Hunff & Honff

Drama Saynscher Hof – Eigentum verpflichtet

Parkplätze, Parkplätze, Parkplätze – Dauerthema in Bad Honnef. Mittlerweile gehen ehrenamtlich tätige Politiker schon waghalsige Manöver ein, um der Misere zu begegnen. Denn: Ohne genügend Parkfläche keine neuen Kunden. Und die benötigt Bad Honnef dringend, wie andere Städte auch.

Ein blaues Auge holte sich heute der BÜRGERBLOCK. Sein Vorschlag, drei bis vier weitere Kurzzeitparkplätze im Bereich des Marktes einzurichten, musste fehl schlagen. Eine solche städtebaulich herausragende Umgebung verträgt kein Autoblech – sie steht für Kommunikation, Kultur, Einkauf, Bewirtung, Spaß, Spiel … Trotzdem hat sich der BÜRGERBLOCK um Lösungen bemüht – sein Engagement und Mut  ist ihm hoch anzurechnen. Andere Parteien haben sich nicht getraut, unpopuläre Vorschläge für die Zukunftssicherung der Stadt zu machen.

Bedauerlich ist, dass offensichtlich Grundbesitzer ehrenwerte Kommunalpolitiker in eine solche missliche Situation überhaupt erst bringen. Bad Honnef könnte im Innenstadtbereich viel mehr Parkplätze anbieten, zum Beispiel am Saynschen Hof, linke Seite stadtauswärts. Dass der städtebauliche Schandfleck keiner zweckmäßigen Nutzung zugeführt werden kann, soll nach Aussagen von Verwaltungsleuten und Politikern auch mit der Verweigerung der Grundstückseigentümer zu tun haben.

Eigentum verpflichtet.

Das sieht auch der Gesetzgeber so und zieht sogar Enteignungen in Betracht, um einen städtebaulichen und sozialen Belangen Rechnung tragenden Ablauf von Stadtumbaumaßnahmen auf Grundlage des seitens der Gemeinde aufgestellten Stadtentwicklungskonzepts oder eines Sozialplans zu sichern.

Bevor jetzt einige die Nase rümpfen – natürlich will das niemand. Sollte es aber so sein, dass wenige den Fortschritt des Gemeinwesens nicht unterstützen – welche Möglichkeiten gibt es dann?

 

Vorheriger ArtikelNächster Artikel

  1. Da hat ja einer wohl den Schuss nicht gehört?!?!?!?! Erst schneidet man allen Anliegern zwecks Bau der Umgehungsstraße Saynscher Hof (vorher nur ein besserer Trampelpfad namens Dells Gäßchen) einen Teil ihres Grundstücks ab, und nun will man sie enteignen, weil sie sich weigern, auch noch den Rest abzugeben? Sauerei!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

X
X