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Innenstadt Quo vadis?

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Bad Honnef | Innenstadt Quo vadis – Wohin gehst Du? 30 Zuhörer wollten das heute Abend im Foyer des Kurhauses wissen. Von den Allianz-Spitzen Sebastian Wolff (CDU), Rainer Quink (FDP), Michael Oswald (Grüne) und Georg Zumsande (Centrum e.V.).

Der Centrum-Chef ging sogleich in die Vollen. Überhaupt kein Verständnis habe er dafür gehabt, dass die Stadtinformation durch „krasse Nötigung“ innerhalb von sechs Wochen ihre städtische Förderung verdreifachen konnte, während die Mitglieder des Centrum e.V. eine satte Gebührenerhöhung für Leistungen des Bauhofs auf den Tisch bekamen. Info-Chef Thomas Bock drohte, alles hinzuschmeißen, wenn er nicht mehr Geld bekäme.

Zumsande forderte: „Wir leisten auch ehrenamtliche Arbeit, finanzieren aus eigener Kraft mit einem 170.000 EUR-Budget die beste Wirtschaftsförderung, die sich Bad Honnef vorstellen kann. Und nun sollen wir dafür auch noch Geld bezahlen.“ Das ginge einfach nicht, das müsse zurückgenommen werden. Und dafür benötige der Verein dringend die Unterstützung der Fraktionen.

Die bekam er nicht. Lediglich wies Sebastian Wolff darauf hin, dass erst 2014 Gebühren anfallen sollen, „dann müssen wir noch mal ein einen Tisch“. Selbstverständlich war für ihn, dass der Centrum e.V. nicht voll belastet werden dürfe.

Wolff stellte auch noch einmal klar, dass die Wirtschaftsförderung in Bad Honnef nicht eingestellt, sondern lediglich auf Null gesetzt worden sei. Der Allianz sei es bei ihrem Antrag darum gegangen, die Stelle des Wirtschaftsförderers einzusparen, weil die dafür verwendeten 80.000 EUR Personalkosten an anderer Stelle effektiver eingesetzt werden sollen.

Zumsandes zweiter Treffer: Auf die Frage des Moderators Hansjörg Tamoj, was denn Bad Honnef attraktiv machen könnte, nannte er spontan den Saynschen Hof. Als eine der innerstädtischen Lebensadern hätte die Straße den Charme von Wesseling, ja, sie sei ein wahrer Kulturschock. Außerdem benötige die Innenstadt dringend mehr Parkplätze. Jeder zusätzliche Parkplatz mache die Unternehmer froh.

Warum der Saynsche Hof immer noch an Nachkriegszeiten erinnert, erklärte Rainer Quink. Die Eigentümerfrage sei sehr kompliziert und die Verkehrsprobleme müssten gleichfalls gelöst werden. Würde man dort Geschäftsflächen ausweisen, benötige man weitere Parkplätze. Deshalb habe die Allianz den Vorschlag gemacht, den Parkplatz Luisenstraße mit Geschäften, einem Kino und unterirdischen Parkplätzen zu bewirtschaften. „Als das bekannt wurde, haben sich sofort zahlreiche Investoren gemeldet“, so Quink. Nun sei die Stadt am Zug.

Michael Oswald ergänzte, da es sich bei dem Parkplatz Luisenstraße um ein städtisches Grundstück handeln würde, könnten dort Projekte wesentlich schneller umgesetzt werden als am Saynschen Hof.

Zur Lösung des Verkehrs- und Parkplatzproblemes boten die Allianzler erneut die Idee des Innenstadtrings an. Der würde die Fahrzeuge ab der Stadtsparkasse über die Weyermannallee und die Luisenstraße zur Bahnhofstraße leiten. Problem sei hier die Rheinklinik. Früher habe sich der damalige Verwaltungsleiter strikt gegen eine solche Straßenführung ausgesprochen. Mittlerweile seien die Gespräche mit dem jetzigen Verwaltungsleiter neu aufgenommen worden.

Der Gedanke eines Besuchers, die Zufahrt zum Parkplatz gleich an der Sparkasse von der Weyermannallee aus zu ermöglichen, ließ aufhorchen, wird aber wohl nicht umzusetzen sein. Kaum zu glauben, dass  die Anwohner dem zustimmen würden.

Interessanter klang da schon die Aussage einer Bad Honnefer Neubürgerin. Sie sei nun schon zehnmal umgezogen und könne beurteilen, was eine einkaufsfreundliche Stadt ist und was nicht: „In unserer Familie habe ich das Geld in der Hand und würde es gerne in Bad Honnef lassen.“

Quo vadis jetzt, Bad Honnef?

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Bad Honnef und Umgebung

„Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ – Netzwerker trafen sich im Rathaus

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Die Teilnehmenden des Netzwerktreffens „Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit“ für die Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“  – Sitzend v. l.: Maria-Elisabeth Loevenich (Codealk ICT Consulting), Christoph Weiß (Netzwerkkoordinator NRW der Kampagne), Dirk Krämer (Schule Schloss Hagerhof), Daniela Kniebes (Theodor-Weinz-Grundschule Aegidienberg); stehend v. l.: Johanna Högner (Wirtschaftsförderung der Stadt Bad Honnef), Marcus Killat (Betriebsleiter Abwasserwerk und Bad Honnefer Bäder), Rita Bachmann (Schulleitung Theodor-Weinz-Grundschule Aegidienberg), Daniela Paffhausen (Bad Honnef AG), Stefanie Döpinghaus (St.-Martinus-Grundschule) | Foto: Christine Pfalz

Bad Honnef | Es ging um die „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“. Mitglieder des Netzwerkes „Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit“ trafen sich im Rathaus, um sich über die Kampagne auszutauschen. Ziel ist, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) einen hohen Stellenwert in den Schulen erhält.

