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Das Adenauerhaus in Rhöndorf eröffnet Dauerausstellung

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Das Adenauerhaus in Rhöndorf eröffnet seine neue Dauerausstellung mit einem großen Museumsfest am 22. und 23. April 2017

Bad Honnef-Rhöndorf | Ein gutes Jahr wurde umgebaut, gehämmert und geschraubt. Bald ist es so weit und die neue Dauerausstellung des Adenauerhauses in Bad Honnef/Rhöndorf wird eröffnet. Zu sehen ist eine moderne, abwechslungsreiche Präsentation mit Originalexponaten, Fotos, Dokumenten und zahlreichen Medienstationen. Sie zeigt Adenauers ereignisreiches Leben von 1876 bis 1967.

Dem Rheinländer Konrad Adenauer ist dabei sogar ein eigener Raum gewidmet – schließlich war er auch von 1917 bis 1933 Kölner Oberbürgermeister, der viele Projekte in der Domstadt umgesetzt hat. Doch auch der Privatmann Adenauer wird greifbar: der Familienmensch, Rosenliebhaber, Bocciaspieler, Erfinder, Krimileser und Kunstsammler.

Am Eröffnungswochenende lädt das Adenauerhaus am Samstag, 22. April und Sonntag, 23. April jeweils von 10 Uhr bis 18 Uhr die breite Öffentlichkeit zu einem großen Museumsfest in die Konrad-Adenauer-Straße 8c in Bad Honnef/Rhöndorf ein. Alle sind herzlich dazu eingeladen. Ein buntes Programm für Groß und Klein verspricht ein abwechslungsreiches Wochenende in Ausstellung, Kanzlergarten und Wohnhaus. So können sich zum Beispiel Besucher von einem Schnellzeichner portraitieren lassen oder auf Adenauers Bocciabahn Boccia spielen. Adenauers Lieblingskomponisten werden von einem Violinen-Duo vorgestellt werden. Interviews mit Zeitzeugen versprechen interessante Einblicke. Für Kinder gibt es eine Bastelstation, ein Quiz, eine Carrera- und eine Duplo-Bahn.

Am Sonntag, 23. April gastiert um 15.00 Uhr das Puppentheater am Drachenfels mit dem Stück „Aufruhr im Siebengebirge“. Der Eintritt und die Programmpunkte sind frei. Für Bewirtung ist gesorgt.

Zusatzinfos 

  • Beim „Alten“ in Rhöndorf wurde für 2,3 Mio. Euro umgestaltet
  • Neue Adenauer-Ausstellung will stärker jüngere Generation ansprechen
  • Konrad Adenauer als Rheinländer, Deutscher und Europäer

Als er geboren wurde, fuhr in Köln noch die Pferdebahn. Als seine Kanzlerschaft nach 14 Jahren endete, testeten die Amerikaner ihre ersten Mondraketen. Konrad Adenauer erlebte die Kaiserzeit, die Weimarer Republik, das Dritte Reich. 1949 wurde er mit 73 Jahren Gründungskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Jetzt will eine neue, modern konzipierte Dauerausstellung der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus in Rhöndorf vor allem auch das Interesse jüngerer Generationen am ersten Bundeskanzler wecken – zum Teil mit bisher nicht gezeigten Dokumenten und Exponaten.

Die aktuelle Ausstellung „Konrad Adenauer 1876–1967. Rheinländer, Deutscher, Europäer“ wird am 19. April mit geladenen Gästen feierlich eröffnet. Es ist zugleich Adenauers 50. Todestag. Ab 13.00 Uhr wird das umgestaltete Museum an diesem Tag allgemein zugänglich sein, bevor die Dauerausstellung dann am Wochenende darauf mit einem Museumsfest offiziell startet.

Modernes Raumkonzept
Ein Jahr lang wurde das Rhöndorfer Museum mit erheblichem finanziellen Aufwand (rund 2,3 Millionen Euro) umgestaltet. Die Kosten allein für den Umbau durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung betrugen 1,4 Millionen Euro, die neue Ausstellung selbst kostete 900.000 Euro. Über allem thront Adenauers Wohnhaus mit spektakulärem Blick auf das Rheintal. Hier wurde selbstverständlich nichts verändert.

