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Finanzausgaben gestiegen – Bürger als Unterstützer gewinnen

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 (v.l.): Stadtbeauftragter Dr. Andreas Archut (links) mit dem stellvertretenden Schirrmeister Johannes Sieprath und den neu ernannten Helferinnen und Helfern Maximilian Fuhr, Irina Vogt, Charlotte Munko und Jonas Thelen. Foto: MHD

(v.l.): Stadtbeauftragter Dr. Andreas Archut (links) mit dem stellvertretenden Schirrmeister Johannes Sieprath und den neu ernannten Helferinnen und Helfern Maximilian Fuhr, Irina Vogt, Charlotte Munko und Jonas Thelen. Foto: MHD

Bad Honnef | Die Bad Honnefer Malteser haben im Rahmen ihrer Stadtversammlung Rückschau auf ein arbeitsreiches Jahr gehalten und neue aktive Helfer aufgenommen. Stadtbeauftragter Dr. Andreas Archut ließ das vergangene Jahr in Zahlen Revue passieren.

 188 aktive Mitglieder, darunter 27 Jugendliche unter 18 Jahren, verbrachten im vergangenen Jahr fast 17.000 Stunden ehrenamtlich in den verschiedenen Diensten. Gut 4.000 Stunden gingen dabei auf das Konto der Jugendarbeit. Und über 1.400 Menschen wurden in Erste-Hilfe- und anderen Kursen ausgebildet. Für das neue Jahr nahmen sich die Malteser vor, neue passive Mitglieder als Unterstützer zu werben.

Mit mehr als 5.000 Stunden stellten die „Blaulichtbereiche“ Sanitätsdienst und Katastrophenschutz wieder den Schwerpunkt der Honnefer Malteser-Arbeit dar. Die Einsatzeinheit der Malteser wurde 2013 zweimal alarmiert: Sie unterstützte im Juli die Feuerwehren bei ihrem Unwettereinsatz. Im Dezember halfen die Malteser bei der Evakuierung von Senioren und Patienten in Köln, nachdem nahe des Universitätsklinikums eine Weltkriegsbombe gefunden worden war. Bei zwei Übungen stellten die Helfer ihre Fähigkeiten und Einsatzbereitschaft auf die Probe. Ein weiterer Schwerpunkt war der Sanitätsdienst bei Veranstaltungen: Bei 63 Sanitätseinsätzen leisteten die Malteser 2.700 Dienststunden. Den Schwerpunkt bildete dabei der Karneval mit rund 900 Dienststunden.

17 neue aktive Helfer konnten seit der letzten Jahresversammlung für die Bad Honnefer Malteser gewonnen werden. Vier von ihnen, Charlotte Munko, Irina Vogt, Maximilian Fuhr und Jonas Thelen, überreichte Archut unter dem Applaus der Versammelten ihrer Helfer-Ernennungsurkunde. Zum stellvertretenden Schirrmeister wurde Johannes Sieprath ernannt. Für 20-jährige aktive Mitgliedschaft bedankte sich Archut bei Cornelius Dirk und Michaela Midderhoff, für 15 Jahre bei den Maltesern wurden Christian Büsch und Rainer Stens geehrt.

Turnusgemäß fanden auch Wahlen statt. Zu Helfervertretern im Stadtführungskreis wurden Nanne Schumann und Stefan Querner gewählt. Cornelius Dirk trat nicht mehr an, weil er mittlerweile als Zugtruppführer in die Führung der Einsatzeinheit aufgerückt ist.

Besorgt berichtete Archut von der finanziellen Situation der Honnefer Gruppe. Zwar seien die Einnahmen gestiegen, aber leider auch die Ausgaben. Die Zahl der passiven Mitglieder, die die Honnefer Gliederung durch einen jährlichen Beitrag unterstützen, ist auf 229 gesunken. „Wir wollen darum noch mehr Bürger als Unterstützer unserer Arbeit gewinnen“, betonte der Malteser-Chef. Angesichts des hohen Aktivitätsniveaus sei es nämlich kaum möglich, noch mehr Dienste zu tun. Darum wolle man Qualität vor Quantität setzen. Jeder Helfer könne dazu beitragen, etwa indem er seine Qualifikation durch regelmäßige Fortbildungen erhalte und ausbaue.

Im Jahr 2015 steht die Feier des 50-jährige Bestehen der Honnefer Malteser an. Das will die überaus aktive Gruppe dann gebührend feiern.

