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Bad Honnef und Umgebung

ISek: Grüne wollen verhindern, dass Bad Honnef eine “Schlafstadt” wird

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Von Klaus Wegner | Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in Bad Honnef

Bad Honnef | Der Kompromissvorschlag zu den Schwerpunkten des integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISek), den die Verwaltung zur Klausurtagung am 12. November auf der Basis der Änderungsvorschläge von Grünen, CDU und SPD vorgeschlagen hat, wurde von den Teilnehmern aller Ratsfraktionen akzeptiert. Damit kann das Rahmenkonzept wie geplant Ende November im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Bauen beraten werden.

Die Grünen begrüßen, dass mit dem Kompromissvorschlag der Verwaltung und den Ergebnissen der konstruktiven Diskussion die Themen „Technische Infrastruktur, Dienstleistungsgewerbe, Beschäftigung, Soziales, Bildung, Kultur und Sport“ im Rahmenkonzept des ISek an Bedeutung gewinnen.

Fraktionsübergreifend besteht Konsens, dass ein Einwohnerzuwachs, der die bestehende Infrastruktur nutzt und qualitativ verbessert, positiv für die Entwicklung der Stadt ist. Die Annahme, dass Bad Honnef bis 2030 um 3000 Einwohner oder wie es einige anstreben sogar noch stärker wachsen muss, teilen wir nicht.

Wir streben eine Balance zwischen Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung auf der einen Seite und der Entwicklung des Einwohnerzuwachs, des Wohnungsbaus und der Infrastruktur der anderen Seite an. Diese Entwicklung muss nachhaltig, also ökonomisch, sozial und ökologisch verantwortlich sein. Damit wollen wir eine Fokussierung auf mehr Einwohner und mehr Wohnungsbau, deren Konzentration auf den Talbereich und die großflächige Umwandlung von Grünflächen in Bauland vermeiden. Wir wollen verhindern, dass sich Bad Honnef zu einer Schlafstadt entwickelt, die sich noch stärker von der dynamischen Wirtschaftsentwicklung in Bonn abhängig macht. Daher ist uns auch die Entwicklung Bad Honnefs als Dienstleistungsstandort wichtig, was Optionen für die Folgenutzung von Immobilien einschließt, die z. B. KSI und GIZ bald verlassen oder TX-Logistik bereits verlassen haben.

Besonderen Wert legen wir im ISek auf Entwicklungen, die in Verbindung mit dem Städtebau das Bestreben um eine integrierte Stadtentwicklung verdeutlichen und damit die Basis für Projekte bieten, die gute Aussichten auf eine Förderung durch den Bund und das Land haben. Hierzu zählt die Entwicklung

• des Gewerbes und der Beschäftigung, über Tourismus hinaus vor allem der Dienstleistungen in den Bereichen Handel, Gesundheit, Pflege, Bildung, Erziehung, Finanzen, Beratung, Information und Kommunikation,
• der technischen Infrastruktur, insbesondere in Bezug auf Internetzugang, Energieeffizienz, Wasserversorgung, Abfall- und Abwasserbeseitigung,
• der sozialen Lage, insbesondere mit Fokus auf bezahlbares Wohnen, die Struktur der Einkommen, die Voraussetzungen für Integration und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und die Situation für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren,
• der Bildungslandschaft, insbesondere im Hinblick auf eine weiterführende Schule im Bergbereich, dem bedarfsgerechten Ausbaus des OGS- und Kita-Angebots und der Kooperation zwischen den Bildungseinrichtungen sowie
• in den Bereichen Kultur, Sport und Freizeit, die besonderen Einfluss auf Lebens-qualität, Integration und Attraktivität der Stadt haben.

Wichtig ist für uns dabei auch, dass im ISek weitere Indikatoren berücksichtigt werden, die sich auf den demographischen Wandel, den Wohnraumbedarf, die wirtschaftliche Entwicklung, die Beschäftigungsentwicklung und die soziokulturelle Entwicklung in Bad Honnef und der Region beziehen.