Ein modernes Raumkonzept vergrößerte die Ausstellungsfläche des Museums von 230 auf jetzt 300 Quadratmeter. Eine dritte Ebene ermöglicht es, in der Ausstellung mehrere Führungen gleichzeitig anzubieten. Die Ausstellung selbst wurde durch das renommierte Büro „Atelier Brückner“ aus Stuttgart entworfen. Maßgeblich gefördert wurde das gesamte Projekt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Monika Grütters (CDU), der NRW-Stiftung und dem Landschaftsverband Rheinland.

35.000 Besucher jährlich
Noch immer kommen im Schnitt 35.000 Besucher jährlich zu den beliebten Führungen. Nachdem das Adenauer-Museum 20 Jahre lang mehr oder weniger unverändert geblieben war, passt sich die jetzige Ausstellung mit Medienstationen, inszenierten Räumen sowie einem Multifunktionsraum für Schulklassen und Vorträge den heutigen Ansprüchen und Sehgewohnheiten an.

Dr. Corinna Franz, Geschäftsführerin der überparteilichen Bundesstiftung, erläutert das neue und abwechslungsreichere Konzept: „Die alte Ausstellung setzte relativ viel Vorwissen voraus und wandte sich vor allem an die Zeitzeugengeneration. Natürlich wollen wir auch diejenigen, die uns schon kennen, wieder zu einem Besuch animieren. Vor allem aber hoffen wir, durch die bauliche Ästhetik, inhaltliche Ausrichtung sowie die didaktische und mediale Aufbereitung der Ausstellung neue Zielgruppen anzusprechen.“ Die neue Ausstellung wolle, so Franz, deutsche und europäische Zeitgeschichte für jedermann verständlich machen.

Der Rheinländer
Da vor allem im Rheinland das Interesse am „Alten aus Rhöndorf“ unverändert groß ist, kommen in der neuen Dauerausstellung sowohl Adenauers Wirken als Kölner Oberbürgermeister als auch der rheinische Katholik Konrad Adenauer stärker als bisher zur Geltung. Künftig ist dem „Rheinländer“ Adenauer ein eigener Raum gewidmet. Es werden in alten Filmausschnitten alle wichtigen Großprojekte – wie etwa der Bau des Müngersdorfer Stadions – vorgestellt, die Adenauer als Kölner OB vorangetrieben hat und mit denen er die Domstadt zur blühenden Metropole des Rheinlandes ausbaute. In den Vitrinen zu sehen sind Adenauers Anstellungsurkunde als Stadtoberhaupt und sein Taschenkalender. Darin markierte der Zentrumspolitiker den Tag, an dem ihn die Nazis aus dem Kölner Rathaus vertrieben.

Der Staatsmann und Familienmensch
Den größten Raum der neuen Dauerausstellung nimmt naturgemäß die Ära Adenauers als erster deutscher Bundeskanzler ein. Optisches „Highlight“ ist hier die alte Kabinettsglocke aus dem Bonner Palais Schaumburg. Ein weiterer Blickfang dürfte der bunte Indianerkopfschmuck sein, den der „Alte“ 1956 bei seiner Ernennung zum „Ehrenhäuptling“ der Vereinigten Indianerstämme von Wisconsin erhielt.

Die Ausstellung bringt dem Besucher Adenauer nicht nur als Staatsmann und überzeugten Europäer näher als bisher, sondern auch sehr privat und persönlich als Familienmensch, als Rosenliebhaber, Bocciaspieler, Erfinder von allerlei Praktischem wie dem elektrischen Insektentöter oder dem innenbeleuchteten Stopfei, als Krimileser (Agatha Christie) und Kunstsammler.

