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Stadt Siebengebirge

Offener Brief des Stadtelternrats zur Gesamtschule Bad Honnef und Königswinter

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“Guten Tag meine Damen und Herren,

wir, der Stadtelternrat von Bad Honnef, haben das dringende Bedürfnis uns zum Thema „Gesamtschule und hier speziell: vertikale Lösung in Bad Honnef“ zu äußern. Wir glauben, es ist wichtig, dass Sie diese Problematik einmal aus dem Sichtwinkel von Eltern und nicht nur von Politkern sehen sollten.

Die Schullandschaft Bad Honnefs liegt seit Jahrzehnten schon im Schiefstand und aus dem leisen Wunsch einer neuen Schulform hier, wird mit mittlerweile ein lautes Wollen. Versuchen Sie uns bitte zu verstehen, ein Aspekt, warum wir hier dringend eine vertikale Lösung benötigen, liegt u.a. auch an der geographischen Lage von Bad Honnef. Wir bilden hier den letzten südlichen Zipfel von NRW. Wir grenzen an Rheinland-Pfalz und werden westlich vom Rhein abgeschnitten. Auch wie Bad Honnef verfügt unsere Nachbarstadt Königswinter über einen Tal- und einen Bergbereich, Dies bedeutet, dass es für die Schüler aus dem „Tal“, bei einer Gesamtschule in Oberpleis, immer zu erheblichen Anfahrtswegen kommt und das für mindestens 6 bis 9 Jahre! Muss das sein? Es entspricht nicht unserer Ansicht von Lebensqualität! Hätten wir eine Vertikallösung hier vor Ort könnten sowohl die Honnefer als auch die Königswinterer Schüler, die im Tal wohnen, zu Fuß bzw. mit dem Fahrrad ihren Schulweg bewältigen. Dies ist nicht nur umweltschützender, es stärkt auch das Heimatgefühl, das Verwurzelt sein. Dafür könnten die Aegidienberger Schüler mit den Königswinterer Berg-Schülern den kürzeren Weg nach Oberpleis nehmen. Sie sehen, unter dem Strich wäre beiden geholfen.

Ein weiterer für die Eltern sehr wichtiger Aspekt ist: Gibt es eine Garantie dafür, dass unsere Kinder in einer von der Stadt Königswinter betriebenen Gesamtschule überhaupt aufgenommen werden, wenn sie nicht eine gymnasiale Empfehlung vorweisen können. Aber da liegt ja der Knackpunkt. Die guten Schüler bekommen auch im Städtischen Gymnasium der Stadt Bad Honnef (SIBI) problemlos einen Platz, diese benötigen „Oberpleis“ gar nicht, aber was ist mit den anderen? Wenn diese nicht katholisch sind oder einfach etwas schwächer sind? Wir haben keine Alternative hier! Die privaten Realschulen dürfen sich aussuchen, wen sie nehmen. Und die restlichen Schüler?

Natürlich haben wir die Sekundarschule Konrad-Adenauer hier, die wirklich mit besten Wissen und Gewissen handelt, aber sie ist einfach nicht mehr zeitgemäß, wie die Nachfrage zeigt! Uns bestätigte ein Grundschulrektor, der Druck auf die Kinder wächst zusehend. Schon in der 2. Klasse!! spürt man den Druck, der von den Eltern auf das Kind übertragen wird. Wollen wir das wirklich weiterzulassen? Wohin soll das führen? Machen Sie dem ein Ende!

Wir müssen hier alle über den eigenen Schatten springen (in Bad Honnef und Königswinter), wenn wir an dem einen Ziel der Gesamtschule festhalten wollen und so dem Elternwillen gerecht werden möchten. Wir/Sie müssen kommunen- aber auch partei- und fraktionsübergreifend handeln zum Wohle der Schulentwicklung. Die historisch gewachsenen, aber auch die persönlichen Vorbehalte (menschlich aber auch ortsgebunden)
müssen zu Gunsten des langfristigen Ziels, der Errichtung einer gemeinsamen, aber auch finanzierbaren Gesamtschule, überwunden werden.

Entscheiden Sie sich jetzt und nicht morgen für eine gemeinsame Gesamtschule mit Standorten in Bad Honnef und Königswinter-Oberpleis! Nutzen Sie am 30.11.12 das Moderationsverfahren und finden für die beiden Städte eine gemeinsame Schullösung.

