Vernetzen

Bad Honnef und Umgebung

LaGa: Carolin Dißmann vom Bürgerblock sieht enorme Potentiale für die Zukunft der Stadt

Beitrag

| am

Bad Honnef | Das LaGa-Fieber steigt. Am 13. Juni 2015 besucht NRW-Umweltminister Johannes Remmel die Stadt und spricht mit Bürgermeister Otto Neuhoff über zwei Themen: Den Standort Bad Honnef als Gastgeber der Landesgartenschau 2020 und die Öffnung des Mittelwegs in den Weinbergen.

Natürlich ist der Zuschlag für die LaGa nicht sicher. Mit Kamp-Lintfort und einem Zusammenschluss der Städte Herne, Castrop-Rauxel, Recklinghausen gibt es schwergewichtige Konkurrenz aus dem Ruhrgebiet und in Bad Honnef müssen noch Grundstücksfragen geklärt werden. Das ist erfahrungsgemäß im Nizza am Rhein nicht immer einfach.

Die größte Gartenschau-Euphorie ist zurzeit in Kamp-Lintfort zu spüren. Dort wollen sie jetzt auch ein LaGa-Lied auf den Weg bringen – Bad Honnef hat bereits eins fürs Warming-up:

Sogar einen städtischen Kommunikationschef für die Landesgartenschau in Bad Honnef und ein Unterstützungsgremium von zehn Honnefern gibt es überraschenderweise bereits. Kampf-Lintfort hat hingegen einen Förderkreis mit 200 Mitgliedern, darunter sind viele Vereinsvertreter.

Am interessantesten dürfte jedoch sein: Welche Bedeutung hat die Tatsache, dass alle Städte-Konkurrenten politisch SPD-dominiert sind, wie die Landesregierung, die letztlich das Geld gibt und die Entscheidung trifft?

Eins nach dem anderen. Erst einmal muss Bad Honnef seine Hausaufgaben machen. Honnef heute wollte von Haushaltsexpertin Carolin-Julia Dißmann vom Bürgerblock wissen:

Am 13.6. kommt Umweltminister Remmel nach Bad Honnef. Er führt u.a. Gespräche mit Otto Neuhoff wegen der LaGa und der Öffnung des Mittelwegs in den Weinbergen. Was erwarten Sie von dem Besuch?

Carolin-Julia Dißmann: Wir vom Bürgerblock begrüßen den Besuch von Umweltminister Remmel. Verbunden damit, setzen wir aber auch Hoffnungen und Erwartungen in diesen Termin.
Aus unserer Sicht kann er sich von einem idealen, zukünftigen LaGa-Gastgeber überzeugen und das enorme Potential, das in dieser unserer Heimat und den engagierten Menschen hier liegt, erleben. Wir erwarten ganz klar von allen Beteiligten, den Unmut der Bürger und Touristen über die Schließung des Mittelweges ernst zu nehmen. Es ist Aufgabe eines jeden Einzelnen, sich an einer konstruktiven Lösungssuche zur Öffnung zu beteiligen und nicht aufzugeben daran zu arbeiten – auch mit Blick auf die Bewerbung um die LaGa 2020. Konkret erwarten wir von Umweltminister Remmel, dass auch er seine Möglichkeiten ausschöpft, eine bürger- und touristenfreundliche Lösung zu finden.

Der Bürgerblock hat bisher alle Entscheidungen für eine LaGa-Bewerbungen mitgetragen. Bei welchem Restrisiko sagen Sie: Da mache ich nicht mehr mit?

Carolin-Julia Dißmann: Wenn durch eine LaGa die Stadt Bad Honnef finanziell langfristig nachhaltig Schaden nehmen würde. Aber lassen Sie uns festhalten: Wir haben bisher alle Entscheidungen deshalb gern mitgetragen, weil wir davon überzeugt sind, dass eine Bewerbung um die LaGa und später dann auch hoffentlich die Umsetzung der Gartenschau, enorme Potentiale für unsere Zukunft der Stadt birgt. Neben den wirtschaftlichen und touristischen Aspekten hätte sie sicherlich auch langfristig gesehen positive Auswirkungen auf die finanzielle Entwicklung. Lassen Sie uns positiv nach vorne blicken und das Projekt mit allen Kräften unterstützen.

Ohne Stadtentwicklungskonzept keine LaGa – Achten Sie darauf, dass bei der Stadtentwicklung auch die Bedürfnisse der Jugend und der Menschen mit Behinderungen ausreichend berücksichtigt werden?

