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Stadt Siebengebirge

Erster Meningokokken-Fall in diesem Jahr

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Rhein-Sieg-Kreis | Ein dreijähriges Kind aus Sankt Augustin ist am 28.02.13 in stationäre Behandlung gekommen. Der dringende Verdacht auf eine Erkrankung mit den gefährlichen Meningokokken wurde dem Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises noch am gleichen Tag gemeldet. Das Kind wird zurzeit noch im Krankenhaus betreut. Die behandelnden Ärzte beurteilen seinen Zustand als kritisch. Weitere Erkrankungsfälle sind bislang nicht bekannt geworden.

Der Familie des Kindes und allen 55 Kindern des Kindergartens, insbesondere den direkten Kontaktpersonen in der Gruppe (ca. 25), wurde ein Informationsblatt mit praktischen und medizinischen Hinweisen ausgehändigt. Darüber hinaus wurden Eltern und Kindergartenleitung telefonisch vom Gesundheitsamt unterrichtet und beraten.

„Ich empfehle allen, die in den vergangenen Tagen engen Kontakt mit dem erkrankten Kind hatten, unbedingt einen Arzt aufzusuchen und mit ihm zu klären, ob die vorsorgliche Einnahme von Medikamenten erforderlich ist“, so Dr. Bernd Ehrich, Leiter des Kreisgesundheitsamtes.

Von den Kindern des Kindergartens sind allerdings nur solche gefährdet, die tatsächlich engen Kontakt mit dem Erkrankten hatten. Diese werden gezielt ermittelt. Eine wahllose Gabe von Antibiotika an alle Kindergartenkinder wird nicht empfohlen. Damit folgt das Gesundheitsamt den Empfehlungen des Robert Koch-Institutes, der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin sowie internationalen Expertengremien.

Das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises beantwortet Ihre Fragen telefonisch Montag bis Donnerstag zwischen 8.30 Uhr bis 15.45 Uhr sowie am Freitag von 8.30 bis 12.30 Uhr unter der Rufnummer 02241/ 13-2727.

Die Übertragung der Meningokokken-Bakterien erfolgt durch Tröpfcheninfektion, etwa beim Sprechen und Anhusten. Grundsätzlich sind Sekrete des Nasen-Rachen-Raumes und Speichel infektiös, so dass die Erreger zum Beispiel auch beim Küssen übertragen werden können. Da die Bakterien außerhalb des Körpers nur kurze Zeit überleben, ist ein enger Kontakt zum Kranken oder einem Keimträger für eine Ansteckung erforderlich. Ein Zusammentreffen von Menschen ohne engen Kontakt wie etwa in der Öffentlichkeit oder einem flüchtigen Treffen in geschlossenen Räumen führt im Normalfall nicht zu einer Ansteckung.

Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit beträgt meist zwei bis sieben (selten 10) Tage. Wer also zehn Tage nach Kontakt mit einem Erkrankten nicht erkrankt ist, wird im Normalfall auch nicht infiziert sein.

Häufig gehen der Hirnhautentzündung akute Erkältungssymptome voraus. Ohne Übergang kann es plötzlich zu Kopfschmerzen kommen, die rasch stärker werden. Meist tritt hohes Fieber auf, der Kranke muss sich übergeben, leidet unter Nackensteifigkeit. Dies ist ein ganz typisches Symptom. Das Bewusstsein des Patienten kann sich eintrüben, er ist nicht mehr ansprechbar. Rot-violette Hautflecken signalisieren einen schweren Verlauf, in dem sich die Erreger über die Blutbahn ausbreiten (Sepsis). Entscheidend für den Verlauf ist ein rascher Therapiebeginn mit einem geeigneten Antibiotikum.

Im Jahr werden in Deutschland etwa 800 Meningokokken-Fälle registriert, das ist einer pro 100.000 Einwohner. Es ist eindeutig ein Erkrankungsgipfel in der kalten Jahreszeit zu beobachten. Kinder unter fünf Jahren sind am häufigsten betroffen, dann Jugendliche und junge Erwachsen bis 25 Jahre. In seltenen Fällen erkranken auch ältere Erwachsene. (rl)

 

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Ganz Selhof unterm Weihnachtsbaum

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Bad Honnef-Selhof | Zum dritten Mal traf sich Ganz Selhof unterm Weihnachtsbaum. Die Idee zu dieser Veranstaltung hatte der Jungesellenverein “Einigkeit macht stark”.

Sogar aus dem fernen Berlin kamen diesmal Sälefer angereist, zum Beispiel Michael Gilgen, der 18 Jahre lang Mitglied im Tambourcorps “Frei Weg” war.

Wer gerne Weihnachtslieder singt, der sollte im nächsten Jahr zur Martinskapelle kommen, wenn es wieder heißt: Ganz Selhof unterm Weihnachtsbaum.

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Sozialausschuss berät über Seniorenvertretung für Bad Honnef

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Bad Honnef | Am Dienstag thematisiert der Sozialausschuss die Einrichtung einer Seniorenvertretung in Bad Honnef. Honnef heute sprach zuvor mit Annette Stegger, frühere stellvertretende Bürgermeisterin und heutiges Mitglied im Vorstand der  Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen e.V. (BIVA).

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Wird kostenpflichtiges Parken an Lohfelder Straße wieder abgeschafft?

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Bad Honnef | Die Kritik an der Parkraumbewirtschaftung in Bad Honnef ist immer noch heftig. Viel Unverständnis rief vor allem wegen der vielen Schwimmbadnutzer auch die Gebührenerhebung auf dem Parkplatz Lohfelder Straße hervor. Die könnte bald der Vergangenheit angehören.

Gestern Abend beschloss eine Mehrheit es Betriebsausschusses von 5:4 Mitgliedern den Antrag von Grünen und FDP, die Bewirtschaftung des Parkplatzes an der Lohfelder Straße aufzugeben.  Dagegen stimmten CDU und BÜRGERBLOCK.

Klaus Wegner (GRÜNE) “Ich hoffe, dass dies ein erster Schritt ist, um auch im Rat die Rücknahme der Bewirtschaftung des Parkplatzes zu erreichen. Die Bewirtschaftung des Parkplatzes schadet dem Eigenbetrieb “Bad Honnefer Bäder”. Insbesondere Dauerkarteninhaber, Familien, Früh- und Spätschwimmer und Besucher aus entfernten Stadtteilen werden durch die Parkgebühr unverhältnismäßig hoch belastet.” Dieses Jahr registrierte das Schwimmbad 15.304 weniger Besucher als 2016, führte das Ergebnis auf die schlechte Wetterlage zurück.

Eine Rückerstattung von Parkgebühren oder eine kostenfreie Parkplatznutzung für Freibadbesucher, wie dies von der Verwaltung vorgeschlagen wurde, wäre nach Wegners Meinung zu aufwendig und ungerecht gegenüber den Minigolfspielern, Tennisclubmitgliedern und anderen Besuchern der Insel.

Für den Fraktionsvorsitzenden der GRÜNEN könne sich das kostenfreie Parken nicht nur positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung der Bad Honnefer Bäder auswirken, sondern auch als Maßnahme der Imageförderung auf die Attraktivität der Stadt.

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