Wir wollen eine realistische Betrachtung der Auswirkungen des Einwohnerzuwachses auf die Haushaltskonsolidierung. Der Einwohnerzuwachs in den Jahren 2011 bis 2014 mit geringem Asylbewerberanteil, hat sich laut amtlicher Statistik um 425 Einwohner erhöht (106 pro Jahr). Im gleichen Zeitraum ist laut Jahresabschlussberichten jedoch der Fehlbetrag des städtischen Haushalts um fast 3,2 Mio. € gestiegen.

Bad Honnef benötigt ein positives Wanderungssaldo von ca. 200 Einwohnern pro Jahr, um einen Zuwachs von 60 Einwohnern zu erreichen, da hier jährlich ca.140 Menschen mehr sterben als geboren werden. Ausgehend von den statistischen Daten im Wegweiser Kommune müssten dazu im Jahr ca.1800 Menschen nach Bad Honnef zuziehen, da gleichzeitig auch ca.1600 Menschen fortziehen. Der Änderungsvorschlag des Bürgerblocks, der bis 2030 einen Zuwachs von mehr als 5000 Einwohnern fordert, würde knapp 2000 Zuzüge pro Jahr bedeuten. Um mehr und schneller zu bauen werden jetzt Themen wie ökologischer Städtebau und sozialer Wohnungsbau aufgriffen.

Beachtet werden sollten auch Änderungen in der Altersstruktur Bad Honnefs. Nach dem Demographiebericht des Wegweisers Kommune würde bis 2030 der Anteil 16- bis 24-Jährigen um ca. 12 % abnehmen und der 65- bis über 80-Jährigen zwischen 28 % und 36 % zunehmen, wenn nicht die Voraussetzungen verbessert werden, dass mehr jüngere Menschen hierbleiben und/oder zuziehen.

 

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Bad Honnef und Umgebung

Patronatstag als Bekenntnis zu sozialer Mitmenschlichkeit und gelebter Tradition

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Foto: Stephan Elster mit Schützennachwuchs | Foto: St. Sebastianus

Bad Honnef | Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft beruft sich auf das Gründungsjahr 1325 und gehört zu den ältesten Bruderschaften in Deutschland. „Das verpflichtet“, so Präsident Stephan Elster in seiner Festrede anlässlich des Patronatstages im Hotel Seminaris.

Die Pflege von Traditionen und Bräuchen ist ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung des kulturellen Erbes und zur Verbindung zwischen den Generationen. Flagge zeigen und sich engagieren ist in unserer heutigen multimedialen Welt eine Tugend, die es zu pflegen und zu bewahren gilt, so Elster weiter.

Geehrt wurden an diesem Tag auch Sebastianer, die sich seit vielen Jahren engagieren. Seit 70 Jahren ist Karl-Josef Jakobs Mitglied der Bruderschaft. Ehrenpräsident Rolf Menzel würdigte das Wirken Jakobs. Als langjähriger Festausschuss-Vorsitzender hat er das 675-jährige Jubiläum vorbereitet.

Die Goldene Ehrennadel mit Juwelen konnte Elster an Rolf Bendels, Rolf Kolfenbach, Rolf Menzel, Peter Raths und Heinz Römerscheidt übergeben.

Freuen konnte sich die Bruderschaft auch über eine großzügige Spende, so dass für die Jugend eine neue Luftpistole gekauft werden konnte. (CK)

 

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Aegidienberg

Neues vom VFF-Franziskushaus – Förderverein wählte Vorstand

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Geburtstagskind Peter Efferoth (l.) freut sich mit Helga Bauer – Pflegedienstleiterin im Franzikushaus, über die hohe Spendensumme | Foto: Frank-D. Hilfert

Bad Honnef-Aegidienberg | Bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins für das Franziskus-Hauses standen  wieder Vorstandwahlen auf dem Programm. Dabei wurde das Team um einen zusätzlichen Beisitzerposten aufgestockt.

Praktisch ist der alte auch der neue Vorstand: Günter Klein (1. Vors.), Karl-Ludwig Klostermann (2. Vors.), Ingrid Hülder (Geschäftsführung), Frank Hünninghaus (Kassierer), Beisitzerin: Dr. Sylvia Wesser, Dieter Bayer sowie Ulrike Baehr als Heimleiterin.

