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Bürger wollen eine Markthalle – Warum eigentlich nicht?

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Von Konzept keine RedeKaiser’s steht immer noch leer und so mancher Einzelhändler in der Innenstadt verliert langsam jede Hoffnung. Die Lebensmittel-Filiale war ein Kundenmagnet in hervorragender Lage, sorgte für hohe Konsumentenfrequenz. Davon profitierte fast die gesamte gewerbliche City.

Jetzt, fast ein halbes Jahr später, hat sich immer noch nichts bewegt. Allerdings gab es ziemlich viel Unruhe, als sich die Mayersche Buchhandlung für den Standort interessierte. Ein solches Unternehmen wäre voraussichtlich der sichere Tod verschiedener Einzelhandelsgeschäfte.

Die Stadt hält sich zurück, könne keinen Einfluss auf eine neue Verwendung nehmen. Was natürlich nur die halbe Wahrheit ist. Erstens sitzt sie mit am Entscheidungstisch, was der Immobilienvermarkter immer wieder bestätigt und zweitens schreibt sie seit ein paar Jahren an einem integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISek). Da spielen die Handelsunternehmen als wichtigste Partner für das Stadt- und Citymarketing ein bedeutende Rolle. Schwer vorstellbar, dass nicht auch über die Angebotsgestaltung nachgedacht wird, zumal ja auch ein Markenprozess begonnen hat.

Es ist kein Geheimnis, dass die Bürgerinnen und Bürger nach einem neuen Vollsortimenter in der City förmlich “schreien”. Mittlerweile bietet schon ein Fuhrunternehmen Fahrten zu einem Versorger in den Bad Honnefer Süden an. Natürlich kann das nur ein Marketingag sein, denn wer will schon zwölf Euro mehr für ein Pfund Salz bezahlen oder sogar 34 EUR von Aegidienberg aus, wo es auch einen Top-Anbieter gibt?

Bevor solche bizarren Angebote in Bad Honnef zur Regel werden, um die Grundbedürfnisse der Bürger zu befriedigen, könnte die Stadt initiativ werden und dem Vorschlag folgen, die Immobilie zum Beispiel mit einer GmbH selbst zu betreiben. Etwa als Markthalle,  wie es in den sozialen Medien und auch von Geschäftsleuten schon lange gefordert wird. Zusätzlich könnte dort, am Eingangstor der City, das städtische Informations- und Tourismusangebot seinen Platz finden. Somit würde die ehemalige Kaiser’s-Filiale zur Top-Einkaufs- und Kommunikationsadresse Bad Honnefs.

Bevor die warme Jahreszeit vorbei ist und die November-Depression beginnt, sollte eine Lösung in Sicht sein. Vielleicht hilft ein Arbeitskreis, ein Dialog, eine Ideenbörse. Damit es im Dezember nicht heißt: Vom Himmel hoch, da kommt nichts mehr.

 

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Bad Honnef und Umgebung

Alles im Fluss

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Die Dachmarke ist durch. Und das kann gut sein für Bad Honnef. Wenn sie vernünftig geführt wird, schafft sie Orientierung, noch mehr Kreativität, Begeisterung. Logo, Slogan und Dauer-Slow Motion – die Geschmäcker sind verschieden.

Falsch kann die Symbolik nicht sein: ein Herz ist nie verkehrt.

Jetzt kommt es auf die Bürger, Vereine und Unternehmen an, der Marke Strahlkraft zu verleihen. Das schafft kein Claim, kein Herz, kein Film. Bad Honnef lernt Zesammestonn.

Der Bürgermeister hat (hoffentlich) gelernt, dass die Menschen mitgenommen werden wollen. Erst recht, weil er mit seinem Dialogversprechen die Wahl gewonnen hat.

Nach der Landesgartenschau der zweite Coup. Hoffentlich diesmal erfolgreich.

Alles im Fluss.

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Bad Honnef und Umgebung

Herz Trumpf!

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Donnerstag stimmt der Stadtrat über die Dachmarke ab. Überflüssig. Das hat er längst getan. Wieso ist die Dachmarke sonst jetzt schon auf der Website der Stadt zu sehen?

Das Wappen darf nur noch in Verbindung mit dem neuen Logo genutzt werden. Die Vereine freuen sich. Allerdings gibt es Bestandsschutz.

Um möglichst schnell zu einem Ergebnis zu kommen, wurden die Bürgerinnen und Bürger erst gar nicht an einer Ideenfindung oder einer Bewertung beteiligt. Dafür stellte sie die Verhüllung der Rhöndorfer Kapelle vor vollendete Tatsachen. Aufregung pur.

