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Kommunalpolitik

Bürgermeisterin nimmt Stellung zu Presseveröffentlichungen

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Bad Honnef | Keine leichten Wochen für Bürgermeisterin Wally Feiden. Wegen angeblicher Untätigkeit und geringer Kooperationsbereitschaft wird sie hauptsächlich von den Allianz-Fraktionen kritisiert. Darüber berichtete die Presse – nach Feidens Ansicht nicht sachgemäß.

honnefshopping.de veröffentlicht ihre Stellungnahme in voller Länge.

 

Stellungnahme von Wally Feiden, Bürgermeisterin der Stadt Bad Honnef zur Kritik an der Verwaltungsvorlage des Nachtragshaushalts in der Presse

Als Beteiligte, Betroffene und Beschuldigte kann ich kaum noch auseinanderhalten, wer mir was eigentlich vorwirft. Was eigentlich soll dann die Leserschaft, die nicht die Details und Hintergründe kennt, an Informationsgewinn verbuchen können? Ich kann und will nicht die einzelnen Unwahrheiten, Verdrehungen und Unterstellungen, die von einer Vertreterin der Kita-Träger, von der Allianz aus CDU, FDP und Grüne sowie der Vorsitzenden im Jugendhilfeausschuss vorgebracht werden, aufdröseln.

Der rote Faden ist der absurde Vorwurf mangelnder Kommunikationsbereitschaft. Wer Gesprächsbedarf sieht, meldet ihn beim gewünschten Gesprächspartner an, das ist wohl normaler Weise so. Die Elternvertreterin bemängelt, dass ich nicht an ihrer Arbeitsgruppen-Sitzung teilgenommen habe. Leider hat sie versäumt, mich einzuladen. Eine Mitteilung, dass sie meine Teilnahme erwarte, kam mir erst zur Kenntnis, als ich von einer mehrtägigen Dienstreise zurückkehrte und noch am selben Abend einen fest vereinbarten Termin wahrzunehmen hatte. Auch zu allen vorangegangenen Sitzungen habe ich keine Einladung erhalten. Jedem direkten Gesprächswunsch bin ich, sobald es möglich war, nachgekommen. Bei anderen Gelegenheiten, zum Beispiel Behördenterminen, muss und werde ich mir das Recht vorbehalten, auch ohne politische oder andere Interessengruppen zu konferieren.

Ähnliches gilt für die Allianz, die ihren Gesprächsbedarf zum Nachtragshaushalt nicht artikuliert hat und die im Übrigen ständig die „Kleiderordnung“ verletzt, indem sie an mir vorbei versucht, Gespräche unmittelbar mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu führen. Auch zur Fraktionsberatung über diesen Nachtrag sah sie nur Gesprächsbedarf mit meiner Kämmerin, keinen mit mir. Was also will sie jetzt mit ihrem Lamento erreichen? Von eigenem Versagen ablenken, denke ich.

Bleibt noch die Breitseite der Ausschussvorsitzenden im Jugendhilfeausschuss (JHA) gegen mich. Sie überschreitet ganz eindeutig ihre Pflicht zur neutralen Wahrnehmung der Aufgabe im Vorsitz. Sie legt großen Wert auf die Feststellung, dass der JHA Teil des Jugendamts und damit Teil der Verwaltung ist. Gerade durch diese Tatsache ist sie zu erhöhter Loyalität gegenüber der Verwaltungsführung verpflichtet. Stattdessen wirft sie mir gar „mangelnde Dialogbereitschaft und Unterstützung bei der Lösungssuche“ vor und wiederholt, was wohl so eine Art gefundener Sprachregelung meiner Gegnerschaft zu sein scheint, dass die Verwaltungsspitze und namentlich die Bürgermeisterin die guten Vorschläge von Jugendamt und JHA blockiert oder gar zunichte mache.

Damit wird unverhohlen versucht, einen Keil zwischen mich und mein Jugendamt zu treiben. Dieser Versuch läuft definitiv ins Leere, da ich mich nicht provozieren lasse. Ich weiß und das ist auch aktenkundig, wann und mit wie viel Aufwand ich mich um die ordentliche Aufgabenwahrnehmung in meiner Verwaltung, zu der auch das Jugendamt gehört, kümmere.

