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Schutzzaun: Alle offiziellen Anforderungen erfüllt

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Von Burkhard Hoffmeister

Am gestrigen Donnerstag waren die Winzer Karl-Heinz Broel und Bobbi Pieper beim Notar Dr. Weber. Sie zeichneten dort ein Dokument, mit dem sie in den nächsten 20 Jahren Pflege und Wartung des Schutzzauns verbindlich übernehmen. Nachdem die Bezirksregierung Köln dem VVS-Vorsitzenden Hans-Peter Lindlar einen Tag zuvor mitteilte, dass sämtliche technischen oder rechtlichen Aussagen, Gutachten und Studien vorliegen, fehlte die Beurkundung dieser Selbstverpflichtung als letzte Voraussetzung für die finale Bearbeitung von Förderung und Bau.

Wieder gehen Broel und Pieper in Vorleistung. In den letzten Wochen war an den umfangreichen Plänen und Gutachten gearbeitet worden; die sind kompliziert, was den genauen Standort, Verlauf sowie die genaue Anpassung der baulichen Ausführung an die Forderungen des Arbeitsschutzes angeht. Noch immer bewegen sich alle Personen und Behörden auf Neuland, denn ein solches Objekt wurde bislang in NRW noch nicht verwirklicht.

Dementsprechend ist der Druck groß, weiterhin jeden Schritt gemeinsam zu gehen und das Ziel, den Zaun endlich zu errichten, nicht wegen unterschiedlicher Interessen aus den Augen zu verlieren. Auf zwei letzten Treffen waren die verbleibenden Hürden angegangen worden – im April unter der Leitung des Kreis-Umweltdezernenten Christoph Schwarz in Siegburg die Technik und Gutachten betreffend, im Mai unter der Leitung des stv. Regierungspräsidenten Wilhelm Steitz in Köln zur Rechtssicherheit. Erwähnenswert ist, dass noch immer in allen Besprechungen ein sehr einheitlicher Wille zur Lösung des Problems herrscht.

Der erneute Beitrag der Winzer ist nicht unbeträchtlich. Beginnend am 1. Januar 2015 wird der Zaun bis zum 31. Dezember 2034 in ihre Obhut gegeben. Pflege, Verschleiß und eventuelle Reparaturen sind dann von den Weinbauern zu bezahlen. Zudem fallen bei Piepers die wertvollsten oberen Steillagen weg, für die jedoch an anderer Stelle ausgleichender Ersatz glaubhaft angekündigt wurde. Jedenfalls fand Karl-Heinz Broel beim anschließenden großen Ratschlag in der Rhöndorfer Eisdiele: „Etwas zu feiern haben wir schon.“

Der weitere Gang der Dinge ist jetzt sehr konkret. Auf Basis des komplett vorliegenden Materials erteilt die Bezirksregierung in einer sogenannten Prüfung der Förderfähigkeit ihr Okay. Dieser Akt soll, glaubt man den Prüferinnen selbst, zügig vonstatten gehen. Dann erfolgt die einige Wochen beanspruchende Ausschreibung. Der so erneut verspätete Baubeginn wird das avisierte Datum des 1. Juli aller verpassen. Ziel der Winzer ist es, die Mitte September beginnende Lese bereits unter Schutz absolvieren zu können. Felix Pieper: „Die Lese noch einmal den Heinzelmännchen überlassen, das geht wohl kaum und entspricht auch nicht dem Sinn aller Anstrengungen.“

Die tatsächlich vorgeschriebene dingliche Besicherung von hohen Fördergeldern aus einem Ministerium stellt sich nun neu und mit weniger Brisanz dar. Da die notarielle Selbstverpflichtung für die Pflege des 620 Meter langen Zauns auf die verlangte Sicherungssumme anzurechnen ist, soll sich diese um den entsprechenden und jetzt zu bewertenden Betrag ganz erheblich verringern. Das befürchtete Risiko einer Klage auf Rückbau ist allein schon dadurch theoretisch, dass die Winzer mit Unterstützung des NRW-Umweltministeriums den BUND von vornherein in jede Planung miteinbezogen. Und das als in und mit der Natur Arbeitende aus Überzeugung auch weiterhin tun werden. Ob auf solcher Basis überhaupt noch dinglich besichert, also gebürgt werden muss, liegt in der Hand der Rechtsabteilungen in Köln und Düsseldorf. Die Winzer jedenfalls werden auch hier genau hinschauen.

 

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Bad Honnef und Umgebung

„Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ – Netzwerker trafen sich im Rathaus

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Die Teilnehmenden des Netzwerktreffens „Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit“ für die Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“  – Sitzend v. l.: Maria-Elisabeth Loevenich (Codealk ICT Consulting), Christoph Weiß (Netzwerkkoordinator NRW der Kampagne), Dirk Krämer (Schule Schloss Hagerhof), Daniela Kniebes (Theodor-Weinz-Grundschule Aegidienberg); stehend v. l.: Johanna Högner (Wirtschaftsförderung der Stadt Bad Honnef), Marcus Killat (Betriebsleiter Abwasserwerk und Bad Honnefer Bäder), Rita Bachmann (Schulleitung Theodor-Weinz-Grundschule Aegidienberg), Daniela Paffhausen (Bad Honnef AG), Stefanie Döpinghaus (St.-Martinus-Grundschule) | Foto: Christine Pfalz

Bad Honnef | Es ging um die „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“. Mitglieder des Netzwerkes „Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit“ trafen sich im Rathaus, um sich über die Kampagne auszutauschen. Ziel ist, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) einen hohen Stellenwert in den Schulen erhält.