Fazit: Die neue Dauerausstellung bietet Einsteigern ebenso wie Kennern einen kurzweiligen Einblick in das faszinierende Leben und Wirken Konrad Adenauers. Sie liefert keine fertigen Antworten, aber viel Stoff für Diskussionen.
www.adenauerhaus.de

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Schon wieder ein Weihnachtsmann beim “Pitter”

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Die Seilbahn zum Drachenfels haben Profittlichs nicht geschafft, dafür für jede Menge Weihnachtsüberraschungen gesorgt. Abgesehen vom legendären Stollen, der gerade jetzt wieder in der ganzen Welt verteilt wird, macht das Rhöndorfer Traditionscafé immer wieder mit Nettigkeiten auf sich aufmerksam. So auch gestern.

Frau K. will nach der Physio kurz noch ein paar Kekse einkaufen, als sie von einem Herrn angesprochen wird: “Darf ich Ihnen einen Stollen schenken?” Frau K., wahrlich keine Skeptikerin, guckte ungläubig, bis der Herr ihr berichtete: “Ich komme gerade aus dem Krankenhaus und bin so froh, dass ich wieder gesund bin. Nun möchte ich auch andere Menschen glücklich machen.”

Natürlich nahm die Dame das Geschenk an und war eine Zeit lang danach immer noch baff: “Dass es so etwas heute noch gibt …?”

Sogar Inge Bott, mit ihren über 90 Jahren wohl eine der erfahrensten Bäckereiverkäuferinnen Deutschlands, zeigte sich erstaunt. Das hätte selbst sie noch nicht erlebt.

Nachdem der Nikolaus bereits am Sonntag die vielen Kinder froh machte, klingelte also gestern im Café Profittlich der Weihnachtsmann ein zweites Mal. Das Christkind kann kommen.

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Bad Honnef und Umgebung

Ehemalige Rhöndorfer Grundschülerinnen und -schüler trafen sich im Schützenhaus – Einige besuchten ihre alte Schule

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Bad Honnef-Rhöndorf | Zum gigantischen 4. Schultreffen kamen ehemalige Schülerinnen und Schüler der Geburtenjahrgänge 1917 bis 1957 der Rhöndorfer Grundschule am letzten Wochenende im Schützenhaus zusammen. Vorab besuchte eine kleine Abordnung ihre alte Schule – ein emotionaler Moment.

Neben Erinnerungen an Erziehungsmethoden und Aufklärungsunterricht stand bei dem Besuch natürlich die mögliche Schließung im Vordergrund. Statistische Erhebungen sagen eine angeblich zu geringe Auslastung voraus. Für die Ehemaligen unverständlich. Früher seien die Klassen deutlich kleiner gewesen und in kleineren Klassen könne man auch besser lernen.

Empfangen wurden die fünf Ex-Schülerinnen und -Schüler von Konrektorin Eva Märker, die sich zuvor zu einer möglichen Schließung äußerte – ebenso wie Schulleiter Martin Wilke.

 

 

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Bad Honnef und Umgebung

Buchvorstellung: “Helden des Helfens”

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Bad Honnef-Rhöndorf | Im Rahmen des Rhöndorfer Adventsmarktes stellt Manfred Speck, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus, Samstag, 2.12.2017, 15.30 Uhr, im Café Profittlich das von ihm mitherausgegebene Buch “Helden des Helfens. Die deutsche Katastrophenhilfe im internationalen Einsatz” vor.

Das Buch ist den vielen professionellen und ehrenamtlichen »Helden des Helfens« in den deutschen Katastrophenschutzorganisationen gewidmet, die Tag für Tag und weltweit Humanität leben und vorleben. Sie erhalten hier Gelegenheit, sich und ihre Arbeit vorzustellen. Darüber hinaus kommen hochrangige Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Kirche und Gesellschaft mit Analysen und Konzepten der Krisenprävention und Katastrophenhilfe zu Wort.

Eine Streitschrift für die Kultur des Helfens, mit Beiträgen u.a. von: Heinrich Bedford-Strohm, Margaret Chan, Norbert Lammert, Thomas de Maizère, Reinhard Marx, Angela Merkel, Franz Müntefering, Claudia Roth, Conrad Schetter, Rudolf Seiters, Manfred Speck, Frank-Walter Steinmeier, Roland Tichy, Harald Welzer.

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