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Stadt Siebengebirge

Krüper im Scheinwerferlicht des Fernsehstudios

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Bettina Stritz und Jörg Haselier

Bettina Stritz und Jörg Haselier in der Rhöndorfer Heimatstube

Am Ostermontag, 21.04., 21.50 Uhr, wird die beliebte SWR-Ratesendung “Sag´ die Wahrheit” ausgestrahlt und mit dabei sind an diesem verlängerten Feiertagswochenende Hühner, ohne die der Osterhase, nichts zu verstecken hätte. Damit nicht genug, es sind Hühner der rund 600 Jahre alten Rasse Krüper, die auf der Roten Liste stehen und extrem vom Aussterben bedroht sind.

Bettina Stritz

Bettina Stritz mit Hahn Wastl

Die Krüper sind eine kurzläufige Landhuhnrasse, die aus dem Bergischen Land und dem Westfälischen stammt. Vom gesperberten Farbschlag, um den es hier geht, gab es 2009 noch sieben Hähne und 28 Hennen. 2010 hat der Rhöndorfer Jörg Erich Haselier einen Stamm dieser Tiere (ein Hahn, zwei Hennen) vom renommierten Erhaltungszüchter Erich Lindsiepe aus St. Augustin-Hangelar erhalten. Seit dieser Zeit hält und züchtet seine Partnerin Bettina Stritz in Schwäbisch Gmünd in idyllischer Ortsrandlage diese so selten gewordene Hühnerrasse.

Jörg Haselier

“Stallknecht” Haselier mit eintägigem Küken

“Ich bin Bettina Stritz und züchte Hühner.” So beginnt der Auftritt dreier Frauen, die in der Show von sich behaupten, Züchterin dieser seltenen Rasse zu sein. Hühnerzüchterin? Das ist ebenfalls eine seltene Angelegenheit und eine Freizeitbeschäftigung die traditionellerweise eher Männer begeistert, aber in den Wohnorten immer weniger geworden ist. “Das ist doch schon erstaunlich: das Geräusch eines Laubbläsers ist bei sehr vielen Zeitgenossen akzeptierter als ein Hahnenschrei”, stellt Bettina Stritz fest, die den ländlichen Lebensstil propagiert.

Das prominente Rateteam muss in der SWR-Sendung durch geschicktes Nachfragen herausfinden, wer die wirkliche Bettina Stritz ist. Mit im Baden-Badener Studio waren Hahn “Wastl” und zwei Krüperhennen zur lebendigen Anschauung. “Das, den Transport und die auswärtige Übernachtung wollte ich den Tieren anfangs ersparen. Aber der SWR hat mir eine großzügige Unterbringung zugesagt und eigens für die Sendung einen Hühnerauslauf gebaut”, lacht die Züchterin. Sie seien dann im Studio die Ruhe selbst gewesen. So viel sei schon verraten: das Rateteam hatte es schwer.

Bei der Öffentlichkeitsarbeit für die Rasse gehe es Bettina Stritz vor allem darum, den Menschen bewusst zu machen, wie sehr sich das Leben im Dorf und in den Ortsrandlagen geändert hat und dass es doch dazugehören sollte, Hühner halten zu können. Auch sollen mehr Menschen sollen für die Herkunft von Eiern und Hühnerfleisch und die Auseinandersetzung mit der Massentierhaltung interessiert werden. Die schmackhaften weißen Eier wissen im Übrigen auch einige Bad Honnefer zu schätzen, die keine anderen mehr wollen.

Neben der Freude am tierischen Produkt findet die Krüperzüchterin aber auch Entspannung bei der Beobachtung ihrer Tiere. “Wir sind gemeinsam auf Krüper-Mission”, unterstützt Jörg Erich Haselier augenzwinkernd. Dazu gehöre die Teilnahme an öffentlichen Tagen bedrohter Haustierrassen in Freilichtmuseen und der Kontakt zu anderen Züchtern rarer Rassen im ganzen Land.

Der Stall ihrer Hühner ist umgeben von einer Streuobstwiese, die nicht gemäht werden muss und abblühen kann. Da gibt es reichlich zu scharren. In diesem Jahr hatte sie bereits vier erfolgreiche Bruten ihrer seltenen Rasse und am Osterwochenende schlüpfen weitere Küken. Das führte seit letztem Jahr dazu, dass sie erstmals Zuchttiere abgeben konnte und weitere Liebhaber für diese Tiere gewinnen konnte, darunter ein anerkannter Arche-Bauernhof mit vier alten Haustierrassen.

Von regelmäßigen Aufenthalten im Siebengebirge und am Rhein indessen halten die Hühner Bettina Stritz nicht ab: “Mein Vater liebt die Tiere und meine Züchterkollegen sind immer hilfsbereit. Da ist auch Zeit für Rhöndorf und Umgebung”, sagt sie lächelnd.

Die Kategorie “extrem gefährdet” der Krüper und die anderen bedrohten Hühnerrassen im Vergleich sind auf folgendem Link dargestellt: Die rote Liste

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Stadt Siebengebirge

Sturmtief Friederike schlägt zu – Feuerwehr im Dauereinsatz – Auto unter Zeder begraben

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Bad Honnef | Sturmtief “Friedrike” schlägt in Bad Honnef mächtig zu. Die Freiwillige Feuerwehr ist im Dauereinsatz. Zurzeit ist sie an 20 verschiedenen Stellen tätig, berichtet Pressesprecher Björn Haupt. Das Schmelztal sei zurzeit gesperrt.