Kommenden Aktionen und Projektarbeit der Schülerinnen und Schüler wurden im Rathaus besprochen. Die Arbeit für und mit den Kindern wird spannend werden, die Ergebnisse bunt und sehenswert. Am Ende werden die Schülerinnen und Schüler wissen, was es heißt, verantwortungsbewusst und nachhaltig zu handeln.

Im Rathaus ging es um die Netzwerkkriterien, die die Kampagne in Nordrhein-Westfalen vorgibt. Angereist war Christoph Weiß, der Netzwerkkoordinator in Nordrhein-Westfalen, um beratend zur Seite zu stehen.

Das Netzwerk in Bad Honnef wächst, denn die Theodor-Weinz-Grundschule in Aegidienberg hat sich neu angeschlossen, während die Schule Schloss Hagerhof und die Selhofer St.-Martinus-Grundschule schon länger dabei sind. Die Internationale Hochschule hat ebenso ihre Mitarbeit zugesagt. Die Unterstützung der Stadt Bad Honnef durch Wirtschaftsförderung und Betriebsleitung der Eigenbetriebe ist schon seit längerem gewährleistet. Auch die Bad Honnef AG ist seit Jahren Partnerin.

Maria-Elisabeth Loevenich, Koordinatorin in Bad Honnef für Bildung für nachhaltige Entwicklung, fasste zusammen: „Wir haben einen Konsens erarbeitet, wie die Kampagne gestartet werden kann. Die Stadt hatte schon die Auszeichnung der UNESCO erworben gehabt. Jetzt wird es weitergehen, eingebunden in die Landes- und Bundesebene. Dem Ziel, ein gutes lokales Netzwerk aufzubauen, sind wir nähergekommen.“

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Bad Honnef und Umgebung

Straßen.NRW traf Vorkehrungen auf B42 wegen Felssicherung Am Domstein

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Bad Honnef | Heute begann Straßen.NRW mit der Sicherheitsmarkierung zwischen Bad Honnef und Königswinter. Grund ist ein Felsbrocken, der sich aus einer hundert Jahre alten Natursteinmauer unterhalb eines Hauses Am Domstein vor drei Jahren gelöst hatte. Nun müssen Sicherungsmaßnahmen an der Mauer für rund 300.000 EUR durchgeführt werden.

Das Sicherungsgebiet ist nur von der B42 zugänglich. Deshalb muss zwischen Rhöndorf und Königswinter Höhe Am Domstein eine Fahrspur Richtung Bonn bis Ende November abgesperrt werden. Mit 26 Ankern und einem Netz wird der Felsbereich stabilisiert und ein Herabfallen von Felsstücken auf die B42 verhindert.

Teilweise werden die Anker unter das Haus von Walter Gstirner Am Domstein getrieben. Angst hat er deswegen nicht. Sein Haus sei mittlerweile 100 Jahre alt und werde auch diese Prozedur überstehen. Außerdem sei ja danach von einer erhöhten Sicherheit auszugehen.

Aus naturschutzrechtlichen Gründen wie Grünschnittverbot während der Brutzeiten konnte Straßen.NRW nicht bereits in den Sommerferien mit den Arbeiten beginnen.

Warum erst nach drei Jahren reagiert wurde, soll auch etwas mit den Eigentumsrechten zu tun gehabt haben. Zunächst war offensichtlich niemandem bekannt, wem die Mauer gehört. Ebenfalls gibt es keine Eintragungen in zur Verfügung stehenden Plänen.

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Bad Honnef und Umgebung

Stadt will Menzenberger Stadion am Donnerstag fit machen

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Bad Honnef | Seit Wochen wuchert das Unkraut im städtischen Stadion an der Menzenberger Straße. Besonders störend wirkt sich diese Entwicklung zurzeit im Eingangsbereich aus. Für das Image der Stadt und des FV Bad Honnef nicht gerade förderlich.

Bad Honnefer Bürgerinnen und Bürger schämen sich über so wenig Sinn für Ästhetik und können schon gar keine Verbindung zur aufwändig geführten Dachmarkenkampagne mit dem Slogan “Lebensfreude verbürgt” herstellen. Die Fans der HFV-Gegner wundern sich und machen sich bereits über die Verwahrlosung lustig.

“Honnef heute” wollte von der Stadt wissen: “Warum geschieht nichts?”

Heute erklärte die Stadt den Zustand mit “personellen Engpässen”, die zu den Verschiebungen der Pflegearbeiten geführt hätten. Nun seien sie aber beauftragt und “intern, im Arbeitsplan aufgenommen” worden. Am Donnerstag soll das Stadion wieder in einen Top-Zustand gebracht werden.

Die Nutzer der Sportstätte wird es freuen.

Am 8.10.2017 empfängt der HFV den FC Leverkusen zum nächsten Meisterschaftsspiel. Dann können Honnefer hoffentlich wieder ruhigen Gewissens fragen: “Schön hier. Oder?”

 

Beitrag vom 17.9.2017

 

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