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Schießen Sie nicht auf den Vogel

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Bad Honnef | Johann Baptist von Schweitzer, sozialdemokratischer Dramatiker und Nachfolger von Ferdinand Lassalles als Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (aus dem später die SPD hervorging), war einer der Gründer des Deutschen Schützenbundes. Fast anderthalb Millionen Mitglieder zählt der Bund, davon sind über 350.000 Schützinnen. Eine von ihnen wurde jetzt Königin der St. Sebastianus Schützenbruderschaft: Nadine Drothen. Ein anderer wurde dieses Jahr in die Bruderschaft aufgenommen: Christoph Kramer. Kein Sozialdemokrat, Mitglied im BÜRGERBLOCK.

Die Zeiten ändern sich. Ein Lied davon singen kann die St. Sebastianus Schützenbruderschaft aus Bad Honnef. Stellte sie sich früher in die Dienste des Volkes und rebellierte gegen regierende Unterdrücker, wird sie heute vom Volk im Stich gelassen. “Wir haben ein demografisches Problem”, sagt Pressesprecher Diether Habicht-Benthin, und meint damit den Nachwuchsmangel. Vor ein paar Jahren habe man sich schon von der Geschlechtertrennung verabschiedet und auch Frauen aufgenommen, nun sei man dabei, über Events die Mitgliedschaft im Schützenverein attraktiver zu machen.

Zum Beispiel mit dem Sommer-Biathlon am 21.9.2013. “Damit wollen wir eine breite Öffentlichkeit ansprechen, vor allem Schulen und Sportvereine, die hier zu einem gemeinsamen Stadtwettbewerb zusammenkommen”, so Habicht-Benthin. 17 Gruppen haben sich bereits angemeldet, “darauf sind wir sehr stolz”.

Warum ist es denn so schwer, junge Menschen für den Schützenverein zu gewinnen? “Es gibt schon viele Vorurteile gegenüber den Schützen. Dazu beigetragen haben natürlich auch die Amokläufe”, sagt Königin Nadine Drothen. Sie selbst stellt nach außen den Sport und die Geselligkeit in den Mittelpunkt: “Wir haben hier eine tolle Solidarität und prima Gemeinschaft,” das sei das zentrale Wesen der Schützen und dafür lohne es sich, ehrenamtlich Zeit zu investieren.

Als Queen Nadine wird sie das während ihrer Regentschaft müssen. Rund 60 Pflichttermine stehen auf dem Programm. Der wichtigste ist natürlich der Krönungsball. “Klar, das ist nicht wenig, aber ich mache das sehr gern”, so die angehende Logopädin.

Seit 1997 ist sie Mitglied in der St. Sebastianus Schützenbruderschaft, war schon Bezirksprinzessin, Kreisjugendkönigin und Jugendprinzessin. Außerdem ist sie beim Zirkus Comicus aktiv.

Zu den Schützenbrüdern kam sie über ihre Eltern: “Ich bin da familär vorbelastet. ” Ebenso wie BÜRGERBLOCK-Chef Christoph Kramer. Seine Eltern sind auch begeisterte Schützen und nun führt der Sohn die Tradition fort. Das schützen-politische Erbe der Sozialdemokraten tritt der alte Fuchs gleichfalls an. Und wird mit Sicherheit wieder Stimmen dazu gewinnen.

Als erstes versprach er sogleich Unterstützung bei der finanziellen und zeitlichen Bewältigung des Königinnen-Amtes. Diese Belastungen hätten die Krönungsfeierlichkeiten fast ins Wasser fallen lassen. Als es um den Rumpf des Königsvogels ging, packten alle Akteure bis auf einen ihre Gewehre ein. Erst ein Machtwort des Präsidenten Heinz Römerscheidt brachte Schwestern und Brüder wieder zurück an den Schießstand.

Das Schützen-und Bürgerfest war gerettet.

St. Sebastianus

Der Umzug führte durch die Stadt zum Schützenhaus

St. Sebastianus

Akrobatisch: Fahnenschwenker Hans Walter Drothen

St. Sebastianus

Königin Nadine Drothen, Präsident Heinz Römerscheid (l.), Christoph Kramer

St. Sebastianus

Pastor Herbert Breuer, Hanna und Vater Hermann Josef Kramer, Eltern von BÜRGERBLOCK-Chef Christoph Kramer

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Bad Honnef und Umgebung

„Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ – Netzwerker trafen sich im Rathaus

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Die Teilnehmenden des Netzwerktreffens „Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit“ für die Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“  – Sitzend v. l.: Maria-Elisabeth Loevenich (Codealk ICT Consulting), Christoph Weiß (Netzwerkkoordinator NRW der Kampagne), Dirk Krämer (Schule Schloss Hagerhof), Daniela Kniebes (Theodor-Weinz-Grundschule Aegidienberg); stehend v. l.: Johanna Högner (Wirtschaftsförderung der Stadt Bad Honnef), Marcus Killat (Betriebsleiter Abwasserwerk und Bad Honnefer Bäder), Rita Bachmann (Schulleitung Theodor-Weinz-Grundschule Aegidienberg), Daniela Paffhausen (Bad Honnef AG), Stefanie Döpinghaus (St.-Martinus-Grundschule) | Foto: Christine Pfalz

Bad Honnef | Es ging um die „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“. Mitglieder des Netzwerkes „Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit“ trafen sich im Rathaus, um sich über die Kampagne auszutauschen. Ziel ist, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) einen hohen Stellenwert in den Schulen erhält.

