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Was ist da in Rhöndorf los?

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Bad Honnef | Im Verkehrsausschuss streiten sich die Vertreter um vier Parkplätze im Marktplatzbereich. Letztlich sollten sie nur noch “symbolisch” als Unterstützung für die Unternehmen eingerichtet werden. Die wahren Parkplatzprobleme hat aber offensichtlich der Stadtteil Rhöndorf. Dort wird unter anderem die Löwenburgstraße so zugeparkt, dass Feuerwehr, Krankenwagen und Müllabfuhr nicht mehr durchkommen. Und auch zwei Wirtschaftsunternehmen sind benachteiligt.

Engpass in der Löwenburgstraße

Engpass in der Löwenburgstraße

Schon öfter kam es in der Löwenburgstraße zu Behinderungen von Entsorgungsfahrzeugen der RSAG, Fahrzeugen der Feuerwehr und des Rettungsdienstes. Auf Grund eines Antrages der RSAG musste sich in seiner letzten Sitzung der Verkehrsausschuss mit der Parkregelung beschäftigen.

Die Entsorgungsfirma beklagt sich über einen zu schmalen Fahrweg. Durch parkende Autos seien manche Stellen so eng, dass die LKW nicht mehr sicher die Straße befahren könnten. Abfallfahrzeuge dürften aber gemäß der Unfallverhütungsvorschriften nur dort betrieben werden, wo auch ein gefahrloser Betriebe sichergestellt werden könne. Das bedeute, so die RSAG, dass Anliegerstraßen mit Begegnungsverkehr eine Mindestbreite von 4,75 Meter aufweisen müssten. In der Löwenburgstraße sei das teilweise nicht der Fall.

Nun wird sich die Verwaltung mit der Verkehrssituation befassen um eine Verbesserung für die Fahrzeuge zu erzielen. Im Klartext: An wenigstens zwei Stellen werden wahrscheinlich Halteverbotsschilder aufgestellt.

Das bedeutet: Zwei bis acht Parkplätz werden dann voraussichtlich wegfallen, eventuell sogar mehr.

Bessere Sicht für Immobilienbesitzer?

Kein Parkraum vor Bäckerei Gilgen

Dabei ist die Parkplatznot in Rhöndorf mindestens genauso groß wie in der Innenstadt, besonders dort, wo sich Gewerbe angesiedelt hat.

Vollkommen parkraumabstinent sind die Flächen vor der Filiale der Bäckerei Gilgen in der Rhöndorfer Straße. Das sieht so hoffnungslos und kundenunfreundlich aus, als stecke eine Absicht dahinter, Aber: Warum sollte man dem Backwarenbetrieb das Leben extra schwer machen?

Selbst der winzige Parkplatz kann keine Lösung sein, denn beim mühsamen Rückwärts-Herausfahren ist nicht nur Stau angesagt sondern eventuell auch Blechschaden. Dabei könnte man ein paar Meter weiter problemlos “Brötchen-holen-Parken” gestatten. Stattdessen asolutes Halteverbot.

Mysteriös: Nach Fertigstellung der Wohnanlage in der Rhöndorfer Straße/Ecke Löwenburgstraße verschwanden auch die Parkbuchten hinter der Kreuzung auf der Rhöndorfer Straße. Angeblich, damit die Fahrzeugführer freie Sicht haben, wenn sie aus der Tiefgarage fahren – Privileg für bessergestellte Immobilienbesitzer und Mieter?

Fall für den Rechnungshof: Bürger mussten zweimal zahlen

Schidlbürgerstreich - Erst zahlen Bürger für die Parkbucht, dann für die Poller, die Parken verhindern

Schildbürgerstreich – Erst zahlen Bürger für die Parkbucht, dann für die Poller, die Parken verhindern

Und auch die Verdienstmöglichkeiten von Valli’s Lädchen verschlechtern sich durch Rhöndorfs Parkmerkwürdigkeiten. Erst im Feburar startete Valeria Girodi mit ihrem Tante-Emma-Laden und tut damit für die Bürgerinnen und Bürger viel Gutes. Denn neben der Annahme von Briefen und Paketen verkauft sie Dinge des alltäglichen Lebens: Kaffee, Pizza, Waschmittel, Zucker, Zeitungen, Bonbons … Für die Rhöndorfer ein Geschenk des Himmels, denn Vallis Lädchen erspart ihnen bei kleinen Einkäufen den langen Weg in die Stadt.

