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"Feuerwehr" von St. Josef nach 38 Jahren in den Ruhestand verabschiedet

Eigentlich wollte Ursula Gläser Architektin werden. Doch das war seinerzeit nichts für eine Frau. Sie entschied sich deshalb klassisch – für das Studium des Lehramts.  Nach 38-jähriger Tätigkeit als Lehrerin an der Erzb. Realschule St. Josef wurde sie heute von Schülern und Lehrerkollegium verabschiedet.

Der letzte Parcours wurde für die scheidende Pädagogin  auf dem schuleigenen Sportplatz aufgebaut. Das hatte seinen Grund: Sport und Bewegung waren für sie immer sehr wichtig. Heute allerdings stand mehr das Händeschütteln im Mittelpunkt.

Zunächst wurde Ursula Gläser als nebenberufliche Aushilfslehrerin für die Fächer Leibeserziehung und Mathematik eingestellt. Doch schon bald bekam sie eine Planstelle als hauptberufliche Lehrerin für Mathematik, Biologie und Sport. Schulleiter Stefan Rost: „Du hattest dich offensichtlich bewährt und die Franziskanerinnen trauten dir eine Menge zu.“

In Schülerkreisen galt sie eine Zeitlang als „die Feuerwehr von St. Josef“. Immer wenn Not am Mann bzw. an der Frau war, ist sie eingesprungen und hat ausgeholfen.

Das Lehrer/Schüler- Verhältnis hat sich aus Sicht der beliebten Lehrerin positiv entwickelt. Zumindest vordergründig seien die Schülerinnen und Schüler heute offener und partnerschaftlicher, zum größten Teil  höflich und nett. „Wir haben sehr viele, sehr nette Schülerinnen und Schüler“. Differenzierter sieht sie das Verhältnis Eltern/Lehrer. Hier hätte sie sich manchmal etwas mehr Unterstützung von den Eltern gewünscht.

Ruhestand heißt für Ursula Gläser nicht Stillstand. In der nächsten Zeit will sie ihre Englischkenntnisse vertiefen. Das sei in den letzten Jahren zu kurz gekommen.

Für die Sportlehrerin keine echte Herausforderung: Torschuss mit Mantel
Für die Sportlehrerin keine echte Herausforderung: Torschuss mit Mantel

 

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