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Bad Honnef und Umgebung

Flossweg – SPD will nach Anwohneranhörung den Bürgerwillen respektieren und die Ausbauarbeiten verhindern

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Bad Honnef-Selhof | Wenig Glück hat die Bad Honnef Stadtverwaltung zurzeit mit verschiedenen Projekten. So hat sie vor wenigen Monaten den Anwohnern des Flosswegs umfangreiche und detailliert ausgearbeitete Sanierungspläne vorgestellt und heftig Prügel bezogen. Die Anwohner lehnten sie ab.

Bei einem Treffen von Vertretern und sachkundigen Bürgern der SPD-Fraktion mit Anrainern des Flossweg vor Ort sei deutlich geworden, dass weder die Betroffenen noch die SPD Kommunalpolitiker die Vorteile eines so umfangreichen Ausbaus des Flosswegs erkennen konnten. Das teilte heute die Pressetelle der SPD Bad Honenf mit.

Angemerkt worden sei, dass die Entfernung der Absperrung am Rosenweg zu einer höheren Verkehrsdichte führen würde, weil Ortskundige den Flossweg als Ausweichstrecke für die Linzer Straße nutzen würden.

Weiter sahen die Teilnehmer bei einem Ausbau der Fahrbahn die Gefahr einer Erhöhung der Durchschnittsgeschwindigkeit. Die Notwendigkeit eines Ausbaus hätten die Anwesenden nur da erkennen könne, “wo eine ausreichende Zuwegung zu neuer Wohnbebauung anders nicht sicherzustellen wäre – dann aber auf einem möglichst kurzen Teilstück ausgehend vom Kreisel an der Linzer Straße”, so die Sozialdemokraten.

Nun wollen die SPD Vertreter alle politischen Möglichkeiten ausschöpfen, “um dem Bürgerwillen am Flossweg Geltung zu verschaffen. Die Richtschnur unserer Politik ist der Bürgerwille. Da hier der Wille der Betroffenen, über das notwendige Maß hinaus keine Ausbauarbeiten am Flossweg vorzunehmen uns davor bewahren kann, ohne erkennbare Vorteile erhebliche Kosten zu riskieren, setzen wir uns umso lieber für die Wünsche der Anlieger des Flosswegs ein“, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Guido Leiwig.

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Bad Honnef und Umgebung

Gesucht: Fotos von Johanna (Hanna), Lina und Carl Schiemann

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Bad Honnef | Für den Festband der Universitätsmedizin zum Jubiläum „600 Jahre Universität Rostock“ im Jahr 2019 recherchierten Gisela Böck und Tim Peppel auch in Bad Honnef. Das Autorenteam suchte nach Frauen, die um das Jahr 1900 in Rostock im Fach Medizin promoviert und damit zu den Pionierinnen gehörten, die ein solches Studium absolviert hatten. Gefragt wurde nach Hanna Schiemann, die erst die siebte Frau gewesen war, die an der Universität Rostock den „Dr. med.“ erlangt hatte. Sie und ihre Geschwister hatten ihre letzten Lebensjahre in Honnef verbracht.

Die Mitarbeitenden des Archivs der Stadt Bad Honnef möchten unterstützen und suchen für das Archiv und gleichzeitig für die Universität in Rostock Fotografien von Johanna (Hanna), Lina und Carl Schiemann, ihrem Haus oder ihrer Praxis, damals in der Luisenstraße 17. Die Geschwister haben von 1942 bis etwa 1960 in Honnef gelebt. Angebotene Fotos oder auch Dokumente werden eingescannt und selbstverständlich zurückgegeben. Gibt es noch ein Erinnerungsstück, das fotografiert werden könnte?

Die Lebensgeschichte der drei Geschwister ist geprägt durch die politischen Wirren des 20. Jahrhunderts: Hanna Schiemann war von 1915 bis 1917 an der Universität Rostock immatrikuliert. Ihre Schwester Lina promovierte 1908 in Würzburg, Hanna 1918 in Rostock.

