Bad Honnef

Petitionsausschuss in den Weinbergen – Was macht der BUND?

Bad Honnef | Morgen, Freitag, findet vom Ziepchensplatz ausgehend ein Ortstermin des nordrhein-westfälischen Petitionsausschusses statt, den der Bürger- und Ortsverein Rhöndorf im Mai d. J., unterstützt vom Weinbauverband Siebengebirge, zunächst in der Sperrung der Weinbergswege und im Juli dann auch wegen des bis heute drängenden Betretungsverbots für Mitarbeiter der Weinbaubetriebe angerufen hat (Treffpunkt 11 Uhr).

An dem Ortstermin (“Inaugenscheinnahme der Abbruchstelle”) werden neben der Vorsitzenden des Petitionsausschusses, Rita Klöpper, MdL, und Beamten des Petitionsreferats unter anderem Vertreter zweier Landesministerien (Ministerium für Inneres und Kommunales, Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz), der Rhein-Sieg-Kreis mit Umweltdezernent Christoph Schwarz, die Bürgermeister der Städte Bad Honnef und Königswinter, Wally Feiden und Peter Wirtz, der Vorsitzende des Verschönerungs-Verein für das Siebengebirge, Hans-Peter Lindlar, die Wahlkreisabgeordnete Andrea Milz, MdL, der Vorsitzende des Bürger- und Ortsvereins Rhöndorf, Jörg Erich Haselier, als Petent sowie die Winzer “Bobbi” Pieper und Karl-Heinz Broel teilnehmen.

Mittlerweile hat der VVS den Förderantrag als Träger der Sicherungsmaßnahmen am Siegfriedfelsen an die Bezirksregierung abgeschickt, in der kommenden Woche soll die Finanzierung in Düsseldorf endgültig besiegelt werden.

Ob damit auch die Rettung der Weinberge besiegelt ist, muss abgewartet werden. Heute machte ein Gerücht die Runde, dass der BUND über eine Klage gegen den Schutzzaun nachdenke. So könne als Begründung angeführt werden, durch die Installation des Schutzzaunes sei der Felsen eventuell selbst gefährdet und der Weinanbau sei unter Naturschutzaspekten nicht schützenswert.

Das bestätigt der Sprecher des BUND-Kreisverbandes Rhein-Sieg, Achim Baumgartner, nicht: „Da sind Sie einem Gerücht aufgesessen“.

Schon im August äußerte sich der BUND skeptisch zu dem Vorhaben, einen Schutzzaun zu installieren. Der Felsen als Wahrzeichen solle als Naturlandschaft erhalten bleiben,  zugunsten von Wanderwegen und Weinanbau wäre es besser, von Sicherungsmaßnahmen Abstand zu nehmen.  Gegen die Sanierung des Eselsweges am Drachenfels hat die Organisation bereits Klage eingereicht.

Wie bereits berichtet, gehört Bad Honnefs Bürgermeisterin Wally Feiden nicht mehr dem Vorstand des VVS an. Auf Nachfrage sagte sie, sie habe sich nicht zur Verfügung gestellt weil sie nicht nach einer Kandidatur gefragt worden sei. Außerdem habe sie „die Irritationen rund um die Krisenbewältigung zum Thema Siegfriedfelsen im VVS“ dazu bewogen, aus dem Amt auszuscheiden. Sie sei allerdings als Bürgermeisterin Mitglied des Beirates.

 

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