Kommenden Aktionen und Projektarbeit der Schülerinnen und Schüler wurden im Rathaus besprochen. Die Arbeit für und mit den Kindern wird spannend werden, die Ergebnisse bunt und sehenswert. Am Ende werden die Schülerinnen und Schüler wissen, was es heißt, verantwortungsbewusst und nachhaltig zu handeln.

Im Rathaus ging es um die Netzwerkkriterien, die die Kampagne in Nordrhein-Westfalen vorgibt. Angereist war Christoph Weiß, der Netzwerkkoordinator in Nordrhein-Westfalen, um beratend zur Seite zu stehen.

Das Netzwerk in Bad Honnef wächst, denn die Theodor-Weinz-Grundschule in Aegidienberg hat sich neu angeschlossen, während die Schule Schloss Hagerhof und die Selhofer St.-Martinus-Grundschule schon länger dabei sind. Die Internationale Hochschule hat ebenso ihre Mitarbeit zugesagt. Die Unterstützung der Stadt Bad Honnef durch Wirtschaftsförderung und Betriebsleitung der Eigenbetriebe ist schon seit längerem gewährleistet. Auch die Bad Honnef AG ist seit Jahren Partnerin.

Maria-Elisabeth Loevenich, Koordinatorin in Bad Honnef für Bildung für nachhaltige Entwicklung, fasste zusammen: „Wir haben einen Konsens erarbeitet, wie die Kampagne gestartet werden kann. Die Stadt hatte schon die Auszeichnung der UNESCO erworben gehabt. Jetzt wird es weitergehen, eingebunden in die Landes- und Bundesebene. Dem Ziel, ein gutes lokales Netzwerk aufzubauen, sind wir nähergekommen.“

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Bad Honnef und Umgebung

Straßen.NRW traf Vorkehrungen auf B42 wegen Felssicherung Am Domstein

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Bad Honnef | Heute begann Straßen.NRW mit der Sicherheitsmarkierung zwischen Bad Honnef und Königswinter. Grund ist ein Felsbrocken, der sich aus einer hundert Jahre alten Natursteinmauer unterhalb eines Hauses Am Domstein vor drei Jahren gelöst hatte. Nun müssen Sicherungsmaßnahmen an der Mauer für rund 300.000 EUR durchgeführt werden.

Das Sicherungsgebiet ist nur von der B42 zugänglich. Deshalb muss zwischen Rhöndorf und Königswinter Höhe Am Domstein eine Fahrspur Richtung Bonn bis Ende November abgesperrt werden. Mit 26 Ankern und einem Netz wird der Felsbereich stabilisiert und ein Herabfallen von Felsstücken auf die B42 verhindert.

Teilweise werden die Anker unter das Haus von Walter Gstirner Am Domstein getrieben. Angst hat er deswegen nicht. Sein Haus sei mittlerweile 100 Jahre alt und werde auch diese Prozedur überstehen. Außerdem sei ja danach von einer erhöhten Sicherheit auszugehen.

Aus naturschutzrechtlichen Gründen wie Grünschnittverbot während der Brutzeiten konnte Straßen.NRW nicht bereits in den Sommerferien mit den Arbeiten beginnen.

Warum erst nach drei Jahren reagiert wurde, soll auch etwas mit den Eigentumsrechten zu tun gehabt haben. Zunächst war offensichtlich niemandem bekannt, wem die Mauer gehört. Ebenfalls gibt es keine Eintragungen in zur Verfügung stehenden Plänen.

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Bad Honnef und Umgebung

Stadt will Menzenberger Stadion am Donnerstag fit machen

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Bad Honnef | Seit Wochen wuchert das Unkraut im städtischen Stadion an der Menzenberger Straße. Besonders störend wirkt sich diese Entwicklung zurzeit im Eingangsbereich aus. Für das Image der Stadt und des FV Bad Honnef nicht gerade förderlich.

Bad Honnefer Bürgerinnen und Bürger schämen sich über so wenig Sinn für Ästhetik und können schon gar keine Verbindung zur aufwändig geführten Dachmarkenkampagne mit dem Slogan „Lebensfreude verbürgt“ herstellen. Die Fans der HFV-Gegner wundern sich und machen sich bereits über die Verwahrlosung lustig.

„Honnef heute“ wollte von der Stadt wissen: „Warum geschieht nichts?“

Heute erklärte die Stadt den Zustand mit „personellen Engpässen“, die zu den Verschiebungen der Pflegearbeiten geführt hätten. Nun seien sie aber beauftragt und „intern, im Arbeitsplan aufgenommen“ worden. Am Donnerstag soll das Stadion wieder in einen Top-Zustand gebracht werden.

Die Nutzer der Sportstätte wird es freuen.

Am 8.10.2017 empfängt der HFV den FC Leverkusen zum nächsten Meisterschaftsspiel. Dann können Honnefer hoffentlich wieder ruhigen Gewissens fragen: „Schön hier. Oder?“

 

Beitrag vom 17.9.2017

 

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