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Hunff & Honff

Drama Saynscher Hof – Eigentum verpflichtet

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Parkplätze, Parkplätze, Parkplätze – Dauerthema in Bad Honnef. Mittlerweile gehen ehrenamtlich tätige Politiker schon waghalsige Manöver ein, um der Misere zu begegnen. Denn: Ohne genügend Parkfläche keine neuen Kunden. Und die benötigt Bad Honnef dringend, wie andere Städte auch.

Ein blaues Auge holte sich heute der BÜRGERBLOCK. Sein Vorschlag, drei bis vier weitere Kurzzeitparkplätze im Bereich des Marktes einzurichten, musste fehl schlagen. Eine solche städtebaulich herausragende Umgebung verträgt kein Autoblech – sie steht für Kommunikation, Kultur, Einkauf, Bewirtung, Spaß, Spiel … Trotzdem hat sich der BÜRGERBLOCK um Lösungen bemüht – sein Engagement und Mut  ist ihm hoch anzurechnen. Andere Parteien haben sich nicht getraut, unpopuläre Vorschläge für die Zukunftssicherung der Stadt zu machen.

Bedauerlich ist, dass offensichtlich Grundbesitzer ehrenwerte Kommunalpolitiker in eine solche missliche Situation überhaupt erst bringen. Bad Honnef könnte im Innenstadtbereich viel mehr Parkplätze anbieten, zum Beispiel am Saynschen Hof, linke Seite stadtauswärts. Dass der städtebauliche Schandfleck keiner zweckmäßigen Nutzung zugeführt werden kann, soll nach Aussagen von Verwaltungsleuten und Politikern auch mit der Verweigerung der Grundstückseigentümer zu tun haben.

Eigentum verpflichtet.

Das sieht auch der Gesetzgeber so und zieht sogar Enteignungen in Betracht, um einen städtebaulichen und sozialen Belangen Rechnung tragenden Ablauf von Stadtumbaumaßnahmen auf Grundlage des seitens der Gemeinde aufgestellten Stadtentwicklungskonzepts oder eines Sozialplans zu sichern.

Bevor jetzt einige die Nase rümpfen – natürlich will das niemand. Sollte es aber so sein, dass wenige den Fortschritt des Gemeinwesens nicht unterstützen – welche Möglichkeiten gibt es dann?

 

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0 Comments

  1. Markus Dorst

    14. März 2014 eingestellt am 1:00

    Da hat ja einer wohl den Schuss nicht gehört?!?!?!?! Erst schneidet man allen Anliegern zwecks Bau der Umgehungsstraße Saynscher Hof (vorher nur ein besserer Trampelpfad namens Dells Gäßchen) einen Teil ihres Grundstücks ab, und nun will man sie enteignen, weil sie sich weigern, auch noch den Rest abzugeben? Sauerei!

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Hunff & Honff

Volk oder Vereinsmitglieder?

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Demokratie bedeutet Vielfalt. Sie kann nur gelingen, wenn alle gesellschaftsgestaltenden Gruppen ein entsprechendes Mitspracherecht haben. Bad Honnef, als eine der Kommunen mit dem höchsten Altersdurchschnitt im Rhein-Sieg-Kreis, soll nun eine Seniorenvertretung bekommen. Längst überfällig.

Das sehen auch Verwaltung, CDU und FDP so. Jedenfalls sind sie nicht dagegen. Allerdings wollen sie eine Vertretung, die nicht “vom Volk”, sondern von Vereinsmitgliedern gewählt wird. Offensichtlich stimmten deshalb Christdemokraten und Freie Demokraten in der Sitzung des Sozialausschusses, in der auch über die juristische Form einer Seniorenvertretung beraten wurde, einer Vertretung nach § 27 a der GO NRW nicht zu.

Nach dem Grundsatz der Landesseniorenvertretung NRW wird die Seniorenvertretung von allen Seniorinnen und Senioren der Stadt gewählt und erhält Rede- und Antragsrecht im Ausschuss für Bildung, Sport, Kultur und Soziales. Eine Vereinslösung würde demnach nicht nur eine Wahl mit Barrieren bedeuten, sondern auch Interessensgruppen mehr Möglichkeiten der Einflussnahme bieten. Das wollte neben SPD und Grünen auch der Bürgerblock nicht.

