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Partnerschaftskomitee – Jahresreise zum Osterreiten nach Wittichenau

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Bad Honnef | Die sorbische Kultur mit ihren vielfältigen Bräuchen war das Thema der diesjährigen Jahresreise des Partnerschaftskomitees Bad Honnef – Wittichenau in die Partnerstadt. Und so fand die Reise über Ostern statt, damit die Gruppe aus Bad Honnef die wohl bekannteste sorbische Tradition erleben konnte – das Osterreiten.

Schon bei der Begrüßung erläuterte der Wittichenauer Bürgermeister Udo Popella Geschichte und Hintergrund der Kreuzreiterprozession, die seit dem Ende des 15. Jahrhunderts am Ostersonntag durchgeführt wird. Fast 400 deutsche und sorbische Osterreiter machten sich in diesem Jahr auf dem Weg von Wittichenau nach Ralbitz, um die Osterbotschaft singend und betend zu verkünden und sich öffentlich zu ihrem Glauben zu bekennen. Für die Bad Honnefer Gruppe ein besonders eindrückliches Erlebnis – vor allem, weil das Osterreiten nicht touristisch „vermarktet“ wird, sondern alle Beteiligten Wert darauf legen, dass es seinen Charakter als Ausdruck christlicher Osterfreude nicht verliert.

Weitere interessante Einblicke in die sorbische Kultur vermittelte den Bad Honnefern eine Fahrt durch die sorbischen Dörfer mit einem Besuch des Friedhofes in Ralbitz. Auf Bitte von Werner Osterbrink, der die Reise geplant hatte, stellte der Bürgermeister von Nebelschütz, Thomas Zronak, den sorbischen Ort vor, dessen Bürgerinnen und Bürgern die Wahrung und Verbreitung des sorbischen Kulturgutes ein besonderes Anliegen ist. Man ist stolz auf zahlreiche Auszeichnungen wie den europäischen Dorferneuerungspreis, den Generationspreis oder Siegerplätze im Wettbewerb “Unser Dorf soll schöner werden”. Ein Höhepunkt des dörflichen Lebens ist – neben den zahlreichen kirchlichen Bräuchen – das Internationale Gemeindefest. Peter Endler, Vorsitzender des Partnerschaftskomitees Bad Honnef- Wittichenau zeigte sich begeistert darüber, was zu erreichen ist, wenn Bürgerschaft, Rat und Bürgermeister an einem Strang ziehen.

Ebenfalls ein Höhepunkt der Reise war der Besuch des Sorbischen Nationalmuseums in Bautzen mit der Trachtensammlung und der Ausstellung der schönsten sorbischen Ostereier.

Viel Nachdenklichkeit löste bei den Bad Honnefern die Führung durch die “Gedenkstätte Bautzen” aus. Für viele Menschen steht der Name „Bautzen“ bis heute für Unrecht und politische Verfolgung. Grund dafür sind die ehemaligen Haftanstalten „Bautzen I und II“, in denen während des Dritten Reiches, der sowjetischen Besatzungszeit und der SED-Diktatur unter unmenschlichen Bedingungen politische Gegner gefangen gehalten wurden. In „Bautzen II“ befindet sich heute eine sehr beeindruckende und informative Gedenkstätte, die an die Opfer erinnert und die politisch-historischen Zusammenhänge aufzeigt.

Zur Verarbeitung und Entspannung stand danach der Besuch des Barockschlösschens Rammenau an, das schon dem preußischen König Friedrich der Große im Siebenjährigen Krieg als Hauptquartier diente. Das Trio Carisma begeisterte die Teilnehmer mit einem Barockkonzert im Spiegelsaal des Schlosses.

Am folgenden Tag stand ein Ausflug nach Meißen auf dem Programm. Der Besuch der ältesten Porzellanmanufaktur brachte die Porzellanliebhaber in Versuchung. Anschließend konnte die Gruppe bei einem kurzen Spaziergang durch das Naturschutzgebiet Königsbrücker erleben, wie sich die Natur den ehemals größten sowjetischen Truppenübungsplatz in der DDR zurückerobert. Inzwischen sind hier auch Biber wieder zu Hause. Besonders beeindruckend: Ein Film über die Entwicklung der Wildnisgebiete, wie sie auch im Siebengebirge entstehen.