Bislang ist der Dachmarkenprozess in erster Linie kein konstruktiver Aufreger, sondern ein Kommunikationsdesaster.

Vielleicht wissen 80 Prozent der Bad Honnefer gar nicht, was eine Dachmarke ist. Das hätte zunächst kommuniziert werden müssen.

Dann wäre eine “Marktanalyse” an der Tagesordnung gewesen um auch herauszufinden, was macht die Bad Honnefer eigentlich aus und womit können sie sich identifizieren.

Eine öffentlich gesteuerte Ideenfindung und Mitbestimmung bei der Entscheidung  hätte den Dachmarkenprozess und seine Macher geadelt.

All das hat nicht stattgefunden. Nein! Das ist nicht professionell. Und verbürgt schon gar keine Lebensfreude. Das ist – nicht zu verstehen.

In seinem Erklärvideo rechtfertigt Bürgermeister Otto Neuhoff das Vorgehen und bezieht sich auf die Leitbilddiskussion, die vor 14 Jahren stattgefunden hat und ohne Ergebnis blieb. Das sollte nicht noch einmal passieren. Und man habe die Bürger aktivieren wollen.

Aktivieren? Es ist dem guten Willen der Bürgerinnen und Bürger und der Vereine zu verdanken, dass Stadt und Politik die Dachmarke noch nicht um die Ohren geflogen ist. Ihr Engagement macht Bad Honnef aus und ihr Geld ist es, das die Stadtkasse füllt. Was sollen diese versteckten Vorwürfe?

Dass der Saynsche Hof noch nicht entwickelt ist, dürfte nicht auf  Inaktivität der Bürger zurückzuführen sein, ebenso wenig der aktuelle Zustand der Bahnhöfe, Straßen und Sportanalagen, des Rathausgebäudes, die Entwicklung des Bad Honnefer Südens, die Verkehrsführung, fehlende  Parkplätze und Fahrradunterkünfte …

Schade! Der Prozess einer Dachmarke kann ein guter sein. Und: Sicherlich kann man Verwaltung und Politik nicht unterstellen, sie wollten Schlechtes für ihre Stadt. Wie konnte es dennoch zu einer solch fehlgelaufenen Kampagnenvorbereitung  kommen? Was der Bürgermeister allerdings ganz anders sieht. Für ihn sind viereinhalbtausend Klicks auf ein Märchenvideo ein Erfolg. Bewertet wurde es auf YouTube bisher nur 56 Mal. 15 Usern gefiel es, 41 nicht.

Die Vereine und die Bürgerinnen und Bürger werden es auch diesmal wieder sein, die die Kohlen aus dem Feuer holen und hoffentlich eine  Dachmarke für Bad Honnef zum Erfolg führen. Alles andere wäre nach dem bisherigen Aufwand ziemlich schlecht. Nicht nur wegen des investierten Geldes, das die Kampagne bisher geschluckt hat, sondern auch aus Imagegründen. Das hätte Bad Honnef nicht verdient.

“Bad Honnef kann es besser”, schrieb ein User in seinem Facebook-Kommentar. Oder!

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Bad Honnef und Umgebung

Die Stadt mit Herz

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Die Geheimnisse um die Dachmarke sind gelüftet. Das Bad Honnefer Wappen bekommt ein Herz, oben drüber steht “Lebensfreude verbürgt – Bad Honnef”.

Was irritiert bei dem bisherigen Dachmarkenprozess ist diese Geheimniskrämerei. Hinsichtlich der Dachmarke fand mit den Bürgern kein Austausch statt – abgesehen von einer “Expertenrunde”. Dabei geht es doch ums “Herz” der Stadt – die Bad Honnefer.

Als die Bankenstadt Düsseldorf 2013 ihre Dachmarke entwickelte, erklärten die Verantwortlichen, der Entstehungsprozess der Dachmarke sei bewusst stark partizipativ angelegt worden. Denn anders als bei Unternehmen könne eine Dachmarke für eine Stadt nur entwickelt und mit Leben gefüllt werden, wenn sie unter möglichst breiter Beteiligung entstehe und somit hohe Akzeptanz finde. So seien zuallererst die Bürgerinnen und Bürger gefragt worden, wie sie die Stadt und ihre Identität sähen.

Einst schrieben sich Stadt und Politik den Slogan “Dialog Bad Honnef” auf die Fahnen. Merkwürdige Entwicklung. Oder?

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