Bad Honnef

Neues Gemälde im Trauzimmer der Stadt Bad Honnef von Alfred Kreutzberg

Bürgermeisterin Wally Feiden bedankte sich bei Alfred Kreutzberg für die Dauerleihgabe eines Gemäldes für das Trauzimmer im Rathaus.
Bürgermeisterin Wally Feiden bedankte sich bei Alfred Kreutzberg für die Dauerleihgabe eines Gemäldes für das Trauzimmer im Rathaus.

Bad Honnef. „Wenn die Mehrheit mein Bild wohlwollend ansieht, dann bin ich zufrieden“, sagte Maler Alfred Kreutzberg über sein Gemälde, das seit kurzem das Trauzimmer im Rathaus ziert. Bürgermeisterin Wally Feiden bedankte sich bei ihm im Namen der Stadt Bad Honnef für die Dauerleihgabe. Das Gemälde mit der Darstellung des Drachenfelses soll, so Kreutzberg, den Brautpaaren auf dem Weg in ein gemeinsames Leben alles Gute und Liebe wünschen.

Das Trauzimmer der Stadt Bad Honnef war seit 1983 bis auf die Bestuhlung gleich geblieben. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Standesamtes hatten angeregt, es attraktiver zu gestalten. Die weiße Büste der Mila Roeder, die vorher im Trauzimmer stand, wurde daher als Leihgabe ins Haus Gutenberg, dem Bad Honnefer Museum, Archiv und Kulturtreff, gegeben. Die Gründe dafür waren zum einen die Lebensgeschichte der Künstlerin Mila Roeder (1865-1887), die recht traurig ist, da sie kurz vor ihrer Hochzeit starb; zum anderen, weil es für die 200 Kilogramm schwere Büste während der Renovierungsarbeiten im Rathaus keinen dauerhaften Platz gibt. Auch das historische Gemälde wurde aus dem Trauzimmer entfernt und durch das neue farbenfrohe Bild von Alfred Kreutzberg ersetzt.

Kreutzberg erklärt gerne die dargestellten Motive des Gemäldes. Der Rabe mit dem Namen „AKM“ nach Kreutzbergs Vornamen Alfred Karl Maria ist sein Markenzeichen und rechts im Bild vor dem Drachenfels zu sehen. Er vereinigt drei Vögel in sich, und zwar den Spatz als Symbol für Humor, den Pelikan für Ruhe und den Raben für das nötige Rückgrat. Diese Eigenschaften sind selbstverständlich gut, um eine Ehe zu führen. Stockrosen, die so typisch für Bad Honnef sind, sind am Himmel angedeutet. Ein Herz symbolisiert Verliebtheit und ein Fisch steht für die Freiheit, die man auch in einer Zweierbeziehung braucht, um überleben zu können. Eine Gruppe Menschen sind die Gäste, die auf dem Weg zur Hochzeit sind.

Alfred Kreutzberg war leidenschaftlicher Sportler und schon in der Schule fiel sein künstlerisches Talent auf. Trotzdem hatte er sich für die juristische Laufbahn entschieden und es nicht bereut. Ein Freund hatte ihm dazu geraten, weil er doch einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn habe. Künstlerisch ist er ungemein produktiv, allein über die Feiertage an Pfingsten hat er 13 Bilder gemalt. Dann sei er glücklich, bescheinigte Kreutzberg. Wichtig ist ihm, auch einmal über sich selbst zu lachen und damit das zu relativieren, was passiert. Aus seiner Kreativität und seinen Gedanken zum Leben, die er in Gedichten festhält, schöpft er eine enorme Kraft.

Brautpaare und Hochzeitsgäste können sich beim Anblick des Gemäldes inspirieren lassen und so im Herzen ein bisschen von der Kunst Alfred Kreutzbergs mit nach Hause nehmen.

Foto/Text: Christine Pfalz

 

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  1. Büste der “ Mila Roeder “ im Trauzimmer

    Die Büste der Mila Roeder hat mir bei allem Aufnahmen,
    die ich von Brautpaaren gemacht habe,
    immer ein gutes Ambiente geboten.
    Es gab kaum ein Brautpaar, was ich vor dieser Büste fotografiert habe. Viele Fotos sind noch in meinem Archiv mit dieser Büste.
    Schade das so nach und nach alles “ Liebgewonnene “ verschwindet.
    Fotos – Gemälde sind natürlich auch nicht wegzudenken.
    aber kein Vergleich.
    Sollten da andere Gründe vorgelegen haben ?
    M.f.G.Helga Welter
    Betreibe seit mehr als 50 Jahren ein Fotogeschäft.

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