geld, das Land will nicht zahlen. Bad Honnefs Technischer Beigeordneter spekulierte schon einmal gegenüber honnefshopping.de, dass er die Freigabe der Wege innerhalb seiner Amtszeit wohl nicht erleben wird.

Bis zu einer Regelung müssen nicht nur die Naturliebhaber auf Spaziergänge über die Weinbergswege verzichten, sondern auch anliegende Unternehmen auf Umsatz. In erster Linie davon betroffen sind die Weinbauern, aber auch Hotels und Restaurants. Einschränkungen beim touristischen Angebot sprechen sich schnell herum. Wanderer und Erholungssuchende fahren dann lieber dorthin, wo sie uneingeschränkt finden, was sie suchen – Natur ohne Grenzen.

Petition

 

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