Stadtelternrat fordert mehr Ganztagsangebote für Bad Honnef

Stadtelternrat

Ursula Maur, Christoph Wingenfeld, Renate Künzel, Corinne Kremling, Steffen Klinzmann, Petra Neunkirchen – (v.l.n.r.)
Foto: Stadtelternrat

Bad Honnef | Der Stadtelternrat Bad Honnef macht mobil. In einem offenen Brief an die NRW-Landesregierung fordert er ausreichende Ganztagsangebote auch für die Zeit nach dem Kindergarten.

Das Angebot an ganztätigen Betreuungsangeboten für Schülerinnen und Schüler sei bei weitem nicht ausreichend, schreibt der Stadtelternrat in seinem Brief. In Bad Honnef nehmen derzeit an allen fünf Grundschulen 328 Schülerinnen und Schüler die ganztätige Betreuung in Offenen Ganztagsschulen (OGS) in Anspruch. Die Nachfrage sei allerdings größer.

Die Eltern der jetzigen Kindergartenkinder möchten sich darauf verlassen können, dass mit Beginn der Schulzeit ausreichend Plätze an den Offenen Ganztagsschulen zur Verfügung stehen. Nur dann könne der Anspruch auf Vereinbarkeit von Beruf und Familie erfüllt werden. „Ein weiterer Ausbau der bestehenden Plätze ist angesichts des Kinderreichtums und der beruflichen Situation der Eltern dringend notwendig“, so der Stadtelternrat.

Auch den Mangel an Ganztagsschulen kritisieren die Eltern. Keine der fünf Grundschulen in Bad Honnef sei als Ganztagsschule ausgerichtet. Es könne nicht sein, dass Mütter oder Väter ihre Arbeitszeit mit Einschulung des Kindes wieder reduzieren müssten, um die Kinder am Nachmittag zu betreuen.

Ferner fordert der Stadtelternrat, dass der Betrieb einer Offenen Ganztagsschule keine freiwillige Leistung der Kommunen sein, sondern zu einer Pflichtleistung der Landespolitik werden soll. Hintergrund ist die klamme Haushaltslage vieler Städte und Gemeinden, die dazu führt, dass auf Ganztagsangebote verzichtet wird. Dies würde aber den landespolitischen Vorgaben widersprechen, die die Kommunen verpflichten, die Infrastruktur für den Betrieb eines OGS bereit zu stellen.

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