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Größter Fußballverein im Siebengebirge mit florierender Jugendarbeit

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Bad Honnef | Während sich so mancher Sportverein über Nachwuchsmangel beklagt freut sich der größte Fußballverein des Siebengebirges, der FV Bad Honnef, über eine rasante Entwicklung im Jugendbereich. 15 Junioren- und Juniorinnenmannschaften kämpfen Woche für Woche um Punkte oder tragen Freundschaftsspiele aus.

Für die Stadt Bad Honnef und die Region ein Glücksfall. Denn die Kinder und Jugendlichen trainieren nicht nur Körper und Geist sondern auch soziales Verhalten. Darauf wies Jugendvorstand Dr. Stephan Göckeler am Freitag während der Mitgliederversammlung noch einmal ausdrücklich hin.

Für die Jugendarbeit investiert der HFV immens viel. Jede Mannschaft hat bis zu drei Trainer und Betreuer, die regelmäßig von Fachleuten des Verbandes geschult werden. Neben dem eigenen Jugendvorstand gibt es mit Thomas Hansen einen sportlichen Leiter nur für die Jungen und Mädchen, mehrmals im Jahr finden Trainingscamps statt und natürlich kommen andere Freizeitmaßnahmen, Feste und Feiern auch nicht zu kurz.

„Die Jugendarbeit liegt uns sehr am Herzen“, so Präsident Lothar Paulsen, der seit über 20 Jahren dem Verein vorsteht und vor kurzem seinen 60. Geburtstag gefeiert hat. Alle großen Fußballclubs Europas setzen einen Großteil ihres Etats für die Förderung des eigenen Jugendbereichs ein: Bayern München, FC Barcelona, Ajax Amsterdam … Die Gründe liegen nahe. Wer erstklassige eigene Spielerinnen und Spieler hat, muss später keine für viel Geld „kaufen“. Außerdem sorgt eine erstklassige Jugendarbeit für ein besseres Image und logischerweise wird dadurch der Verein auch für gut aufgestellte Werbepartner und Sponsoren interessant, die frühzeitig Kunden an ihre Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen binden wollen.

Diese vielen Vorzüge kosten den Verein natürlich Geld, zumal die Materialkosten für Bälle und Trikots ebenfalls vom Verein übernommen werden. Paulsen beziffert die Summe auf 20.000 Euro. Würde man die jährlichen Energiekosten hinzuzählen, sei das Grundeinkommen des Vereins bereits erschöpft. Nur durch die kreative ehrenamtliche Team-Arbeit der Mitglieder, Eltern und Funktionsträger und die Unterstützung der Sponsoren sei ein solches die Gesundheit und das Gemeinwohl förderndes Projekt zu stemmen.

So verwunderte es nicht, dass die Mitglieder diskussionslos einer Beitragserhöhung ausschließlich für aktive Mitglieder auf 120 EUR jährlich zustimmten – der ersten seit acht Jahren. Paulsen: „Mit diesem Betrag stehen wir im Vergleich mit anderen Sportvereinen im Rhein-Sieg-Kreis gut da.“

In das sportliche Konzept des HFV passt somit auch die Leistungsorientierung im Jugendbereich. Ziel sei es, so Dr. Stephan Göckeler, den Juniorenmannschaften bis zur D-Klasse Leistungssport anzubieten.

Von den Ergebnissen her macht sich das bei den A-Junioren schon seit längerem bemerkbar. In der Bezirksliga stehen sie zurzeit auf dem vierten Tabellenplatz, mit Yassin Lukombu und Marc Radermacher haben zwei A-Junioren den Sprung in die Auswahl der Landesligamannschaft geschafft.

Auch die Entwicklung der 2. Mannschaft wurde vom Vorstand gelobt. Nachdem es lange Zeit keine Seniorenmannschaft hinter der „Ersten“ gab, startete vor drei Jahren Trainer Jürgen Wensing mit seinen Spielern in der Kreisliga C und stieg 2012 in die B-Klasse auf. Nach Ablauf der Saison verpasste die Elf nur knapp den Aufstieg in die A-Klasse, zurzeit steht sie auf dem vierten Tabellenplatz. Paulsen: „Zunächst war ich skeptisch, jetzt bin ich restlos überzeugt. Die 2. Mannschaft ist ein wichtiger Bestandteil des HFV.“ Seit letztem Jahr gibt es auch wieder eine Alt-Herren-Mannschaft.

Geschäftsführer Frank Breidenbend gab einen Überblick über die Entwicklung der ersten Mannschaft, die momentan drei Punkte hinter einem Aufstiegsplatz in die Mittelrheinliga liegt. Dabei erinnerte er noch einmal an den Kreispokalsieg 2011, das hochklassige Mittelrheinpokalspiel im letzten Jahr gegen Regionalligist Fortuna Köln und die Vizemeisterschaft im Kreispokal 2013.

Unspektakulär verlief die abschließende Vorstandswahl. Zum ersten Vorsitzenden wurde erneut Lothar Paulsen gewählt, zu seinen Stellvertretern Stephan Göckeler und Martin Brinsa. Auch Geschäftsführer Frank Breidenbend sowie Oliver Frost für Finanzen und Markus Osterbrink für den Förderkreis wurden in ihren Ämtern bestätigt. Kassenprüfer sind Herbert Frost und Elmar Stracke. Ältestenrat: Hans Beling, Hans Lindlahr, Manfred Stumpf, Heinz Lorenzini, Hans-Dieter Friedrich und Heinz-Willi Fassbender. Platzkassierer sind weiterhin Frank Baumert und Theo Schüller.

 

 

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Insgesamt waren 30 Kräfte der Einheiten Altstadt, Niederdollendorf, Oberdollendorf unter Leitung von Hauptbrandmeister Wolfgang Schumacher im Einsatz.

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