Ist es nicht ok, wenn ein Unternehmer in Projekte seiner Wahl investiert?

Vorsitzender des BÜRGERBLOCK: Christoph Kramer

Vorsitzender des BÜRGERBLOCK:
Christoph Kramer

Bad Honnef | In dieser Woche wurde bekannt, dass  sich Hermann Nolden, langjähriger Pächter des Biergartens auf der Insel Grafenwert, Ende 2013 neu bewerben muss, wenn er weiter Bier auf der Insel ausschenken möchte. Die Stadt hat den Pachtvertrag gekündigt.

Es sei auch Wunsch der Kommunalpolitik, nach neuen Lösungen der Bewirtschaftung zu suchen, hieß es in der Begründung der Verwaltung. Hintergrund könnte eine Aktivierung des Tourismus in Bad Honnef sein. Bemängelt wurde, dass das Café und Restaurant, das Nolden neben dem Biergarten betreibt, mehrere Monate geschlossen war.

Als bislang einzige Partei distanzierte sich der BÜRGERBLOCK von dieser Entscheidung. honnefshopping.de fragte den Parteivorsitzenden Christoph Kramer, warum er dafür ist, dass alles beim Alten bleibt.

 

honnefshopping.de: 26 Jahre Pacht sind eine lange Zeit. Hat sich der Biergarten nach Ihren Vorstellungen entwickelt?
Christoph Kramer: Wie schon in der HWZ veröffentlicht, hat sich unser Statement zu dem Inselcafé nicht geändert. Der Biergarten ist und war immer eine wunderbare Anlaufadresse auf der Insel Grafenwerth. Wir kennen und schätzen ihn seit nunmehr 26 Jahren.

Offensichtlich wurde ein großer Teil der Erlöse in elitäre Projekte außerhalb von Bad Honnef investiert. Ärgert Sie das als Stadtpolitiker?
Finden Sie es nicht in einer freien Marktwirtschaft in Ordnung, wenn ein Unternehmer seine Erlöse in Projekte seiner Wahl investiert? Ich freue mich, wenn Menschen lange Jahre erfolgreich ihr Geschäft betreiben.

Im Leitbild oder in den kommunalpolitischen Zielen des BÜRGERBLOCKS kommt Tourismus nicht vor. Ein Versehen?
Tourismus ist für uns bei einer funktionierenden Wirtschaftsförderung in der Stadt ein weiterer Faktor, um Bad Honnef zu beleben. Deswegen handelt es sich um kein Versehen.

 

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Kommentare

  • Michael Oswald, Fraktion Liste B90/DIE GRÜNEN 23. Januar 2013 um 9:05

    Mensch könnte ja fast meinen, der Interviewte wäre mit Herrn Nolden freundschaftlich verbandelt. Sicherlich ist das aber nicht so, oder?

    Antwort