Die Stadt dankt es ihr nicht. Vor einiger Zeit pollerte sie einfach zwei reguläre Parkflächen an der Kreuzung Löwenburgstraße/Rhöndorfer Straße zu. Angeblich um die Sicht der aus der Löwenburgstraße kommenden Fahrzeuge zu verbessern. Ein Schildbürgerstreich. Denn der Steuerzahler musste somit nicht nur für die Parkbucht aufkommen, sondern auch noch für das Zupollern.

Selbstredend, dass diese Maßnahme nicht nur den Umsatz von Valli’s Lädchen schmälert sondern wiederum auch die Bäckerei Gilgen benachteiligt.

Tempo 30 senkt die Unfallgefahr und fördert den Umsatz. (Rechts) Poller statt Parkbuchten

Tempo 30 als Problemlöser

Neue Aspekte hinsichtlich der Parkplatznot auf der Rhöndorfer Straße und mehr Sicherheit könnte die Einführung eines Tempolimits bringen. Reduzierte Fahrgeschwindigkeit schafft mehr Flexibilität bei der Parkraumgestaltung – Kurzparken zwischen Domkapitelhof und  Gilgen wäre an bestimmter Stelle kein Problem mehr. Und auch die “Sichtprobleme” auf der Straßenseite gegenüber wären gelöst.

Für ein Tempolimit plädiert schon seit langem der sachkundige Bürger im Verkehrsausschuss, Rudolf Martini. Bislang wurde sein Vorstoß immer abgelehnt. Begründung: Da es sich um eine Landesstraße handele, sei die Einführung von Temo 30 kaum durchsetzbar.

Dass das nur ein vorgeschobener Grund sein kann, bewies unlängst die Stadt Brühl. Sie stellte an einer Landesstraße einfach Tempo-30-Schilder auf und setzte sich erst später mit dem Landesbetrieb auseinander. Der fand die Strategie der Stadt zwar nich toll, akzeptierte aber die neue Tempo-Regelung.

Ein Tempolimit-Verfahren bei Landesstraßen ist nicht immer einfach, weil es sich hierbei in der Regel um sogenannte Durchgangsstraßen mit viel Verkehr handelt. Es wird bei einer Tempoeinschränkung vermutet, dass sich Autofahrer dann andere Wege suchen, was dort dann zu schwierigen Verkehrsverhältnissen führen könnte.

Für die Rhöndorfer Straße wäre das zwischen dem Abschnitt Löwenburgstraße und neuem Businesspark ziemlich ausgeschlossen. Sicherlich würde niemand als Alternative den Weg über den Ziepchensplatz wählen oder über die Straße Zum Steinchen. Der Verkehr würde sich mehr auf die B42 verlagern und da gehört er ja hin.

Martini legt seinen Vorschlag deshalb auch nicht ad acta: “Ich kämpfe weiter”, sagte er zu Honnef heute.

Wahrscheinlich mit Erfolg. Denn auch in der Landespolitik setzt sich immer mehr dass Bewusstein durch, dass Tempodrosselung auf Landesstraßen zu mehr Sicherheit und einer gesünderen Umwelt beitragen – ein Prozess, der unter anderem in Baden-Württemberg schon intensiv betrieben wird.

 

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Bad Honnef und Umgebung

„Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ – Netzwerker trafen sich im Rathaus

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Die Teilnehmenden des Netzwerktreffens „Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit“ für die Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“  – Sitzend v. l.: Maria-Elisabeth Loevenich (Codealk ICT Consulting), Christoph Weiß (Netzwerkkoordinator NRW der Kampagne), Dirk Krämer (Schule Schloss Hagerhof), Daniela Kniebes (Theodor-Weinz-Grundschule Aegidienberg); stehend v. l.: Johanna Högner (Wirtschaftsförderung der Stadt Bad Honnef), Marcus Killat (Betriebsleiter Abwasserwerk und Bad Honnefer Bäder), Rita Bachmann (Schulleitung Theodor-Weinz-Grundschule Aegidienberg), Daniela Paffhausen (Bad Honnef AG), Stefanie Döpinghaus (St.-Martinus-Grundschule) | Foto: Christine Pfalz

Bad Honnef | Es ging um die „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“. Mitglieder des Netzwerkes „Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit“ trafen sich im Rathaus, um sich über die Kampagne auszutauschen. Ziel ist, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) einen hohen Stellenwert in den Schulen erhält.

Kommenden Aktionen und Projektarbeit der Schülerinnen und Schüler wurden im Rathaus besprochen. Die Arbeit für und mit den Kindern wird spannend werden, die Ergebnisse bunt und sehenswert. Am Ende werden die Schülerinnen und Schüler wissen, was es heißt, verantwortungsbewusst und nachhaltig zu handeln.