Es hört sich übereilt an, so schnell zu entscheiden und zu reagieren. Aber es stimmt nicht! Im Grunde ist es schon viel zu spät! Der Wunsch war, wie schon erwähnt, schon vor über 20 Jahren da und jetzt ist die Zeit reif!

Es grüßen Sie für die Vertikallösung in Bad Honnef kämpfende
Renate Künzel Dorothea Römer
(Vorsitzende des Stadtelternrates)

 

Weitere Empfänger dieses Schreibens:

  • die Bürgermeisterin der Stadt Bad Honnef Wally Feiden
  •  die Vorsitzenden der Fraktionen im Rat der Stadt Königswinter: Andreas Danne (Freie und LINKE Königswinter), Dr. Josef Griese(CDU), Jürgen Kusserow (SPD), Dietmar Rüsch (FDP), Claudia Owczarczak-Borowski (Bündnis90/Die Grünen), Michael Ridder (Freie Wähler Königswinter), Lutz Wagner (KöWI)
  •  die Vorsitzenden der Fraktionen im Rat der Stadt Bad Honnef: Karl-Heinz-Dißmann (BB), Sebastian Wolff (CDU), Klaus Munk (SPD), Rainer Quink (FDP), Michael Oswald (Bündnis90/Die Grünen), Manfred Rauw (FWG)
  •  der Vorsitzende des Ausschusses für Schule, Kultur und Städtepartnerschaft der Stadt Königswinter Thomas Koch
  •  die Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Sport, Kultur und Soziales der Stadt Bad Honnef Petra Kansy

27.11.2012

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Stadt Siebengebirge

Bürgermeister ehrte “Stadtradeln”-Sieger – 2.119 kg CO2-Emissionen eingespart

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(v.l.) Herr Fuß (1. Platz), Bürgermeister Otto Neuhoff, Herr Merke (2. Platz), Citymanagerin Miriam Brackelsberg | Foto: Klaus Linnig

Bad Honnef | Knapp 60 Radlerinnen und Radler haben dieses Jahr bei der erstmals auch in Bad Honnef laufenden Aktion “Stadtradeln” mitgemacht. Dabei wurden rund 14.925 km gestrampelt und 2.119 kg CO2-Emissionen eingespart. Damit hat Bad Honnef unter den teilnehmenden Kommunen im Rhein-Sieg-Kreis den vierten Platz (von 8) belegt.

Bei einem persönlichen Treffen gratulierten Bürgermeister Otto Neuhoff und Citymanagerin Miriam Brackelsberg den zwei erstplatzierten Radlern, die zwischen dem 27.08. und 16.09.2017 mit 864 und 831 km die längsten Strecken zurückgelegt hatten. Herr Fuß und Herr Merke nahmen im Rathaus als Preise für den 1. und 2. Platz Gutscheine für Bad Honnefer Fahrradgeschäfte entgegen. Der Drittplatzierte, Herr Bechtloff, wird aufgrund eines Urlaubs separat geehrt werden.

Bad Honnef hatte als Kommune nur eine ausreichende Bewertung (4,1) erhalten – verbunden mit einigen positiv herausstechenden Aspekten, die das Radeln in Bad Honnef aber dennoch attraktiv machen. So wurde die Vielzahl von Einbahnstraßen gelobt, die man als Radler auch gegen die Fahrtrichtung des Autoverkehrs nutzen kann. Auch sind die Ziele in der Innenstadt grundsätzlich gut erreichbar.

Neuhoff: “Der Zustand einiger Straßen, die auch vom Radverkehr genutzt werden, ist aus meiner Sicht ein Ärgernis. Da hier immer die Sicherheit eine große Rolle spielt, werden wir beispielsweise bei den betroffenen Landesstraßen mit Strassen.NRW klären müssen, wie hier Abhilfe geschaffen werden kann. Darüber hinaus fließen aber auch zahlreiche Anregungen und Notwendigkeiten wie mehr Radständer und eine Luftstation in der Innenstadt, sowie bessere Verkehrsführung und ein Ausbau des Radwegenetzes in das Stadtentwicklungskonzept ein.”

Beginnend mit der Ausarbeitung eines Radverkehrskonzeptes in der ersten Phase der Umsetzung (2018 bis 2020) sollen unter dem Leitziel “Weiterentwicklung und Qualifizierung des Verkehrsangebote im Umweltverbund Fußgänger/Radfahrer/ÖPNV” dann ab 2020 verschiedene Maßnahmen realisiert werden. In den kommenden Monaten ist zunächst geplant, sich in einer verwaltungsinternen Projektgruppe mit den vorzeitig umsetzbaren Maßnahmen zu beschäftigen. Hierbei ist auch die Einbindung des Verkehrsausschusses geplant.