Ein wichtiges Ziel der Reisen nach Wittichenau sind die Begegnungen zwischen Bürgerinnen und Bürgern aus den beiden Partnerstädten. So nahmen auch diesmal wieder Mitglieder des Partnerschaftsvereins Wittichenau an dem Programm teil, um Zeit mit der Gruppe aus Bad Honnef zu verbringen. Eine besondere Freude war es für Anita und Hans Welsch, als am letzten Abend ihre ehemalige Auszubildende Claudia Renger vor ihnen stand, die vor 15 Jahre bei ihnen in Bad Honnef ihre Lehre absolviert hatte und heute in Wittichenau als Konditorin arbeitet. Auch Inge Niepel vom bisherigen Blumenhaus Weber konnte ehemalige Auszubildende begrüßen.

Mit vielen neuen Eindrücken und einem herzlichen Dank an den Reiseleiter Rolf Kolfenbach kehrte die Bad Honnefer Gruppe nach fünf erlebnisreichen Tagen aus Wittichenau zurück.

Und eine nächste Begegnung steht bereits vor der Tür: An der Feier des 20jährigen Jubiläums der Partnerschaft zwischen Wittichenau und der tschechischen Stadt Tanvald wird auch eine Delegation aus Bad Honnef teilnehmen.

Fotos/Text: Cornelia Nasner

Osterreiten in Wittichenau

Osterreiten in Wittichenau

 

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Flüchtlinge und Helfer feierten Erinnerungsfest im Garten der Adventgemeinde

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Sommerfest Café International im Garten der Adventgemeinde

Erinnerungsfest im Garten der Adventgemeinde | Foto: Adventgemeinde

Bad Honnef | Im April 2015 wurde für die Flüchtlinge im Gemeindehaus der Adventisten das Café International (CI) eingerichtet. Sechs Monate später zog das Café ins Evangelische Gemeindehaus, bevor es dann im August 2016 in der OASE in Selhof ein festes Zuhause bekam. Am Mittwoch trafen sich fast 100 Helferinnen, Helfer und Flüchtlinge zu einem Erinnerungsfest im Garten der Adventgemeinde An St. Göddert. 

Es war der Wunsch einiger Flüchtlinge und Helfer, noch einmal an alter Stätte zusammen zu kommen, so Gemeindemitglied Ludwig Pütz.

Pfarrer Uwe Löttgen-Tangermann hatte den großen Gasgrill mitgebracht, um die fachgerechte Zubereitung von Rindswürstchen und Hähnchenschenkel kümmerten sich dann die Flüchtlinge. Ebenfalls standen viele leckere Salate, verschiedene Brotsorten, syrisches Essen und Kuchen zum Verzehr bereit. „Wie in alten Zeiten“, kommentierten einige Besucher. “Und so war es auch”, bestätigte Pütz den Eindruck. “Man fühlte sich sehr an die Anfangszeit erinnert”. Für die Kinder führte Dorothee Vreden ein Puppenspiel auf.

Einen auffallenden Unterschied gegenüber den Treffen in der Anfangszeit machte Ludwig Pütz aus: “Man konnte sich heute mit allen Flüchtlingen in Deutsch gut verständigen und musste nicht mehr die Google-Übersetzung bemühen.”

Das nächste Treffen des “CI” findet wieder in der OASE statt.

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Bad Honnef

FDP will wissen, wie Gutenbergarchiv wieder nach Bad Honnef geholt werden kann

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Bad Honnef | Das wohl umfangreichste Bad Honnefer Heimatarchiv, das einst in der Hauptstraße 40 beheimatet war, ist seit kurzem in einer Garage in Rheinbreitbach untergebracht. Die gehört der Vorsitzenden des Gutenberghaus e.V.,  Renate Mahnke. Die Historikerin musste nach dem Verkauf des Hauses mit ihrem wertvollen geschichtlichen Archiv ausziehen, weil der Verein die geforderte Miete der neuen Eigentümer nicht bezahlen konnte.

Eigene Bemühungen des Vereins, eine neue Unterkunft zu finden, schlugen meist aus Platz- bzw. Kostengründen fehl. Die Stadt dachte zuletzt an eine Beheimatung in der Konrad Adenauerschule, vergab die Räume dann aber an die Volkshochschule.

Nun hat sich die FDP-Fraktion des Themas angenommen und den Punkt auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung am 24.8.2017, 18 Uhr, Ratssaal, gesetzt. Die Sammlung des Vereins “bewahre Zeugnisse einer reichen Vergangenheit Bad Honnefs”. Sie sei “eine Fundgrube historischer Überlieferung, auf die interessierte Bürger und insbesondere auch junge Menschen, Zugriff haben müssen”.

