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Stadt Siebengebirge

Jugendamt Bad Honnef entwickelte mit Kreisjugendamt Rahmenkonzept für Vollzeitpflege

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Fachbereichsleiterin Marion Kramer im Jugendamt der Stadt Bad Honnef

Marion Kramer, Fachbereichsleiterin im Jugendamt der Stadt Bad Honnef

Bad Honnef/Rhein-Sieg-Kreis | Schnelle und kompetente Hilfe des Jugendamtes ist dringend erforderlich, wenn Kinder und Jugendliche nicht mehr in der eigenen Familie leben können. Dann gilt es, nach sorgfältiger Prüfung und Auswahl, eine geeignete Pflegefamilie zu finden, in der Kinder zeitlich befristet oder aber auf Dauer einen neuen Lebensmittelpunkt finden.

Das Jugendamt des Rhein-Sieg-Kreises und die Jugendämter der Städte Bad Honnef, Königswinter, Lohmar, Sankt Augustin und Siegburg haben in ihrem regionalen Arbeitskreis „Vollzeitpflege“ eine Rahmenkonzeption entwickelt, in der gemeinsame fachliche Qualitätsstandards festgeschrieben sind und eine Vernetzung angestrebt wird. Oberste Priorität – und zwar über die jeweiligen Zuständigkeiten hinaus – hat das Wohl des Pflegekindes. „Eine Aufgabe, die wegen der betroffenen Schutzgüter größte Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein von den Jugendamtsmitarbeiterinnen und –mitarbeitern verlangt. Ich danke ihnen deshalb für ihre tägliche Arbeit, die immer im Spannungsfeld zwischen dem Eingriff in das Elternrecht und dem Schutzbedürfnis für die Kinder steht, aber auch den Pflegeeltern, die den betroffenen Kindern die Beständigkeit einer Familie bieten. Sie alle stellen sich in den Dienst der Kinder“, so Landrat Frithjof Kühn anlässlich der öffentlichen Präsentation der Rahmenkonzeption gestern (08.01.2013) im Siegburger Kreishaus.

Zuständig für das Jugendamt der Stadt Bad Honnef ist Fachbereichsleiterin Marion Kramer. Sie hat an dem Konzept mitgearbeitet und wird die Aufgaben demnächst an eine neue Kollegin übergeben.

Die fachlichen Standards, auf die sich die Beteiligten in der Rahmenkonzeption geeinigt haben, beziehen sich auf den gesamten Prozess der Hilfeleistung beginnend beim Bewerbungsverfahren über die tatsächliche Vermittlung des Pflegekindes in die Pflegefamilie bis hin zum Hilfeplanverfahren während des Aufenthaltes in der Pflegefamilie. Die Rahmenkonzeption gibt Antworten auf eine Vielzahl von Fragen. Welche Anforderungen muss eine Pflegefamilie erfüllen? Welche Inhalte hat der Bewerberkurs der Pflegeeltern? Wie wird die Vermittlung eines Pflegekindes vorbereitet und durchgeführt? Wie erfolgt die laufende Betreuung von Familie und Pflegekind? Wie wird die Rückkehr zur leiblichen Familie gestaltet? Die Qualitätsstandards stellen hohe Anforderungen an die beteiligten Jugendämter und dienen als Rahmen bei der Gestaltung und Personalbemessung des eigenen Jugendamtes. „Das Pflegekind muss im Mittelpunkt aller unserer Bemühungen stehen“, so Kreisjugenddezernent Thomas Wagner.

Die Vollzeitpflege kann sowohl zeitlich befristet als auch auf Dauer angelegt sein. Während der gesamten Dauer gestalten die Fachkräfte der Kooperationsgemeinschaft Vollzeitpflege den Prozess für alle Beteiligten transparent und verbindlich.

Sie stehen insbesondere auch den Pflegeeltern mit Rat und Tat zur Seite, die eine äußerst wertvolle verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen. Sie geben Kindern, die nicht in ihrer Herkunftsfamilie aufwachsen können, die Chance auf intensive Bindung, Vertrauen und positive Familienerfahrung. Für diese Herausforderung sind Verständnis und Geduld, aber auch qualifizierte Vorbereitung und Begleitung dringend erforderlich. „Wir benötigen immer wieder Menschen, die sich als Pflegefamilien zur Verfügung stellen und ich ermuntere alle Interessierten sich mit den Ansprechpartnerinnen und –partnern in Verbindung zu setzen“, sagt Thomas Wagner.

Ansprechpartnerinnen und -partner „Vollzeitpflege“ der örtlichen Jugendämter:

Marion Kramer, Jugendamt Bad Honnef, Telefon 02224-184271

Claudia Dangl, Jugendamt Königswinter, Telefon 02244-8895319

Tamara Ameis, Jugendamt Lohmar, Telefon 02246- 15354

Annette Pradl, Jugendamt Niederkassel, Telefon 02208- 9466446

Andreas Schneider, Jugendamt Niederkassel, Telefon 02208 – 9466450

Edelgard Eßer, Jugendamt Sankt Augustin, Telefon 02241-243456

Petra Rogozinski, Jugendamt Siegburg, Telefon 02241- 102827

(rl)

 

Foto: Christian Schwier/honnefshopping.de

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Stadt Siebengebirge

Sturmtief Friederike schlägt zu – Feuerwehr im Dauereinsatz – Auto unter Zeder begraben

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Bad Honnef | Sturmtief “Friedrike” schlägt in Bad Honnef mächtig zu. Die Freiwillige Feuerwehr ist im Dauereinsatz. Zurzeit ist sie an 20 verschiedenen Stellen tätig, berichtet Pressesprecher Björn Haupt. Das Schmelztal sei zurzeit gesperrt.