 

Aus dem InHk:

Leitziel 12: Weiterentwicklung und Qualifizierung der Verkehrsangebote im Umweltverbund Fußgänger/ Radfahrer/ ÖPNV

–       Radabstelllplätze Bahnhof Rhöndorf (bis 2020)

–       Erstellung eines Radverkehrskonzeptes (bis 2020)

–       Ausbau Rheinradweg Rhöndorf/Rheinuferpark/Lohfeld/Fähre (ab 2020)

–       Ausbau Infrastruktur (Parkplätze, Ladeinfrastruktur etc. (ab 2020)

–       Anbindung Rhein-Stadt durch Brücke (ab 2020)

–       Ausbau/Umbau Saynscher Hof mit qual. Radstreifen (ab 2020)

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Stadt Siebengebirge

2797 Unterschriften von Gegnern einer möglichen Stadtgartenbebauung

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Bad Honnef | Immer wieder macht die Stadt neue Grünflächen aus, die zugunsten von Wohnraum versiegelt werden sollen. Aktuell ist der nicht angelegte Bereich des Stadtgartens ein großes Thema. In unmittelbarer Nähe zur B 42 kann sich die Stadt vorstellen, Häuser mit mietpreisgünstigen Wohnungen zu errichten.

Die Bürgerinitiative “Rettet den Stadtgarten” hat etwas dagegen und überreichte heute Bürgermeister Otto Neuhoff 2797 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern, die mit dieser Planung nicht einverstanden sind. Außerdem bekam Neuhoff die Ergebnisse einer Meinungsumfrage zur Bebauung und zur Stadtentwicklung zugestellt, “mit interessanten Vorschlägen”, wie Initiativensprecher Heinz Jacobs sagte.

Schon einmal setzte sich eine Bürgerinitiative für den Erhalt einer Grünfläche in Bad Honnef ein. Vor 29 Jahren reichten 1000 Unterschriften, um die Bebauung des Reitersdorfer Parks zu verhindern.

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Bad Honnef und Umgebung

Am 4. Oktober ist Welttierschutztag – Infostand vor “Fressnapf”

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Igel Ulli | Foto: Tierschutz Siebengebirge

Bad Honnef/Königswinter | Es geschieht fast täglich, dass die ehrenamtlichen Helfer des Tierschutz Siebengebirge ausrücken, um einem Tier in Not zu helfen.

Den Welttierschutztag möchte der Verein nutzen, allen interessierten Bürgern die Fakten rund um die Aktivitäten im örtlichen Tierschutz näher zu bringen. Die Tierschützer des Tierschutz Siebengebirge sind am Samstag, 30. September 2017, von 9 bis ca. 14 Uhr an ihrem Infostand vor dem Fressnapf in Bad Honnef gegenüber des HIT-Marktes anzutreffen.

Vor Ort ist ein Austausch mit den Tierfreunden möglich, eine Vielzahl an Tipps und Ratschlägen rund um das Thema „Tier und Tierschutz“ können eingeholt werden. Die ehrenamtlichen Helfer geben an diesem Tag auch gerne Hinweise, wie man selbst aktiv einen Beitrag zum Tierschutz leisten kann, so z.B. durch den Kauf von Bio-Eiern, durch eine Überwinterungshilfe für Igel oder durch Aufklärung über Pelz-, Daunen- und Thunfischprodukte.

Die Standbesucher dürfen sich wieder auf eine bunte Auswahl an selbstgebackenen Kuchen, frischen Waffeln und Kaffee freuen. Alle Verkäufe kommen zu 100% den Schützlingen des Vereins zugute. Ein Besuch am Stand lohnt sich immer – auch für die Vierbeiner.

Auch ein Besuch der Vereins-Internetseite lohnt sich immer, denn dort erfahren Tierschutz-interessierte Menschen, was im Verein aktuell passiert, welche Tiere ein Zuhause suchen, welche wichtigen Termine anstehen, wo Hilfe dringend nötig ist: www.tierschutz7gebirge.de und www.facebook.com/TierschutzSiebengebirge oder über die Hotline 0700 / 01230845. (AF)

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