Die FDP will wissen: “Was kann die Stadt Bad Honnef tun, damit die Sammlung des Vereins Haus Gutenberg in einen geeigneten Lagerort nach Bad Honnef rückgeführt und das Archiv ordnungsgemäß gelagert werden kann?”

Für einen Teil der Sammlung stellte auch der Heimatverein Rheinbreitbach Platz zur Verfügung.

 

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Fußball

“Die Jungs sind hungrig”

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Oben v.l. Gaspard Fehlinger, Marco Poetes, Kevin Leisch, Benjamin Krayer, Gürsel Boztas, Patrick Quednau, Malik Azahaf; mittlere Reihe v.L. Uwe Krüger (Betreuer), Frank Breidenbend (Geschäftsführer), Florent Muja, Patrick Dicke, Dominik Tiemeyer, Stephan Göckler und Martin Brinsa (Vorstand), Carsten Klohe (Trainer); vorne v.l. Marc Skoda, Michel Schülgen, Marcel Gehrlein, Malte Bayer, Nico Pfennig, Mike Juchem, Thorsten Hanisch

Oben v.l. Gaspard Fehlinger, Marco Poetes, Kevin Leisch, Benjamin Krayer, Gürsel Boztas, Patrick Quednau, Malik Azahaf; mittlere Reihe v.L. Uwe Krüger (Betreuer), Frank Breidenbend (Geschäftsführer), Florent Muja, Patrick Dicke, Dominik Tiemeyer, Stephan Göckler und Martin Brinsa (Vorstand), Carsten Klohe (Trainer); vorne v.l. Marc Skoda, Michel Schülgen, Marcel Gehrlein, Malte Bayer, Nico Pfennig, Mike Juchem, Thorsten Hanisch

Bad Honnef | Wer beim FV Bad Honnef spielt, spielt mit grün-weißem Blut. Lothar Paulsen, Ex-Präsident des HFV, machte an seinem letzten Arbeitstag noch einmal deutlich, was einen Fußballer ausmacht, der seine Heimat an der Schmelztalstraße gefunden hat.

25 Spieler stark ist der Kader der Landesligamannschaft, 16 neue Akteure muss Trainer Carsten Klohe integrieren, darunter vier aus der Jugend des JFV Siebengebirge.

Beim ersten echten Härtetest, dem Pokalspiel gegen Siegburg, hatten die Honnefer das Nachsehen. 0:4 ging die Partie auf eigenem Platz verloren. Mittlerweile hat die Mannschaft zusammengefunden, zeigte gute Leistungen. Klohe: “Heute würden wir deutlich selbstbewusster gegen Siegburg auflaufen.”

Dennoch werden vermutlich in der neuen Saison die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Vorstandsmitglied Martin Brinsa: “Wir starten mit Demut in der Landesliga.” Das Ziel ist ein sicherer Tabellenplatz. Erst müsse sich die Mannschaft sportlich und der Verein finanziell konsolidieren. “In zwei bis drei Jahren gucken wir dann einmal weiter”, so Brinsa. Allerdings: Sollte dieses Jahr eine Sensation gelingen, würden sich die Verantwortlichen auch nicht gegen den Erfolg stellen.

Carsten Klohe gibt die Marschrichtung vor: Gesetzt sei kein Spieler. Der Wettbewerb kann beginnen. Zunächst allerdings ohne Benny Krayer und Malte Bayer. Beide fallen verletzungsbedingt noch eine Weile aus.

Dafür ist Thorsten Hanisch dabei. Der 40-jährige Routinier, der vom FV Endenich kam, soll die vielen jungen Spieler stützen. Eigentlich wollte er seine Karriere bereits an den Nagel hängen. Nun wird er sie voraussichtlich beim HFV beenden.

Wie das der langjährige Mannschaftskapitän Tobit Hogrebe getan hat. Hogrebe hat eine Arbeitsstelle in Hamburg gefunden. Seinen Job als Spielführer übernahm nun endgültig Kevin Leisch.

Am 20. August fährt der HFV zu einem weiteren Testspiel nach Bergheim und tritt dort gegen BC Viktoria Glesch/Paffendorf an. Eine Woche später, am 28.8.2017, beginnt dann die Meisterschaft. Erster Gegner der Grün-Weißen ist SC Bor. Lindenthal-Hohenlind. Die Begegnung wird um 15.30 Uhr in Hohenlind angepfiffen.

 

 

 

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