Im Rathaus ging es um die Netzwerkkriterien, die die Kampagne in Nordrhein-Westfalen vorgibt. Angereist war Christoph Weiß, der Netzwerkkoordinator in Nordrhein-Westfalen, um beratend zur Seite zu stehen.

Das Netzwerk in Bad Honnef wächst, denn die Theodor-Weinz-Grundschule in Aegidienberg hat sich neu angeschlossen, während die Schule Schloss Hagerhof und die Selhofer St.-Martinus-Grundschule schon länger dabei sind. Die Internationale Hochschule hat ebenso ihre Mitarbeit zugesagt. Die Unterstützung der Stadt Bad Honnef durch Wirtschaftsförderung und Betriebsleitung der Eigenbetriebe ist schon seit längerem gewährleistet. Auch die Bad Honnef AG ist seit Jahren Partnerin.

Maria-Elisabeth Loevenich, Koordinatorin in Bad Honnef für Bildung für nachhaltige Entwicklung, fasste zusammen: „Wir haben einen Konsens erarbeitet, wie die Kampagne gestartet werden kann. Die Stadt hatte schon die Auszeichnung der UNESCO erworben gehabt. Jetzt wird es weitergehen, eingebunden in die Landes- und Bundesebene. Dem Ziel, ein gutes lokales Netzwerk aufzubauen, sind wir nähergekommen.“

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Bad Honnef und Umgebung

Straßen.NRW traf Vorkehrungen auf B42 wegen Felssicherung Am Domstein

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Bad Honnef | Heute begann Straßen.NRW mit der Sicherheitsmarkierung zwischen Bad Honnef und Königswinter. Grund ist ein Felsbrocken, der sich aus einer hundert Jahre alten Natursteinmauer unterhalb eines Hauses Am Domstein vor drei Jahren gelöst hatte. Nun müssen Sicherungsmaßnahmen an der Mauer für rund 300.000 EUR durchgeführt werden.

Das Sicherungsgebiet ist nur von der B42 zugänglich. Deshalb muss zwischen Rhöndorf und Königswinter Höhe Am Domstein eine Fahrspur Richtung Bonn bis Ende November abgesperrt werden. Mit 26 Ankern und einem Netz wird der Felsbereich stabilisiert und ein Herabfallen von Felsstücken auf die B42 verhindert.

Teilweise werden die Anker unter das Haus von Walter Gstirner Am Domstein getrieben. Angst hat er deswegen nicht. Sein Haus sei mittlerweile 100 Jahre alt und werde auch diese Prozedur überstehen. Außerdem sei ja danach von einer erhöhten Sicherheit auszugehen.

Aus naturschutzrechtlichen Gründen wie Grünschnittverbot während der Brutzeiten konnte Straßen.NRW nicht bereits in den Sommerferien mit den Arbeiten beginnen.

Warum erst nach drei Jahren reagiert wurde, soll auch etwas mit den Eigentumsrechten zu tun gehabt haben. Zunächst war offensichtlich niemandem bekannt, wem die Mauer gehört. Ebenfalls gibt es keine Eintragungen in zur Verfügung stehenden Plänen.

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Bad Honnef und Umgebung

Stadt will Menzenberger Stadion am Donnerstag fit machen

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Bad Honnef | Seit Wochen wuchert das Unkraut im städtischen Stadion an der Menzenberger Straße. Besonders störend wirkt sich diese Entwicklung zurzeit im Eingangsbereich aus. Für das Image der Stadt und des FV Bad Honnef nicht gerade förderlich.

Bad Honnefer Bürgerinnen und Bürger schämen sich über so wenig Sinn für Ästhetik und können schon gar keine Verbindung zur aufwändig geführten Dachmarkenkampagne mit dem Slogan “Lebensfreude verbürgt” herstellen. Die Fans der HFV-Gegner wundern sich und machen sich bereits über die Verwahrlosung lustig.

“Honnef heute” wollte von der Stadt wissen: “Warum geschieht nichts?”

Heute erklärte die Stadt den Zustand mit “personellen Engpässen”, die zu den Verschiebungen der Pflegearbeiten geführt hätten. Nun seien sie aber beauftragt und “intern, im Arbeitsplan aufgenommen” worden. Am Donnerstag soll das Stadion wieder in einen Top-Zustand gebracht werden.

Die Nutzer der Sportstätte wird es freuen.

Am 8.10.2017 empfängt der HFV den FC Leverkusen zum nächsten Meisterschaftsspiel. Dann können Honnefer hoffentlich wieder ruhigen Gewissens fragen: “Schön hier. Oder?”

 

Beitrag vom 17.9.2017

 

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