Bad Honnef

Hauptversammlung: Bad Honnef AG auf einem guten Weg

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Bad Honnef | Auch im Geschäftsjahr 2015 erwirtschaftete die Bad Honnef AG ein positives Ergebnis. Die Vorstände Peter Storck und Jens Nehl sowie der Vorsitzende des Aufsichtsrats Carl Sonnenschein präsentierten die Ergebnisse während der Hauptversammlung am 25. August 2016. Bei einem Umsatz von rund 49,9 Mio. Euro (Vorjahr: rund 48,7 Mio. Euro) konnte der kommunale Energieversorger einen Überschuss von rund 4,2 Mio. Euro (Vorjahr: rund 2,3 Mio. Euro) erwirtschaften. „Das insgesamt gute Ergebnis stärkt unsere wirtschaftliche Basis und erfüllt die Erwartungen unserer Gesellschafter“, so Peter Storck.

Einflüsse auf das Ergebnis
Der positive Überschuss der BHAG wurde im Geschäftsjahr 2015 insbesondere durch die Auflösung von Rückstellungen, durch den positiven Witterungseinfluss und die Erhöhung der verkauften Strommenge im fremden Netzgebiet beeinflusst. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Energieverbrauch 2015 in Deutschland leicht an. Den größten Einfluss auf diesen Zuwachs hatte die etwas kühlere Witterung. Die positive Konjunkturentwicklung (+ 1,8%) sowie der Bevölkerungszuwachs (+ 1,0 Mio. Menschen) hatten ebenfalls verbrauchssteigernde Effekte. „Im Geschäftsjahr 2015 traten im Netzgebiet der BHAG 110 (Vorjahr: 107) fremde Stromanbieter und 101 (Vorjahr: 95) Gasanbieter auf“, so Peter Storck. Der Kundenabgang im eigenen Stromnetz (mit einem Gesamtverbrauch von rund 15,6 GWh) konnte jedoch durch Kundenzugewinne aus fremden Netzgebieten mit rund 26,7 GWh (Vorjahr: rund 21,7 GWh) mengenmäßig überkompensiert werden. Auch durch den Ausbau von Vertriebsaktivitäten im Bereich der Wärmelieferung konnte die BHAG überregional neue Kunden hinzugewinnen und ihre Position in diesem Segment ausbauen.

Ausblick
Der Energievertrieb und die Energieverteilung bleiben die wichtigsten Säulen, auf denen die BHAG aufgebaut ist. „Zu weiteren Standbeinen baut die BHAG kontinuierlich die Leistungen im Bereich Beratung zur Energieeffizienz, zum Contracting und zur Nutzung von Fördermitteln aus. Weiteres Potenzial erschließt sich für BHAG durch die Energielieferung in fremde Netzgebiete mit dem vorrangigen Ziel, auch dort eine langjährige Kundenbindung herzustellen“, so Peter Storck.

Es ist absehbar, dass das Gesetzgebungsverfahren zum „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ spätestens im Herbst 2016 abgeschlossen sein wird. „Die im Entwurf des Gesetzes beschriebenen Maßnahmen und Auflagen werden dazu führen, dass 2017 beginnend bis 2032 der komplette Stromzählerbestand getauscht werden muss und intelligente Messsysteme eingebaut werden müssen“, erläutert Jens Nehl den Sachverhalt. Neben den hohen investiven Maßnahmen in Software, elektronischer Zähler und Kommunikationseinrichtungen wird vor allem die neue Marktkommunikation zur Umwälzung vieler Prozesse und somit steigenden Kosten im Unternehmen führen.

Mittelfristig wird auch die Anwendung neuer Regularien durch die Bundesnetzagentur zu einer Belastung des Jahresergebnisses führen. Die BHAG bedauert, dass anscheinend das Verständnis dafür fehlt, dass für den Umbau der Energienetze im Zuge der Energiewende Kapital benötigt wird, welches zukünftig immer schwieriger durch die Unternehmen erwirtschaftet werden kann.

Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet die BHAG auf der Grundlage des Wirtschaftsplans jedoch wieder ein solides Ergebnis.

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