Bleibt mir noch ein Wort zur Problematik der Geschwisterkindregelung in der Offenen Ganztagsschule (OGS) zu sagen. Dieses Bonbon ist nun wirklich ausgelutscht. In mehreren Ratsgremien habe ich dargelegt, dass die Bearbeitung hier nicht optimal gelaufen ist und dass ich da auch mich selbst mit im Boot sehe. Habe ich sonst wirklich gar keine Fehler gemacht, dass man darauf nun seit Monaten zurückkommen muss? Dennoch soll auch hier erneut der Wahrheit die Ehre gegeben werden: Es ist richtig, dass von der Verwaltung der Ratsbeschluss aus 2011 zu einer neuen Staffelung nicht zügig umgesetzt wurde. Es ist nicht richtig, dass der Bürgermeisterin interne Vorschläge des Jugendamts gemacht wurden, die von dieser „weder gegenüber der Politik kommuniziert geschweige denn umgesetzt wurden“, wie die Allianz behauptet. Richtig ist vielmehr, dass der Verwaltungsvorschlag, der die Festlegung im vom Rat beschlossenen Haushaltssicherungskonzept befolgte und daher einen gänzlichen Verzicht auf Geschwisterermäßigung bereits ab Januar diesen Jahres vorsah, vom Rat abgelehnt wurde. Die dann auf Antrag der Allianz beschlossene Regelung produziert einen fortwährenden Zuschussbedarf, der im Haushalt nicht vorgesehen ist und damit das genehmigte Haushaltssicherungskonzept in Frage stellt. Alternativvorschläge bügelte die Allianz mit Hinweis auf ihre Mehrheit ab, alle Warnungen und Mahnungen von meiner Seite, aber auch von meiner Kämmerin wurden in den Wind geschlagen. Jetzt mir die Verantwortung für die immense Kostenüberschreitung zuzuschieben, ist besonders unredlich, da seinerzeit die Allianz öffentlich zusicherte, dass sie die entsprechenden Einsparvorschläge machen werde. Ich habe mir nun erlaubt, sie beim Wort zu nehmen, das scheint sehr zu schmerzen!

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FDP

Standing Ovation bei der Jubiläumsrevue der Poppelsdorfer Schloss-Madämchen und Schloss-Junker

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Foto: Helmut Müller

Bonn | Grandioses Tanztheater erlebte ein begeistertes Publikum im Brückenforum Beuel bei der Premiere der Jubiläumsrevue „Ach Marie, wovon dräums du…“ der Poppelsdorfer Schloss-Madämchen und Schloss-Junker. Es gab viel zu sehen, zu bestaunen und kölsche Lieder zum Mitsingen. Die Geschichte zog jeden sofort in den Bann! Man hatte das Gefühl mittendrin zu sein.

Die Geschichte: Als die ersten Menschen an den Rhein kommen, merken sie schnell, dass es hier am Schönsten ist. Die „Neuankömmlinge“ siedeln sich an und entwickeln ihre eigene kölsche Sproch. Die unbeschwerte, quirlige Marie aus Poppelsdorf (gespielt und getanzt von Marion Schurz) ist eine echte Rheinländerin mit römischen Vorfahren und hat eine ausgeprägte Liebe zum „Vatter Rhing“ (gespielt von Reiner Fritz), dem die rheinische Lebensart auch sehr gefällt.

Das Leben am Rhein ist turbulent. Ständig wirft Marie ihre Ideen über Bord und arrangiert sich mit dem mächtigen Fluss zwischen Traum und Wirklichkeit. Manchmal nimmt die übermütige Marie die Dinge zu sehr auf die leichte Schulter und aus dem gütigen Vatter Rhing wird ein brodelnder Strom, der beinah sein Flussbett verlässt. Nur mit Mühe und Not können Marie und ihre Freunde Schlimmes verhindern.

Marie sieht sich in der Welt um und merkt, dass sie ihren geliebten Rhein niemals verlassen möchte und „dräumt“ von ihrem Leben bei Vatter Rhing.