Carolin-Julia Dißmann: Klar, LaGa ohne Stadtentwicklungskonzept ist wie Topf ohne Deckel. Die nachhaltige Entwicklung von Bad Honnef hängt von einer zukunftsorientierten Gestaltung unserer Infrastruktur, eingebettet in ein Gesamtkonzept, in ein Stadtentwicklungskonzept ab. Neben Verkehrslösungen und Quartiersnahversorgung, ist der Zuzug von jungen Familien in bezahlbaren Wohnraum erste Priorität. Damit verbunden ist selbstverständlich, dass Kinder und Jugendliche sich entfalten können. Klare Beantwortung Ihrer Frage: Ja die Bedürfnisse von beiden genanntenGruppen müssen berücksichtigt werden. Konkret meinen wir damit: dort wo Familien hinziehen, müssen auch Aufenthaltsplätze geschaffen werden. Im Honnefer Süden, auf der Insel, in Aegidienberg etc. Da unsere sachkundige Bürgerin im Jugendhilfeausschuss selbst eine Behinderung hat, können Sie davon ausgehen, dass wir hier besonderes Verständnis haben und Ideen auch einbringen werden. Ebenso stehen wir dafür, dass kreative Wohnideen für Senioren wie Mehrgenerationenwohnen und sozialer Wohnungsbau umgesetzt werden sollten. Dies alles, lässt sich aus Sicht des Bürgerblocks im Honnefer Süden realisieren. Die Finanzierung ist unserer Meinung nach gesichert durch Auflösung stiller Reserven bei den Beteiligungsgesellschaften. Eine weitere Verdichtungsbebauung führt zum totalen Verkehrskollaps in Bad Honnef.

Das Konzept der LaGa kann nur umgesetzt werden, wenn Eigentümer von Grund und Boden mitziehen. Wird der Bürgerblock die Stadt dabei unterstützen, dass die Verhandlungen zu einem positiven Verlauf führen?

Carolin-Julia Dißmann: Ja, das werden wir im Rahmen unserer Möglichkeiten tun, in dem wir Menschen aus unserem Netzwerk und Umfeld davon mit guten Argumenten überzeugen werden, dass es sich hierbei um ein zukunftsträchtiges Projekt handelt, das es gilt zu unterstützen, weil es einen Mehrwert für uns alle und für die Stadt verspricht.

Noch etwas: Befindet sich der Bürgerblock generationenmäßig immer noch in einem Umbruch oder ist der jetzt vollzogen?

Carolin-Julia Dißmann: In einer bürgerlichen, unabhängigen Wählergemeinschaft ist das Thema generationenübergreifende Zusammenarbeit seit 54 Jahren gelebte Praxis. Das heißt, die älteren Mitstreiter bringen ihre Lebenserfahrung, die jüngeren Akteure neue Ideen mit ein und das Ergebnis lässt sich unserer Ansicht nach sehen.

Weiterlesen
Anzeigen
Einen Kommentar verfassen

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bad Honnef und Umgebung

Patronatstag als Bekenntnis zu sozialer Mitmenschlichkeit und gelebter Tradition

Beitrag

| am

Foto: Stephan Elster mit Schützennachwuchs | Foto: St. Sebastianus

Bad Honnef | Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft beruft sich auf das Gründungsjahr 1325 und gehört zu den ältesten Bruderschaften in Deutschland. „Das verpflichtet“, so Präsident Stephan Elster in seiner Festrede anlässlich des Patronatstages im Hotel Seminaris.

Die Pflege von Traditionen und Bräuchen ist ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung des kulturellen Erbes und zur Verbindung zwischen den Generationen. Flagge zeigen und sich engagieren ist in unserer heutigen multimedialen Welt eine Tugend, die es zu pflegen und zu bewahren gilt, so Elster weiter.

Geehrt wurden an diesem Tag auch Sebastianer, die sich seit vielen Jahren engagieren. Seit 70 Jahren ist Karl-Josef Jakobs Mitglied der Bruderschaft. Ehrenpräsident Rolf Menzel würdigte das Wirken Jakobs. Als langjähriger Festausschuss-Vorsitzender hat er das 675-jährige Jubiläum vorbereitet.

Die Goldene Ehrennadel mit Juwelen konnte Elster an Rolf Bendels, Rolf Kolfenbach, Rolf Menzel, Peter Raths und Heinz Römerscheidt übergeben.

Freuen konnte sich die Bruderschaft auch über eine großzügige Spende, so dass für die Jugend eine neue Luftpistole gekauft werden konnte. (CK)

 

Weiterlesen

Aegidienberg

Neues vom VFF-Franziskushaus – Förderverein wählte Vorstand

Beitrag

| am

Geburtstagskind Peter Efferoth (l.) freut sich mit Helga Bauer – Pflegedienstleiterin im Franzikushaus, über die hohe Spendensumme | Foto: Frank-D. Hilfert

Bad Honnef-Aegidienberg | Bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins für das Franziskus-Hauses standen  wieder Vorstandwahlen auf dem Programm. Dabei wurde das Team um einen zusätzlichen Beisitzerposten aufgestockt.