Die abgebrochene Spitze einer Zeder hat einen Wagen auf dem Parkplatz der Grundschule am Reichenberg unter sich begraben. Menschen wurden zum Glück nicht verletzt. Der städtische Bauhof leitet derzeit Aufräumarbeiten ein, der Bereich ist abgesperrt.

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Stadt Siebengebirge

Friedhöfe gesperrt – DB fährt nicht

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Bad Honnef | Wegen Sturmtief “Friederike” hat die Stadt bereits den Alten Friedhof und den Waldfriedhof in Bad Honnef gesperrt. Der Zutritt ist verboten. Der Neue Friedhof wird ab 13:30 Uhr gesperrt sein.

Die Deutsche Bahn teilte mit, dass sie sämtlichen Zugverkehr in NRW wegen des Sturms eingestellt hat.

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef veröffentlichte eine Warung des Deutschen Wetterdienstes. Demnach können orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten bis 115 km/h aus westlicher Richtung auftreten. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen müsse mit Orkanböen bis 130 km/h gerechnet werden.

 

 

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Bad Honnef und Umgebung

Bürgerinnen und Bürger gesucht, die sich Gedanken machen über Sinn und Zweck von Strafe

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Bad Honnef | Der Präsident des Landgerichts Bonn sucht für die Zeit vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2023 Erwachsenenschöffinnen und -schöffen für die Strafkammern beim Landgericht Bonn sowie das Amtsgericht Bonn (gemeinsames Schöffengericht Bonn und Königswinter).

Als ehrenamtliche Richterinnen und Richter nehmen Schöffinnen und Schöffen aktiv an Strafprozessen teil und wirken dabei mit gleichem Stimmrecht wie die Richterinnen und Richter an der Urteilsbildung mit.

Die Bewerberinnen und Bewerber werden in eine Vorschlagsliste aufgenommen, die durch den Rat der Stadt Bad Honnef beschlossen und an das Amtsgericht Königswinter weitergeleitet wird. Die Wahl der Schöffinnen und Schöffen erfolgt dann von dort durch den Schöffen-Wahlausschuss. Das Ergebnis der Wahl wird dem Landgericht Bonn mitgeteilt.

Voraussetzungen:

Gesucht werden Bewerberinnen und Bewerber, die in der Gemeinde wohnen und am 01.01.2019 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt sein werden. Wählbar sind deutsche Staatsangehörige, die die deutsche Sprache ausreichend beherrschen. Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen wen ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat schwebt, die zum Verlust der Übernahme von Ehrenämtern führen kann, ist von der Wahl ausgeschlossen. Auch hauptamtlich in oder für die Justiz Tätige (Richter, Rechtsanwälte, Polizeivollzugsbeamte, Bewährungshelfer, Strafvollzugsbedienstete usw.) und Religionsdienerinnen und -diener sollen nicht zu Schöffinnen und Schöffen gewählt werden.

Anforderungen

Schöffinnen und Schöffen müssen ihre Rolle im Strafverfahren kennen, über Rechte und Pflichten informiert sein und sich über die Ursachen von Kriminalität und den Sinn und Zweck von Strafe Gedanken gemacht haben. Sie müssen bereit sein, Zeit zu investieren, um sich über ihre Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten weiterzubilden.

Schöffinnen und Schöffen sollten über soziale Kompetenzen verfügen, durch die sie das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können. Von ihnen werden Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erwartet. Die Lebenserfahrung, die eine Schöffin oder ein Schöffe mitbringen muss, kann aus beruflicher Erfahrung und/oder gesellschaftlichem Engagement resultieren. Dabei steht nicht der berufliche Erfolg im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung, die im Umgang mit Menschen erworben wurde. Das verantwortungsvolle Amt einer Schöffin oder eines Schöffen verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und – wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes – gesundheitliche Eignung. Juristische Kenntnisse irgendwelcher Art sind für das Amt nicht erforderlich.

Benötigte Personalangaben

Für die Aufnahme in die Vorschlagsliste und die vom Amtsgericht einzuholende Auskunft aus dem Bundeszentralregister werden folgende Personalangaben benötigt: Familienname, Vorname(n), ggf. Geburtsname, Geburtsort (bei kreisangehörigen Orten in der Bundesrepublik mit der Angabe des Kreises, bei nicht in der Bundesrepublik gelegenen Orten mit der Angabe des Landes), Tag der Geburt, Beruf (bei Bediensteten des öffentlichen Dienstes auch Angabe des Tätigkeitsbereiches) sowie die Anschrift der vorgeschlagenen Person. Entsprechende Antragsvordrucke sind bei der Verwaltung erhältlich und können auf Anfrage auch elektronisch oder auf dem Postweg übersandt werden.

Informationen und Auskunft

Weitere Informationen können über das Schöffenamt können im Internet unter www.schoeffenwahl.de abgerufen werden. Bürgerinnen und Bürger richten ihre Bewerbung bitte bis zum 21. Februar 2018 an die Stadt Bad Honnef, Fachdienst Ordnung, Rathausplatz 1, 53604 Bad Honnef. Ansprechpartnerin bei Rückfragen ist Annette Engels, Zimmer 012, Telefon 02224/184-158, E-Mail annette.engels@bad-honnef.de. Dort können auch entsprechende Antragsvordrucke angefordert werden.

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