Ziel des Fördervereins ist es, den Senioren im Franziskus-Haus immer wieder ein paar schöne Stunden zu bereiten.

Vom VFF wurden im vergangenen Jahr gleich zwei Gasgrills gekauft, damit auch größere Gruppen der Bewohner vom Team um Stift-Leiterin Ulrike Baehr gleichzeitig mit leckerem Grillgut versorgt werden können. Ferner beschaffte der Förderverein mehrere Bierzelt-Garnituren für den Innenhof des Hauses.

Der VFF unterstützt das Franziskus-Haus selbstverständlich auch bei Festen, die im Jahreszyklus des Seniorenheims immer wiederkehren: am 30. April “Maibaum setzen”, im Juni das Sommerfest und am Kirmes-Dienstag die “Rievkooche-Kirmes” im Hause.

Bei all diesen Veranstaltungen sorgt schon seit vielen Jahren das Duo Bergkristall für die musikalische Begleitung. Die Kosten trägt ebenfalls der Förderverein. Den beiden Musikern Ewald Ditscheid und Rainer Jungblut aus Buchholz ist es immer wieder ein Anliegen, an Heiligabend für die Bewohner Weihnachtslieder zu spielen – kostenlos.

Ein ganz besondere Unterstützung bekam der Förderverein in diesem Jahr von Peter Efferoth. Anlässlich seines 60. Geburtstags Ende Dezember letzten Jahres hatte der “Aegidienberger Sankt Martin” viele Gäste eingeladen. Sie bat er um eine Spende für den VFF Franziskus-Haus. So konnte Efferoth im Januar 2018 dem Förderverein eine vierstellige Summe für die Senioren zur Verfügung stellen. Geschäftsführerin Ingrid Hülder: “Wir haben uns riesig gefreut, damit hatten wir nicht gerechnet. Vielen Dank, lieber Peter!!”

Unter der Telefon-Nummer 02224 / 89647 kann jeder Interessierte beim Vorstand mehr über die Arbeit des VFF Franziskus-Haus erfahren und ggf. seine Mithilfe anbieten, denn “helfende Hände” werden dort immer gerne gesehen.

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Bad Honnef und Umgebung

Deutschsprachkurs für Frauen mit ausländischer Muttersprache

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Bad Honnef | Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bad Honnef bietet in Kooperation mit der Volkshochschule Siebengebirge einen Deutschsprachkurs (Fortgeschrittene) für ausländische Frauen an. Sowohl praxisorientiert am Beispiel von Alltagssituationen als auch durch Grammatikübungen wird die deutsche Sprache erlernt. Das Kursprogramm beinhaltet auch Informationen zur Integration.

Der Kurs mit der bewährten Lehrerin Charlotte Gracher beginnt am Mittwoch, den 31. Januar 2018 und endet am Freitag, den 23. März 2018. Er findet an 15 Unterrichtstagen jeweils mittwochs und freitags in der Zeit von 9.30 Uhr bis 11:00 Uhr im Rathaus der Stadt Bad Honnef, Rathausplatz 1, Raum 001, statt.

Die Kosten betragen 60,00 Euro (bei mindestens 10 Personen). Eine Befreiung von der Zahlung der Kursgebühr ist nach Absprache durch die Gleichstellungsbeauftragte möglich. Kleinkinder, die ohne Betreuungsmöglichkeit sind, können in den Kurs gerne mitgebracht werden.

Nach Absolvierung des Kurses wird die Teilnahme an einem Regelsprachkurs oder einem Integrationskurs bei der Volkshochschule Siebengebirge empfohlen.

Eine Anmeldung ist erforderlich und wird erbeten an die Stadtverwaltung Bad Honnef: Iris Schwarz, Gleichstellungsbeauftragte, Rathausplatz 1, 53604 Bad Honnef, Telefon 02224/184-140 oder E-Mail iris.schwarz@bad-honnef.de.

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