 

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Bad Honnef und Umgebung

300 Stunden Sanitätsdienst: Honnefer Malteser helfen bei der UN-Klimakonferenz in Bonn

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Bad Honnef | Zur Rettung des Weltklimas haben auch die Bad Honnefer Malteser in den vergangenen zwei Wochen einen bescheidenen Beitrag geleistet: Sie unterstützten mit fünf Helfern den Sanitätsdienst bei der UN-Klimakonferenz COP 23. Rund ehrenamtlich geleistete 300 Stunden kamen dabei zusammen.

Vor allem Rettungshelfer Lucca Musconi und Rettungssanitäter Malte Daniels investierten viel Freizeit in den Dienst für den Klimaschutz. Zwölf Schichten „schoben“ sie mal in der Konferenzzone („Bula Zone“) rund um das World Conference Center Bonn im ehemaligen Regierungsviertel und mal im flankierenden Präsentationsbereich, der „Bonn Zone“ auf der Blumenwiese in der Rheinaue. Auch die Rettungssanitäterin Tamara Raschka und Sanitätshelfer Paul Ried übernahmen so manche Schicht. Malteser-Stadtbeauftragter Dr. Andreas Archut, der eine Führungsausbildung im Katastrophenschutz hat, war drei Mal Leiter des Medical Centers in der „Bonn Zone“ und koordinierte die Arbeit der dortigen Unfallhilfsstellen und Erstversorgungstrupps.

Rund 25.000 Menschen nahmen an der Konferenz teil. Dabei kam es immer wieder zu kleinen und größeren medizinischen Erfordernissen. Häufig waren es Folgeerscheinungen des rheinischen Herbstklimas, das gerade den Konferenzteilnehmern aus tropischen Gefilden arg zusetzte. Auch Blasen an den vom langen Gehen und Stehen überlasteten Füßen mussten häufig versorgt werden. Nur selten waren Transporte ins Krankenhaus erforderlich.Die besondere Herausforderung war das internationale Umfeld, in dem die Konferenz stattfand – viele Patientenversorgungen fanden auf Englisch statt, manchmal mussten auch die letzten Reste des eingerosteten Schulfranzösischs reaktiviert werden, um ein Anamnesegespräch führen zu können.

Andreas Archut: „Der Dienst bei der COP23 war schon etwas ganz Besonderes. Für unsere Helfer war es nicht nur die Gelegenheit, Großeinsatzerfahrung zu sammeln und organisationsübergreifend mit anderen Hilfsorganisationen und der UN-Polizei zusammenzuarbeiten. Wir haben auch nicht oft die Chance, mit unserem Dienst einen unmittelbaren Beitrag zu einer globalen Herausforderung wie der Bekämpfung des Klimawandels zu leisten.“

Während die fünf Honnefer Helfer in der Rheinaue Einsatz machten, waren auch ihre Kollegen in der Heimatgliederung nicht untätig: Sie besetzen verschiedene Sanitätsdienste zum Karnevalsbeginn und stellten die Einsatzbereitschaft der Honnefer Einsatzeinheit sicher.

Foto: Helfer der Malteser, der JUH, des ASB und des DRK stemmten den Sanitätsdienst gemeinsam. Foto: Dirk Lötschert

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Bad Honnef und Umgebung

Sankt Martin: Malteser Jugend hält Tradition aufrecht

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Foto: Ralf Klodt/MHD

Bad Honnef | Beim Martinszug der Grundschule Am Reichenberg und des katholischen Familienzentrums St. Johannes war die neue Malteser-Jugendgruppe vollzählig angetreten und übernahm die Spitzenposition des christlichen Umzugs. Erwachsene Malteser-Sanitäter übernahmen den Sanitätsdienst bei der Veranstaltung, wobei jedoch das Feuerzeug zum Wiederentzünden vorzeitig erloschener Laternenkerzen eindeutig das wichtigste Hilfsmittel war, das die Sanis an dem Abend mit sich führten.

Der Malteser-Stadtbeauftragte Dr. Andreas Archut kennt die Martinstradition schon, seit er als Jugendlicher zu den Maltesern gekommen ist. Er sagt: “Viele unsere Helfer können sich noch gut erinnern, wie sie bei den Maltesern angefangen haben, und wissen noch genau, wie das war, zum ersten Mal die große Fackel zu tragen. Auch wenn es einigen anfangs ‘uncool’ vorkam, so sind sie doch jetzt stolz, dass die Jugendlichen von heute es ihnen gleichtun.”

