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Bunt – bunter – Breitkopf

 

Bad Honnef | Draußen pralle Sonne, drinnen pralle Sommerfarben: Passend zum herrlichen Wetter präsentiert der Kunstraum Bad Honnef die Werke der Königswinterer Künstlerin Bettina Breitkopf. Ob Acryl, Leinwand oder Aluminium, Bilder oder Drucke, Ohrringe oder Halsketten – die lebendigen Farben in bester PopArt-Manier bringen sich gegenseitig zum Leuchten. Die Verkaufsausstellung ist noch bis 4. August 2013 zu bestaunen.

Laszive Loreley & kolossaler Kölner Dom

Selbstbewusst posiert eine nackte Frau mit golden im Wind wehender Haarpracht, auf einem Felsen; oben bunte Herzen und Wolken, unten ein blauer Strom; in der Mitte zwei Rotweingläser, garniert mit einem Bündel lila Trauben. Der Betrachter weiß sofort: „Das ist doch Loreley auf ihrem Felsen am Rhein, mit unseren Weinbergen im Hintergrund!“

Die Beethovenstatue auf dem Bonner Münsterplatz sowie die gläsernen Turmspitzen der Bundeskunsthalle sind ebenfalls auf Bildern verewigt. Ebenso bestaunen wir den malerischen Medienhafen in Düsseldorf, mit seinen Gehry-Bauten, die sich schräg in den Himmel hineinragen.

Und damit sich die kölsche Seele nicht grämt: Den Kölner Dom hat Bettina Breitkopf auch auf einer Leinwand festgehalten, bunt und beschwingt, so, wie man die Stadt am Rhein eben kennt.

Weltweite Motive

Als „rheinische Frohnatur“ malt die in Königswinter lebende Künstlerin, Jahrgang 1960, vor allem Bauten, Denkmäler und Landschaften aus ihrer Heimat. Doch auch malerische Motive in Städten weiter weg inspirieren sie: Schwäbisch Hall, Passau, Heidelberg, Berlin, sogar übers Meer, nach London und auch New York, hat sie schon geblickt.

Witzig verfremdet – dennoch sofort wiedererkennbar

Wichtig dabei sei ihr, so die Künstlerin, dass „der Grundton, das heißt die Farbe des Motivs, erhalten bleibt, damit das Motiv sofort erkennbar ist.“ So etwa winkt uns auch die Freiheitsstatue zu – und wir wissen sofort: „That‘s the city which never sleeps!“

„Farbe = Botox von innen“

„Mein künstlerisches Konzept ist – frei nach Andy Warhol –, dass ich ebenfalls keines habe“, gesteht Bettina Breitkopf. Wie auch die Werke des illustren PopArt-Pioniers fallen ihre farbenfrohe Bilder auf: „Farbe ist für mich, wie es mal eine Ausstellungsbesucherin formuliere, Botox von innen. Ich bin süchtig nach ihr; sie ist für mich Lebenselixier – wenn ich keine Farbe habe, werde ich depressiv.“

Offen für Experimente

Ein Baum, im Hintergrund unzählige bunte Sterne: Dieses Bild fällt deutlich aus dem Rahmen. „Da habe ich rumexperimentiert, indem ich einen Stempel mit Stern-Motiv auf der ganzen Leinwand aufgedrückt und mit Pinsel nachbearbeitet habe“.

Poppiger Schmuck als peppiges Präsent

Ausgefallen ist auch der Schmuck, den die Künstlerin entwirft, so etwa freche Ohrringe in den Farben der amerikanischen Flagge, mit dem augenzwinkernden Spruch „Köllefornian Görl“ – für unkonventionellere ‚Girls‘ bestens geeignet.

Text und Fotos: Christina Kamner-Geyler

Breitkopf

 

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