Kommenden Aktionen und Projektarbeit der Schülerinnen und Schüler wurden im Rathaus besprochen. Die Arbeit für und mit den Kindern wird spannend werden, die Ergebnisse bunt und sehenswert. Am Ende werden die Schülerinnen und Schüler wissen, was es heißt, verantwortungsbewusst und nachhaltig zu handeln.

Im Rathaus ging es um die Netzwerkkriterien, die die Kampagne in Nordrhein-Westfalen vorgibt. Angereist war Christoph Weiß, der Netzwerkkoordinator in Nordrhein-Westfalen, um beratend zur Seite zu stehen.

Das Netzwerk in Bad Honnef wächst, denn die Theodor-Weinz-Grundschule in Aegidienberg hat sich neu angeschlossen, während die Schule Schloss Hagerhof und die Selhofer St.-Martinus-Grundschule schon länger dabei sind. Die Internationale Hochschule hat ebenso ihre Mitarbeit zugesagt. Die Unterstützung der Stadt Bad Honnef durch Wirtschaftsförderung und Betriebsleitung der Eigenbetriebe ist schon seit längerem gewährleistet. Auch die Bad Honnef AG ist seit Jahren Partnerin.

Maria-Elisabeth Loevenich, Koordinatorin in Bad Honnef für Bildung für nachhaltige Entwicklung, fasste zusammen: „Wir haben einen Konsens erarbeitet, wie die Kampagne gestartet werden kann. Die Stadt hatte schon die Auszeichnung der UNESCO erworben gehabt. Jetzt wird es weitergehen, eingebunden in die Landes- und Bundesebene. Dem Ziel, ein gutes lokales Netzwerk aufzubauen, sind wir nähergekommen.“

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Bad Honnef und Umgebung

Straßen.NRW traf Vorkehrungen auf B42 wegen Felssicherung Am Domstein

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Bad Honnef | Heute begann Straßen.NRW mit der Sicherheitsmarkierung zwischen Bad Honnef und Königswinter. Grund ist ein Felsbrocken, der sich aus einer hundert Jahre alten Natursteinmauer unterhalb eines Hauses Am Domstein vor drei Jahren gelöst hatte. Nun müssen Sicherungsmaßnahmen an der Mauer für rund 300.000 EUR durchgeführt werden.

Das Sicherungsgebiet ist nur von der B42 zugänglich. Deshalb muss zwischen Rhöndorf und Königswinter Höhe Am Domstein eine Fahrspur Richtung Bonn bis Ende November abgesperrt werden. Mit 26 Ankern und einem Netz wird der Felsbereich stabilisiert und ein Herabfallen von Felsstücken auf die B42 verhindert.

Teilweise werden die Anker unter das Haus von Walter Gstirner Am Domstein getrieben. Angst hat er deswegen nicht. Sein Haus sei mittlerweile 100 Jahre alt und werde auch diese Prozedur überstehen. Außerdem sei ja danach von einer erhöhten Sicherheit auszugehen.

Aus naturschutzrechtlichen Gründen wie Grünschnittverbot während der Brutzeiten konnte Straßen.NRW nicht bereits in den Sommerferien mit den Arbeiten beginnen.

Warum erst nach drei Jahren reagiert wurde, soll auch etwas mit den Eigentumsrechten zu tun gehabt haben. Zunächst war offensichtlich niemandem bekannt, wem die Mauer gehört. Ebenfalls gibt es keine Eintragungen in zur Verfügung stehenden Plänen.

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Bad Honnef und Umgebung

Stadt will Menzenberger Stadion am Donnerstag fit machen

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Bad Honnef | Seit Wochen wuchert das Unkraut im städtischen Stadion an der Menzenberger Straße. Besonders störend wirkt sich diese Entwicklung zurzeit im Eingangsbereich aus. Für das Image der Stadt und des FV Bad Honnef nicht gerade förderlich.

Bad Honnefer Bürgerinnen und Bürger schämen sich über so wenig Sinn für Ästhetik und können schon gar keine Verbindung zur aufwändig geführten Dachmarkenkampagne mit dem Slogan “Lebensfreude verbürgt” herstellen. Die Fans der HFV-Gegner wundern sich und machen sich bereits über die Verwahrlosung lustig.

“Honnef heute” wollte von der Stadt wissen: “Warum geschieht nichts?”

Heute erklärte die Stadt den Zustand mit “personellen Engpässen”, die zu den Verschiebungen der Pflegearbeiten geführt hätten. Nun seien sie aber beauftragt und “intern, im Arbeitsplan aufgenommen” worden. Am Donnerstag soll das Stadion wieder in einen Top-Zustand gebracht werden.

Die Nutzer der Sportstätte wird es freuen.

Am 8.10.2017 empfängt der HFV den FC Leverkusen zum nächsten Meisterschaftsspiel. Dann können Honnefer hoffentlich wieder ruhigen Gewissens fragen: “Schön hier. Oder?”

 

Beitrag vom 17.9.2017

 

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