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Bad Honnef und Umgebung

Flammenwerth – Rausch der Töne und Farben

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Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen klappte “hervorragend”

Bad Honnef | Flammenwerth 2016: Anderthalb Tage Musik- und Unterhaltungsspektakel. Die aufwändigen Vorbereitungen für die Bad Honnefer Variante von “Rhein in Flammen” haben sich für die Besucher und das Image der Stadt gelohnt.

Während sich am Freitag die Wiese erst nach und nach füllte, tummelten sich spätestens Samstagabend Tausende auf der Insel. Neben exotischen und kühlen Getränken gab es unter anderem leckeren Lachs und knackige Würstchen für den Hunger. Die Kinder hatten ihren Spaß an Karussells, Hüpfburg, Bungee-Jumping und Bolzplatz, während sich die Erwachsenen eher für die Verkaufsstände und natürlich die viele Musik interessierten.

Freitagabend rockte Bürgermeister Otto “ON” Neuhoff mit Bäd Honnef die Bühne, anschließend ließ die Pink Floyd Tribute Band “Any Colour” ihre Fans teilhaben an einem Rausch von Musik und Farben. Zum ersten Mal wurde ein Auftritt unter freiem Himmel von einer gigantischen Lasershow optisch begleitet.

Nach dem Kinderflohmarkt am Samstag ging es ab Mittag weiter mit Musik. Einer der Höhepunkte war der Auftritt der “Rhein Refugee Youngstars”, junge Flüchtlinge und Deutsche, die sich zu einer Band zusammengefunden haben und bei Flammenwerth mit Folk- und Pop-Songs auf der Bühne standen. Bevor das Feuerwerk gegen 22.20 Uhr gezündet wurde, brachten unter anderem die Blümchenknicker und Jimix die Festivalbesucher auf Betriebstemperatur.

Jazz und schönes Wetter lockten viele Zuhörer in den Park Reitersdorf

Jazz und schönes Wetter lockten viele Zuhörer in den Park Reitersdorf

 

Ruth Zimmermann, Peter Hurrelmann (Park Reitersdorf) und Johannes Weiß

Ruth Zimmermann, Peter Hurrelmann (Park Reitersdorf) und Johannes Weiß

Sonntag wurde der Park Reitersdorf mit dem Aftershow-Jazz-Frühschoppen in Zusammenarbeit mit den Parkfreunden Reitersdorf einbezogen. Es spielte das Johannes Weiß-Duo mit Ruth Zimmermann und Johannes Weiß.

Neu war, dass am Freitagabend für den Auftritt von “Any Colour” ein Eintrittsgeld von 5 EUR erhoben wurde. Damit sollte ein Beitrag zur Finanzierung der Lasershow geleistet werden. Kritisch sahen einige Anbieter den Umsatz am Freitag. Erst gegen Abend füllte sich die Wiese, hauptsächlich allerdings vor der Bühne.

Für DRK und MHD ein ruhiges Wochenende

Bereits am Freitagnachmittag bauten das DRK gemeinsam mit den Kollegen des MHD die Unfallhilfsstelle auf der Insel Grafenwerth auf. Seit Jahren arbeiten DRK und MHD in Bad Honnef bei den Großveranstaltungen regelmäßig zusammen.

So wurden an beiden Tagen vom DRK die Einsatzabschnittsleitung, ein Rettungswagen, das Krad sowie Personal für die Unfallhilfsstellen und die Verpflegung bereitgestellt. Das MHD sorgte mit seinen Krankenwagen sowie weiterem Personal für die Unfallhilfsstelle für einen reibungslosen Ablauf auf dem Inselfest. Bereitschaftsleiter Jens Koelzer: „Wir arbeiten seit Jahren mit den Kollegen des MHD bei zahlreichen Sanitätswachdiensten im Kurhaus sowie in der Innenstadt zusammen. Da war es selbstverständlich, dass wir dieses System auch bei Rhein in Flammen umsetzen wollten.”

Eine Zusammenarbeit sei auch erforderlich, um die Veranstaltung überhaupt umfassend betreuen zu können. Koelzer: “Durch die Erweiterung der Veranstaltung auf drei Tage, ist der zeitliche Aufwand für eine ehrenamtliche Organisation kaum zu stemmen.“

Trotz der sommerlichen Temperaturen und der vor allem am Samstagabend gut gefüllten Insel Grafenwerth war es für die Hilfsdienste ein ruhiges Flammenwerth. So fiel das Fazit von Einsatzleiter Sascha Brennig (DRK) sehr positiv aus: „Mit rund 15 Hilfeleistungen, bei denen zwei Personen ins Krankenhaus gebracht wurden, können wir von einem ruhigen und friedlichen Rhein in Flammen sprechen.” An beiden Tagen waren 47 Einsatzkräfte im Einsatz. Sie betreuten zwei Kranken- und einen Rettungswagen und zwei Unfallhilfsstellen. Außerdem stellten sie die Einsatzleitung. Die Zusammenarbeit der beiden Hilfsorganisationen mit den anderen beteiligten Kräften vor allem am Samstag habe hervorragend funktioniert, so Brennig.

Fotos: Florette Hill

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Bad Honnef und Umgebung

Gesucht: Fotos von Johanna (Hanna), Lina und Carl Schiemann

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Bad Honnef | Für den Festband der Universitätsmedizin zum Jubiläum „600 Jahre Universität Rostock“ im Jahr 2019 recherchierten Gisela Böck und Tim Peppel auch in Bad Honnef. Das Autorenteam suchte nach Frauen, die um das Jahr 1900 in Rostock im Fach Medizin promoviert und damit zu den Pionierinnen gehörten, die ein solches Studium absolviert hatten. Gefragt wurde nach Hanna Schiemann, die erst die siebte Frau gewesen war, die an der Universität Rostock den „Dr. med.“ erlangt hatte. Sie und ihre Geschwister hatten ihre letzten Lebensjahre in Honnef verbracht.