Praktisch ist der alte auch der neue Vorstand: Günter Klein (1. Vors.), Karl-Ludwig Klostermann (2. Vors.), Ingrid Hülder (Geschäftsführung), Frank Hünninghaus (Kassierer), Beisitzerin: Dr. Sylvia Wesser, Dieter Bayer sowie Ulrike Baehr als Heimleiterin.

Ziel des Fördervereins ist es, den Senioren im Franziskus-Haus immer wieder ein paar schöne Stunden zu bereiten.

Vom VFF wurden im vergangenen Jahr gleich zwei Gasgrills gekauft, damit auch größere Gruppen der Bewohner vom Team um Stift-Leiterin Ulrike Baehr gleichzeitig mit leckerem Grillgut versorgt werden können. Ferner beschaffte der Förderverein mehrere Bierzelt-Garnituren für den Innenhof des Hauses.

Der VFF unterstützt das Franziskus-Haus selbstverständlich auch bei Festen, die im Jahreszyklus des Seniorenheims immer wiederkehren: am 30. April “Maibaum setzen”, im Juni das Sommerfest und am Kirmes-Dienstag die “Rievkooche-Kirmes” im Hause.

Bei all diesen Veranstaltungen sorgt schon seit vielen Jahren das Duo Bergkristall für die musikalische Begleitung. Die Kosten trägt ebenfalls der Förderverein. Den beiden Musikern Ewald Ditscheid und Rainer Jungblut aus Buchholz ist es immer wieder ein Anliegen, an Heiligabend für die Bewohner Weihnachtslieder zu spielen – kostenlos.

Ein ganz besondere Unterstützung bekam der Förderverein in diesem Jahr von Peter Efferoth. Anlässlich seines 60. Geburtstags Ende Dezember letzten Jahres hatte der “Aegidienberger Sankt Martin” viele Gäste eingeladen. Sie bat er um eine Spende für den VFF Franziskus-Haus. So konnte Efferoth im Januar 2018 dem Förderverein eine vierstellige Summe für die Senioren zur Verfügung stellen. Geschäftsführerin Ingrid Hülder: “Wir haben uns riesig gefreut, damit hatten wir nicht gerechnet. Vielen Dank, lieber Peter!!”

Unter der Telefon-Nummer 02224 / 89647 kann jeder Interessierte beim Vorstand mehr über die Arbeit des VFF Franziskus-Haus erfahren und ggf. seine Mithilfe anbieten, denn “helfende Hände” werden dort immer gerne gesehen.

Weiterlesen

Bad Honnef und Umgebung

Deutschsprachkurs für Frauen mit ausländischer Muttersprache

Beitrag

| am

Bad Honnef | Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bad Honnef bietet in Kooperation mit der Volkshochschule Siebengebirge einen Deutschsprachkurs (Fortgeschrittene) für ausländische Frauen an. Sowohl praxisorientiert am Beispiel von Alltagssituationen als auch durch Grammatikübungen wird die deutsche Sprache erlernt. Das Kursprogramm beinhaltet auch Informationen zur Integration.

Der Kurs mit der bewährten Lehrerin Charlotte Gracher beginnt am Mittwoch, den 31. Januar 2018 und endet am Freitag, den 23. März 2018. Er findet an 15 Unterrichtstagen jeweils mittwochs und freitags in der Zeit von 9.30 Uhr bis 11:00 Uhr im Rathaus der Stadt Bad Honnef, Rathausplatz 1, Raum 001, statt.

Die Kosten betragen 60,00 Euro (bei mindestens 10 Personen). Eine Befreiung von der Zahlung der Kursgebühr ist nach Absprache durch die Gleichstellungsbeauftragte möglich. Kleinkinder, die ohne Betreuungsmöglichkeit sind, können in den Kurs gerne mitgebracht werden.

Nach Absolvierung des Kurses wird die Teilnahme an einem Regelsprachkurs oder einem Integrationskurs bei der Volkshochschule Siebengebirge empfohlen.

Eine Anmeldung ist erforderlich und wird erbeten an die Stadtverwaltung Bad Honnef: Iris Schwarz, Gleichstellungsbeauftragte, Rathausplatz 1, 53604 Bad Honnef, Telefon 02224/184-140 oder E-Mail iris.schwarz@bad-honnef.de.

Weiterlesen

Werbung

wimmeroth_logo

Anzeige-Brunnencafe

brückenhofmuseum

fernsehdoktor

Blog via E-Mail abonnieren

Gib deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.
 

Kommentare

Oft angeklickt