Städtische Bühne – 300 Stunden für Auf- und Abbau

Bad Honnef | Vielleicht sei es manchmal sinnvoller, im Rat nicht über alles zu sprechen. Mit dieser Aussage reagierte Sebastian Wolff (CDU) in der heutigen Ratssitzung auf die schwierigen Vertragsverhandlungen mit Bad Honnefer Vereinen über die städtische Bühne.

Die ist wie berichtet nach Auffassung der Verwaltung nicht mehr einsatzfähig und soll deshalb vier Bad Honnefer Vereinen vermacht werden, die sie in Eigenarbeit wieder in Schuss bringen wollen.

Mittlerweile seien den Interessenten aber Bedenken gekommen und das nicht zuletzt wegen der in die Öffentlichkeit getragenen Ansprüche mancher Politiker, die Nutzung der Bühne müsse für alle Vereine möglich sein.

Heute verschärfte sich die Diskussion noch. Die SPD ist der Auffassung, dass Bad Honnef schon aus Marketingsicht eine Bühne brauche und man überlegen solle, ob die Veräußerung wirklich Sinn mache. Schließlich würde die Anschaffung einer neuen Bühne sicherlich teuer werden. Dem Grünen Klaus Wegner kommen bei dem Gedanken, hier würde voreilig städtisches Eigentum verschenkt, ebenfalls Bedenken. Man solle lieber überlegen, wie die Bühne wieder funktionsfähig gemacht werden und mit welchen Konzepten sie wirtschaftlich unterhalten werden könne.

Der technische Beigeordnete Jopa Vedders veranschlagt jährlich 300 Arbeitsstunden für den Auf- und Abbau der Bühne. Das sei für den mit diesen Arbeiten beauftragten Bauhof nicht mehr leistbar. Sollten die Verhandlungen mit den Vereinen scheitern, müsse man die einzelnen Module öffentlich versteigern.

 

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