Die Malteser Jugend ist die Jugendorganisation des Malteser Hilfsdienstes. Bei ihrer Jugendarbeit stehen gemeinsame Aktivitäten vom Spielen über das Helfen und Beten im Vordergrund. Wo es möglich ist, können die Jugendlichen den erwachsenen Maltesern über die Schulter schauen und bei manchen Diensten auch aktiv mitmachen. Das schweißt zusammen, und nicht wenige junge Menschen bleiben der Hilfsorganisation lange als Aktive erhalten. Daran hätte auch der heilige Martin seine Freude gehabt.

 

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Bad Honnef und Umgebung

Bad Honnefer Malteser kämpfen um Deutsche Sanitäter-Meisterschaft

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Training für den Wettbewerb in Landshut. Foto: MHD

Bad Honnef | Eine 14-köpfige Gruppe der Bad Honnefer Malteser fährt am Wochenende zum Bundeswettbewerb des Malteser Hilfsdienstes nach Landshut, um sich im Wettbewerb der Schulsanitäter mit Gruppen aus ganz Deutschland zu messen. 

Beim 18. Bundeswettbewerb treten ehrenamtliche Einsatzkräfte aus ganz Deutschland gegeneinander an. Neben einem Erwachsenen- und einem Jugendwettbewerb gibt es seit einigen Jahren auch einen Wettbewerb für Schulsanitäter. Für die Gliederung Bad Honnef nehmen Schüler der CJD Jugenddorf Christopherusschule Königswinter und der Konrad-Adenauer-Schule Bad Honnef an dem Leistungsvergleich teil. Die Malteser-Gruppe hat sich durch den Sieg beim Diözesanwettbewerb für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft qualifiziert und vertritt dort ihren Diözesanverband. Die Honnefer Gruppe startet für die Malteser in der Erzdiözese Köln.

Beim Bundeswettbewerb beweisen Malteser aus dem gesamten Bundesgebiet ihr Können in der Notfallversorgung. Die Einsatzkräfte müssen realistische Szenarien unter höchstem Zeitdruck bewältigen. Das haben die Jugendlichen bei den Maltesern gelernt und in den vergangenen Wochen und Monaten fleißig trainiert. Rettungsassistentin Carina Frings hatte die Wettbewerbsgruppe zusammen mit den Gruppenleiterinnen Janina Gebert und Antonia Fasolack auf den Wettkampf in Landshut vorbereitet.

Von den Teilnehmern wird bei dem Wettbewerb eigenständiges und flexibles Handeln verlangt. Es gehe nicht nur darum, Routine abzurufen, vielmehr müsse in Sekunden entschieden werden, um Unwägbarkeiten, Zufälle und plötzlich auftretenden Ereignisse zu bewältigen. Das Ziel ist ebenso einfach wie herausfordernd: allen Notfall-Betroffenen so umfassend und wirksam wie möglich zu helfen. Im Wettkampf der Schulsanitäter geht es aber nicht nur um die medizinische Versorgung sondern auch um das Wissen Rund um die Malteser und den Zusammenhalt in der Gruppe.

Das Honnefer Team reist mit 14 Personen und einem klaren Ziel zum diesjährigen Wettkampf nach Landshut: „Wir wollen unser Bestes geben und dabei den Spaß stets im Blick behalten“, sagt Janina Gebert, die selbst als Schulsanitäterin zu den Maltesern gekommen ist und hier inzwischen die Jugendgruppe leitet. Bereits im Jahr 2013 begleitete Carina Frings die Schulsanitäter vom CJD Königswinter zum Bundeswettkampf nach Aachen und belegte mit dieser Gruppe den fünften Platz. Ein gutes Abschneiden beim Bundeswettbewerb ist deshalb nicht nur Ehrensache, sondern zeigt auch, dass die Jugendliche ihre Unsicherheiten überwunden haben, wie Trainerin Carina Frings betont: „Wir müssen Aufgaben erfüllen, die absolut realistisch sind und verantwortungsbewusst in einem Team arbeiten. Da muss jeder Handgriff sitzen, schließlich geht es um Menschenleben.“ (A.A.)

Malteser unterstützen Schulsanitätsdienste

Auch in der Schule ist immer wieder fachgerechte Erste Hilfe gefragt: während des Unterrichts, beim Sport, in den Pausen, bei schulischen Veranstaltungen. An vielen Schulen helfen sich die Schüler inzwischen erst mal selbst: Denn hier stehen für den Fall der Fälle Schüler bereit, die sich in einer Arbeitsgemeinschaft Schulsanitätsdienst zusammengeschlossen haben. Die Bad Honnefer Malteser unterstützen die Schulsanitätsdienste im Siebengebirgsraum, indem sie in fachlichen Fragen beraten und die Jugendlichen zu Ersthelfern, Schulsanitätern und Notfallhelfern ausbilden.

 

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