Ebenfalls schreiben die Statuten der Landesseniorenvertretung NRW vor, dass Seniorenvertretungen “in ihrer Willensbildung und in ihrem Handeln dem Grundsatz der Unabhängigkeit in Bezug auf Parteien, Konfessionen und Verbänden verpflichtet” sind. Das trifft auf Ratsmitglieder natürlich nicht zu.

Schon allein aus diesem Grund ist die Verwaltungsargumentation nicht schlüssig.

 

 

 

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Bad Honnef und Umgebung

Honnefshopping oder doch Amazon?

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Es hat wirklich lange gedauert, bis man in Bad Honnef das Wort INTERNET in den Mund nehmen durfte, ohne ausgelacht zu werden. Allmählich sind auch Gestrige willens, sich der Wirklichkeit nicht zu verschließen.

Das Tollste an vielen Internet-Angeboten ist, dass die meisten umsonst sind – von Wikipedia bis zum News-Portal. Nun soll es bald ein Online-Portal mit Shop für den Einzelhandel in Bad Honnef geben. Die Stadt verspricht den Händlern, sie brauchen dafür nichts zu bezahlen. Das macht der Steuerzahler: 100.000 EUR das Land, 100.000 die Stadt.

Ob dieses Geld gut investiert wird, ist eine spannende Frage. In Wuppertal hat es nicht ausgereicht. Nach zwei Jahren stand das Projekt wirtschaftlich deutlich vor dem grünen Bereich und muss nun weiter öffentlich finanziert werden. Bad Honnef hat 320.000 Einwohner weniger, entsprechend weniger Konsumenten.

Die Honnefer Politik steht hinter dem Projekt, eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen. Befragte Händler sind skeptisch. Sie fürchten vor allem die mit dem Onlineportal einhergehenden notwendigen Ressourcen. So geht es nicht ohne Schulung, ohne ständige Aktualisierung der Produktangebote, Anpassung der Preislisten, ein digitales Warenwirtschaftssystem. Hinzu kommen die logistischen Anforderungen beim Wareneinkauf, bei Reklamation und beim Umtausch. “Ein Shop kommt für mich nicht infrage”, so eine Innenstadt-Händlerin, die nicht genannt werden will, “wie soll ich das denn alles schaffen?”

Händler, die auf Online-Märkten vertreten sind, erleben offensichtlich weniger einen Umsatz-Boom, eher sprechen sie von einer höheren Frequenz im stationären Shop. Fachleute sind der Überzeugung, mindestens drei bis vier Jahre gehen ins Land, bis sich der Aufwand auch in der Kasse bemerkbar macht.

Klar ist, dass etwas in Bad Honnef geschehen muss. Da ist ein Portal, das den Geschäftsleuten eine gute Präsenz im Internet ermöglicht, der richtige Weg. Ob ein Bad Honnefer Online-Shop attraktiv genug sein wird, um sich gegen Amazon, Ebay und Co. behaupten zu können, steht auf einem anderen Blatt.

 

 

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Bad Honnef und Umgebung

Alles im Fluss

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Die Dachmarke ist durch. Und das kann gut sein für Bad Honnef. Wenn sie vernünftig geführt wird, schafft sie Orientierung, noch mehr Kreativität, Begeisterung. Logo, Slogan und Dauer-Slow Motion – die Geschmäcker sind verschieden.

Falsch kann die Symbolik nicht sein: ein Herz ist nie verkehrt.

Jetzt kommt es auf die Bürger, Vereine und Unternehmen an, der Marke Strahlkraft zu verleihen. Das schafft kein Claim, kein Herz, kein Film. Bad Honnef lernt Zesammestonn.

Der Bürgermeister hat (hoffentlich) gelernt, dass die Menschen mitgenommen werden wollen. Erst recht, weil er mit seinem Dialogversprechen die Wahl gewonnen hat.

Nach der Landesgartenschau der zweite Coup. Hoffentlich diesmal erfolgreich.

Alles im Fluss.

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