Gespielt und getanzt wurde Marie‘s „Draum“ von 30 Schloss-Madämchen und Schloss-Junkern, die mit atemberaubendem Tempo über die Bühne wirbelten. Aus dem Nichts kamen u.a. Flugzeuge und Rheinschiffe, die alle von der Truppe selber hergestellt und bemalt wurden, auf die Bühne. Auch der Kostümwechsel, der teilweise auf der Bühne stattfand, war so schnell und unauffällig, dass mancher Zuschauer sich verwundert die Augen rieb.

Die Stimmungswechsel innerhalb des Stückes wurden durch die Lichttechnik besonders in Szene gesetzt. Da blitzte es vom Himmel, als der Vatter Rhing vor lauter Wut sein Flussbett verlassen wollte.

Auch hinter der Bühne waren etliche Helfer im Einsatz, die es geschafft haben, aus dieser Fülle von Requisiten und Kostümen, immer im richtigen Moment das richtige Kostüm und die richtige Requisite anzureichen.

Diese herausragende Produktion verdanken die Madämchen und Junker ihrer Trainerin und Gründerin Marion Schurz, die für die Inszenierung, für die Choreografie der Tänze, für die Handlung und die Texte verantwortlich ist.

Nach dieser großartigen Vorstellung gab es Standing Ovation für die Poppelsdorfer Schloss-Madämchen und Schloss-Junker, die es geschafft haben, ihr Publikum restlos zu begeistern.

Da Begeisterung und Nachfragen nicht verstummten, hat sich die Gruppe für eine baldige Wiederholung dieses Events entschieden.

Die nächste Revue findet am 16.03.2018 um 20:00 Uhr im Brückenforum Bonn-Beuel statt.

Eintrittskarten gibt es ab sofort unter karten@schloss-madaemchen.de oder 0177 8211 613.

Weitere Info’s unter www.schloss-madaemchen.de. (P.N.)

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Bad Honnef und Umgebung

„FDP trifft Handwerk“

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Bad Honnef | Zu einer Dialogveranstaltung „FDP trifft Handwerk“ am Montag, 24. April, 17 Uhr, lädt die FDP in das Restaurant „Haus im Turm“, Drachenfelsstr. 4-7 ein. Ralph Bombis, Sprecher für Mittelstand und Handwerk der FDP-Landtagsfraktion, wird die Ergebnisse einer von der FDP initiierten Enquête-Kommission zur Zukunft von Handwerk und Mittelstand präsentieren.

Eingeladen sind außerdem zahlreiche Handwerker aus Bad Honnef und Königswinter.

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Bad Honnef und Umgebung

Denis Waldästl: Bezahlbares Wohnen auch in Bad Honnef Thema

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Bad Honnef | Zum Thema „Bezahlbarer Wohnraum“ hatte die SPD Bad Honnef am Mittwoch ins Alte Rathaus eingeladen. Der Landtagskandidat für den Wahlkreis Bad Honnef, Königswinter und Sankt Augustin, Denis Waldästl diskutierte mit Sarah Philipp, SPD-Landtagsabgeordnete und wohnungsbaupolitische Sprecherin.

Bezahlbare Wohnungen seien Mangelware, so Sarah Philipp. Obwohl die Landesregierung zahlreiche Maßnahmen insbesondere für den sozialen Wohnungsbau auf den Weg gebracht hätte, fehlten trotzdem grade in Ballungsräumen bezahlbare Wohnungen.

Philipp betonte, dass das Land neben der klassischen Wohnungsbauförderung auch Angebote vorhalten würde, die für verschiedene Zwecke entwickelt word seien, wie etwa Wohnraum für Behinderte, barrierefreien oder energieeffizienten Umbau. Die Mittel würden über die landeseigene NRW-Bank vergeben.

Denis Waldästl wolle sich für den massiven Ausbau bezahlbaren Wohnraums einsetzen: „Jede Kommune sollte eine verbindliche Quote von 25-30% für bezahlbaren Wohnraum in Neubaugebieten festlegen und somit auch Anreize setzen, dass die Landesförderung vor Ort genutzt wird.“. Zielgruppen der sozialen Wohnungsbauförderung sind für ihn Haushalte unterhalb bestimmter Einkommensgrenzen. Auch in Bad Honnef hätte das Thema „bezahlbares Wohnen“ für viele Bürgerinnen und Bürger eine immer größerer Bedeutung.

 

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