Die abgebrochene Spitze einer Zeder hat einen Wagen auf dem Parkplatz der Grundschule am Reichenberg unter sich begraben. Menschen wurden zum Glück nicht verletzt. Der städtische Bauhof leitet derzeit Aufräumarbeiten ein, der Bereich ist abgesperrt.

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Stadt Siebengebirge

Friedhöfe gesperrt – DB fährt nicht

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Bad Honnef | Wegen Sturmtief “Friederike” hat die Stadt bereits den Alten Friedhof und den Waldfriedhof in Bad Honnef gesperrt. Der Zutritt ist verboten. Der Neue Friedhof wird ab 13:30 Uhr gesperrt sein.

Die Deutsche Bahn teilte mit, dass sie sämtlichen Zugverkehr in NRW wegen des Sturms eingestellt hat.

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef veröffentlichte eine Warung des Deutschen Wetterdienstes. Demnach können orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten bis 115 km/h aus westlicher Richtung auftreten. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen müsse mit Orkanböen bis 130 km/h gerechnet werden.

 

 

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Bad Honnef und Umgebung

Bürgerinnen und Bürger gesucht, die sich Gedanken machen über Sinn und Zweck von Strafe

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Bad Honnef | Der Präsident des Landgerichts Bonn sucht für die Zeit vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2023 Erwachsenenschöffinnen und -schöffen für die Strafkammern beim Landgericht Bonn sowie das Amtsgericht Bonn (gemeinsames Schöffengericht Bonn und Königswinter).

Als ehrenamtliche Richterinnen und Richter nehmen Schöffinnen und Schöffen aktiv an Strafprozessen teil und wirken dabei mit gleichem Stimmrecht wie die Richterinnen und Richter an der Urteilsbildung mit.

Die Bewerberinnen und Bewerber werden in eine Vorschlagsliste aufgenommen, die durch den Rat der Stadt Bad Honnef beschlossen und an das Amtsgericht Königswinter weitergeleitet wird. Die Wahl der Schöffinnen und Schöffen erfolgt dann von dort durch den Schöffen-Wahlausschuss. Das Ergebnis der Wahl wird dem Landgericht Bonn mitgeteilt.

Voraussetzungen:

Gesucht werden Bewerberinnen und Bewerber, die in der Gemeinde wohnen und am 01.01.2019 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt sein werden. Wählbar sind deutsche Staatsangehörige, die die deutsche Sprache ausreichend beherrschen. Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen wen ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat schwebt, die zum Verlust der Übernahme von Ehrenämtern führen kann, ist von der Wahl ausgeschlossen. Auch hauptamtlich in oder für die Justiz Tätige (Richter, Rechtsanwälte, Polizeivollzugsbeamte, Bewährungshelfer, Strafvollzugsbedienstete usw.) und Religionsdienerinnen und -diener sollen nicht zu Schöffinnen und Schöffen gewählt werden.

Anforderungen

Schöffinnen und Schöffen müssen ihre Rolle im Strafverfahren kennen, über Rechte und Pflichten informiert sein und sich über die Ursachen von Kriminalität und den Sinn und Zweck von Strafe Gedanken gemacht haben. Sie müssen bereit sein, Zeit zu investieren, um sich über ihre Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten weiterzubilden.

Schöffinnen und Schöffen sollten über soziale Kompetenzen verfügen, durch die sie das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können. Von ihnen werden Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erwartet. Die Lebenserfahrung, die eine Schöffin oder ein Schöffe mitbringen muss, kann aus beruflicher Erfahrung und/oder gesellschaftlichem Engagement resultieren. Dabei steht nicht der berufliche Erfolg im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung, die im Umgang mit Menschen erworben wurde. Das verantwortungsvolle Amt einer Schöffin oder eines Schöffen verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und – wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes – gesundheitliche Eignung. Juristische Kenntnisse irgendwelcher Art sind für das Amt nicht erforderlich.

Benötigte Personalangaben

Für die Aufnahme in die Vorschlagsliste und die vom Amtsgericht einzuholende Auskunft aus dem Bundeszentralregister werden folgende Personalangaben benötigt: Familienname, Vorname(n), ggf. Geburtsname, Geburtsort (bei kreisangehörigen Orten in der Bundesrepublik mit der Angabe des Kreises, bei nicht in der Bundesrepublik gelegenen Orten mit der Angabe des Landes), Tag der Geburt, Beruf (bei Bediensteten des öffentlichen Dienstes auch Angabe des Tätigkeitsbereiches) sowie die Anschrift der vorgeschlagenen Person. Entsprechende Antragsvordrucke sind bei der Verwaltung erhältlich und können auf Anfrage auch elektronisch oder auf dem Postweg übersandt werden.

Informationen und Auskunft

Weitere Informationen können über das Schöffenamt können im Internet unter www.schoeffenwahl.de abgerufen werden. Bürgerinnen und Bürger richten ihre Bewerbung bitte bis zum 21. Februar 2018 an die Stadt Bad Honnef, Fachdienst Ordnung, Rathausplatz 1, 53604 Bad Honnef. Ansprechpartnerin bei Rückfragen ist Annette Engels, Zimmer 012, Telefon 02224/184-158, E-Mail annette.engels@bad-honnef.de. Dort können auch entsprechende Antragsvordrucke angefordert werden.

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