Bündnis90/Die Grünen, Kommunalpolitik, Titel

Tagesmütter: GRÜNE plädieren für unbürokratische Wege

Bad Honnef | „Abgesehen davon, dass in nahezu allen öffentlichen und privatwirtschaftlichen Unternehmen personelle Engpässe auftreten und zu kompensieren sind, sollte die rechtzeitige Bezahlung der lohnabhängig Beschäftigten oberste Priorität haben, da dieses Einkommen für die meisten Arbeitnehmer von existenzieller Wichtigkeit ist.“

Mit dieser Aussage reagierte der grüne Stadtverordnete Klaus Wegner  auf die Stellungnnahme von Bürgermeisterin Wally Feiden auf die Probleme bei der Bezahlung der Tagespflegepersonen. „Die Bürgermeisterin bittet in der Presse um Verständnis, dass Personalengpässe im Jugendamt und eine Wiederbesetzungssperre entsprechend den Auflagen zum Haushaltssicherungskonzept die rechtzeitige Bezahlung der Tagesmütter verhindert hat und auch in den nächsten beiden Monaten nicht gewährleistet“, so Wegner.

Zu hinterfragen sei, ob das Verwaltungsmanagement der Bezahlung der Tagesmütter die notwendige Priorität gegeben hat und ob alle Möglichkeiten zur rechtzeitigen Kompensation des Personalausfalls im Jugendamt durch interne un oder externe Maßnahmen professionell genutzt wurden, so der Stadtverordnete. Zu hinterfragen sei auch, ob durch die Nichtbezahlung von Tagesmüttern der Nachweis der Unverzichtbarkeit der Stelle im Jugendamt untermauert werden sollte. Wegner stellt zudem die Reaktionsfähigkeit der Verwaltung im Umgang mit wechselnden oder neuen Herausforderungen auf den Prüfstand. Das „professionelle Management des Unvorhersehbaren“ würde bei zunehmender Veränderungsdynamik an Relevanz gewinnen.

Wegner schlägt vor, bei Problemen der Finanzierung von Tagesmüttern auch unbürokratische Möglichkeiten wie Abschlagszahlung zu nutzen. Wenigstens sollte den Tagesmüttern zugesichert werden, dass angefallene Überziehungszinsen, die durch ausgebliebene oder verspätete Bezahlung entstanden sind, erstattet werden.

Ereignisse in der Verwaltung oder Mängel im Verwaltungsmanagement dürften nicht zu Lasten der Tagesmütter gehen. Eine Bitte um Verständnis oder eine Entschuldigung der Bürgermeisterin genüge hier nicht.

 

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