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Vor einer Woche: Bad Honnef erlebt den Gesamtschul-Gau

 

(V.l.) Renate Künzel, Dorothea Römer, Steffen Klinzmann, Annette Hillebrand, Petra Neunkirchen
(V.l.) Renate Künzel, Dorothea Römer, Steffen Klinzmann, Annette Hillebrand, Petra Neunkirchen

Vor einer Woche erlebte Bad Honnef einen schwarzen Freitag. Nur 16 Kinder wurden von ihren Eltern an der Gesamtschule für die Dependance angemeldet. 50 hätten es sein müssen.

Die Gründe wurden in Internetforen kontrovers diskutiert. Unterm Strich hatten viele Eltern Angst, dass es mit der Dependance nicht klappt. Sie meldeten deshalb ihre Kindern an anderen Schulen an.

Sehr betroffen auch der Stadtelternrat der Stadt Bad Honnef. Er hatte sich übermaßen engagiert und kooperierte mit den Königswinterer Eltern, die eine Gesamtschule wollten. Kurz vor Beginn der Anmeldephase fiel ihm eine Königswinterer Elterninitiative buchstäblich in den Rücken. Sie sah mittlerweile die Dependance als Belastung für die Oberpleiser Gesamtschule an.

Das Erzbistum Köln ging noch radikaler vor. Aus Angst vor einem Rückgang der Anmeldungen an der Realschule St. Josef in Bad Honnef erhob es Klage gegen die Zweigstelle.

Der Stadtelternrat sieht jetzt auf lange Sicht kein Gesamtschulangebot in Honnef, will aber auch nicht aufgeben:

„Die Zeichen standen gut für die Dependance. Wir sind von der Akzeptanz enttäuscht und hätten uns sicher ein anderes Ergebnis gewünscht. Ein interkommunales Schulprojekt ist leider nicht zustande gekommen und das vermutlich auf lange Zeit. Obwohl sich Politik und Elternschaft nach reichlichem Kampf und intensiver Überzeugungsarbeit einig waren, konnte letztendlich nicht genügend überzeugt werden. Die Einrichtung einer privaten Gesamtschule oder der nochmalige Versuch einer Dependance-Einrichtung sind nun die zu prüfende Optionen am Standort Bad Honnef.“

 

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