Lina arbeitete als Ärztin am Berliner Krankenhaus am Urban und war dort die erste Frau, die eingestellt wurde. Später ließ sie sich in Köln als Gynäkologin nieder. Im Zweiten Weltkrieg wurde ihre Wohnung ausgebombt und so kam sie 1942 nach Honnef in das eigentlich als Sommerhäuschen gedachte Haus in der Luisenstraße. Das Haus gibt es nicht mehr.

Hanna wirkte in Königsberg als Allgemeinärztin. Ihr Bruder Carl war als „Dr. jur.“ Landgerichtsdirektor in Königsberg bis er, wahrscheinlich aufgrund seiner ablehnenden Haltung gegenüber den Nationalsozialisten, 1933 in den Ruhestand versetzt wurde. 1944 mussten Hanna und Carl ihre Heimat verlassen und zogen zu ihrer großen Schwester nach Honnef.

In der Luisenstraße richteten die Schwestern eine Praxis ein. Sie kümmerten sich sehr um ihren Bruder, führten ihm den Haushalt. So berichtet jedenfalls Zeitzeuge Dr. Franz Georg Weckbecker, der sich noch gut an die Geschwister erinnern kann. Da er Arzt ist, waren die Schwestern damals seine Kolleginnen.

1951 verstarb Carl und 1958 zeigte Hanna den Tod ihrer Schwester Lina an. 1960 suchte Hanna per Annonce nach einer Hausgehilfin. Wann und wo sie gestorben ist, konnte nicht herausgefunden werden.

Gisela Böck (Institut für Chemie der Universität Rostock) und Tim Peppel (Leibniz-Insitut für Katalyse e. V., Rostock) schreiben: „Heute ist es kaum mehr vorstellbar, dass für Frauen die Universitäten, die seit dem 14. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum entstanden waren, bis zum Beginn des 20. Jahrhundert hinein für eine reguläre Immatrikulation verschlossen blieben.“

Wer Informationen zur Familie Schiemann weitergeben möchte, meldet sich bitte beim Archiv der Stadt Bad Honnef: Christine Pfalz (Telefon 02224/184-121, christine.pfalz@bad-honnef.de) oder Georg Lehmacher (Telefon 02224/184-177, georg.lehmacher@bad-honnef.de), Rathausplatz 1, 53604 Bad Honnef.

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Bad Honnef und Umgebung

Bundestagswahl: Die Wahlergebnisse aus Bad Honnef hier abrufen

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Bad Honnef | Die Wahlergebnisse aus Bad Honnef können nach Auszählung der einzelnen Stimmbezirke hier abgerufen werden. In der Regel kann mit den Ergebnissen ab 19:00 Uhr/19:30 Uhr gerechnet werden.

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Fachdienst Asyl: Flüchtlinge bekamen “Mieterführerschein”

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Bad Honnef | Fit für die Wohnungssuche war das Thema einer besonderen Schulung, zu der der Fachdienst Asyl der Stadt Bad Honnef und das Netzwerk „Bad Honnef hilft“ die bei uns lebenden anerkannten Flüchtlinge jetzt in das Internationale Begegnungszentrum OASE in Selhof eingeladen haben.

Kerstin Bender von der Verbraucherzentrale NRW erklärte an diesem Abend in einfachen Worten wichtige Begriffe aus Vermietungsangeboten und Mietverträgen und welche finanziellen Verpflichtungen sich aus einem Mietverhältnis ergeben. Nachdrücklich wies sie die über 30 interessierten Zuhörer auch auf die Bedeutung einer persönlichen Haftpflichtversicherung hin. Ergänzt wurden ihre Ausführungen durch Informationen darüber wie deutsche Vermieter sich ein gutes Mietverhältnis vorstellen. Dazu waren im Vorfeld mehrere Bad Honnefer Makler, private Vermieter und ein Immobilienverwalter befragt worden.

Nach der Veranstaltung bekamen die Teilnehmer von der Stadt Bad Honnef einen “Mieterführerschein” ausgestellt, in dem alle besprochenen Themen aufgeführt sind: Von der Mülltrennung über Hausordnungen, Instandhaltung der Wohnung, Putzpläne und Ruhezeiten bis zum Zusammenleben mit den anderen Mietern im Haus. (B.S.)

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