Die Mitarbeitenden des Archivs der Stadt Bad Honnef möchten unterstützen und suchen für das Archiv und gleichzeitig für die Universität in Rostock Fotografien von Johanna (Hanna), Lina und Carl Schiemann, ihrem Haus oder ihrer Praxis, damals in der Luisenstraße 17. Die Geschwister haben von 1942 bis etwa 1960 in Honnef gelebt. Angebotene Fotos oder auch Dokumente werden eingescannt und selbstverständlich zurückgegeben. Gibt es noch ein Erinnerungsstück, das fotografiert werden könnte?

Die Lebensgeschichte der drei Geschwister ist geprägt durch die politischen Wirren des 20. Jahrhunderts: Hanna Schiemann war von 1915 bis 1917 an der Universität Rostock immatrikuliert. Ihre Schwester Lina promovierte 1908 in Würzburg, Hanna 1918 in Rostock.

Lina arbeitete als Ärztin am Berliner Krankenhaus am Urban und war dort die erste Frau, die eingestellt wurde. Später ließ sie sich in Köln als Gynäkologin nieder. Im Zweiten Weltkrieg wurde ihre Wohnung ausgebombt und so kam sie 1942 nach Honnef in das eigentlich als Sommerhäuschen gedachte Haus in der Luisenstraße. Das Haus gibt es nicht mehr.

Hanna wirkte in Königsberg als Allgemeinärztin. Ihr Bruder Carl war als „Dr. jur.“ Landgerichtsdirektor in Königsberg bis er, wahrscheinlich aufgrund seiner ablehnenden Haltung gegenüber den Nationalsozialisten, 1933 in den Ruhestand versetzt wurde. 1944 mussten Hanna und Carl ihre Heimat verlassen und zogen zu ihrer großen Schwester nach Honnef.

In der Luisenstraße richteten die Schwestern eine Praxis ein. Sie kümmerten sich sehr um ihren Bruder, führten ihm den Haushalt. So berichtet jedenfalls Zeitzeuge Dr. Franz Georg Weckbecker, der sich noch gut an die Geschwister erinnern kann. Da er Arzt ist, waren die Schwestern damals seine Kolleginnen.

1951 verstarb Carl und 1958 zeigte Hanna den Tod ihrer Schwester Lina an. 1960 suchte Hanna per Annonce nach einer Hausgehilfin. Wann und wo sie gestorben ist, konnte nicht herausgefunden werden.

Gisela Böck (Institut für Chemie der Universität Rostock) und Tim Peppel (Leibniz-Insitut für Katalyse e. V., Rostock) schreiben: „Heute ist es kaum mehr vorstellbar, dass für Frauen die Universitäten, die seit dem 14. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum entstanden waren, bis zum Beginn des 20. Jahrhundert hinein für eine reguläre Immatrikulation verschlossen blieben.“

Wer Informationen zur Familie Schiemann weitergeben möchte, meldet sich bitte beim Archiv der Stadt Bad Honnef: Christine Pfalz (Telefon 02224/184-121, christine.pfalz@bad-honnef.de) oder Georg Lehmacher (Telefon 02224/184-177, georg.lehmacher@bad-honnef.de), Rathausplatz 1, 53604 Bad Honnef.

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Bad Honnef und Umgebung

Bundestagswahl: Die Wahlergebnisse aus Bad Honnef hier abrufen

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Bad Honnef | Die Wahlergebnisse aus Bad Honnef können nach Auszählung der einzelnen Stimmbezirke hier abgerufen werden. In der Regel kann mit den Ergebnissen ab 19:00 Uhr/19:30 Uhr gerechnet werden.

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Bad Honnef und Umgebung

Fachdienst Asyl: Flüchtlinge bekamen “Mieterführerschein”

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Bad Honnef | Fit für die Wohnungssuche war das Thema einer besonderen Schulung, zu der der Fachdienst Asyl der Stadt Bad Honnef und das Netzwerk „Bad Honnef hilft“ die bei uns lebenden anerkannten Flüchtlinge jetzt in das Internationale Begegnungszentrum OASE in Selhof eingeladen haben.

Kerstin Bender von der Verbraucherzentrale NRW erklärte an diesem Abend in einfachen Worten wichtige Begriffe aus Vermietungsangeboten und Mietverträgen und welche finanziellen Verpflichtungen sich aus einem Mietverhältnis ergeben. Nachdrücklich wies sie die über 30 interessierten Zuhörer auch auf die Bedeutung einer persönlichen Haftpflichtversicherung hin. Ergänzt wurden ihre Ausführungen durch Informationen darüber wie deutsche Vermieter sich ein gutes Mietverhältnis vorstellen. Dazu waren im Vorfeld mehrere Bad Honnefer Makler, private Vermieter und ein Immobilienverwalter befragt worden.

Nach der Veranstaltung bekamen die Teilnehmer von der Stadt Bad Honnef einen “Mieterführerschein” ausgestellt, in dem alle besprochenen Themen aufgeführt sind: Von der Mülltrennung über Hausordnungen, Instandhaltung der Wohnung, Putzpläne und Ruhezeiten bis zum Zusammenleben mit den anderen Mietern im Haus. (B.S.)

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