BUND macht gegen Windpark-Standort am Asberg mobil

 

Rhein-Sieg-Kreis | Für die Einhaltung des Naturschutzes am Drachenfels hat der BUND erfolgreich gekämpft. Nun hat er die  Planung des Windparks am Asberg (Rheinland-Pfalz) im Visier.

Sprecher Achim Baumgartner hat in einem Schreiben an den Verbandsgemeindebürgermeister von Unkel, Karsten Fehr, an die Existenz des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes Siebengebirge DE-5309-301 in NRW erinnert.

Würde das FFH-Gebiet wie gesetzlich vorgeschrieben bei der Planung berücksichtigt, sei der Windpark an dieser Stelle unzulässig, so Baumgartner. Der BUND bekräftige die Kritik des Landrates des Rhein-Sieg-Kreises Frithjof Kühn an dem Windparkprojekt (honnefshopping.de berichtetet).

Die Erinnerung an das europaweit bedeutende Schutzgebiet in NRW sei offenbar notwendig, erklärt Sprecher Baumgartner, „denn bisher fehlt das FFH-Gebiet in der FFH-Vorprüfung zum geplanten Windpark am Asberg“.

Das FFH-Gebiet Siebengebirge habe nach dem Bundesnaturschutzgesetz einen umfassenden Umgebungsschutz. Dieser müsse als durchschlagendes Argument gegen den im Nachbarland geplanten Windpark beachtet werden. Nach Ansicht des BUND ist daher auf Grund der spezifischen Schutzgüter wie dem Schwarzstorch mit Windkraftanlagen ein Mindestabstand von wenigstens 3 km zum FFH-Gebiet Siebengebirge einzuhalten. Anders seien die Schutzgüter des FFH-Gebietes nicht zu sichern bzw. dauerhaft zu entwickeln. Ebenfalls müsse der besondere Status des Gebietes als zentraler Überwinterungsort für das Große berücksichtigt werden.

Baumgartner: „Der BUND unterstützt den Ausbau der Windenergie. Wenn es aber nicht gelingt, geeignete von ungeeigneten Standorten zu unterscheiden, wird dadurch die Windkraftnutzung insgesamt in Verruf geraten.“

Kopflose bzw. unzulässige Planungen würden dem Energiewandel nicht weiterhelfen, sie erwiesen ihm durch Akzeptanzverlust einen Bärendienst.

 

Nächster Artikel

Hitchcock

Weitere Beiträge

DISKUTIEREN SIE MIT

Kommentare