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BHAG: Weniger Produktverkauf – mehr Service und Dienstleistung. Gaspreis fällt

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Bad Honnef | Die Schweizer Energiewirtschaft fragt sich schon: Wer macht das Licht aus? Weniger als 50 Prozent der Unternehmen rechnen in den nächsten Jahren mit einem guten oder sehr guten Geschäftsverlauf. So schlimm scheint es bei der Bad Honnef AG nicht zu sein. Aber auch sie muss sich den Marktverhältnissen anpassen und entwickelt sich peu à peu weiter. 

Im Geschäftsjahr 2014 ging der Umsatz um 4,5 Millionen EUR auf 48,7 Millionen zurück (2013: 53,2 Mio.), berichteten heute Vorstand und Aufsichtsrat der BHAG auf einer Pressekonferenz im Zentralgebäude in der Lohfelder Straße. Gut: Es gibt immer noch einen Überschuss.

Allerdings sank der auch von 2,8 auf 2,3 Millionen EUR und soll nun komplett an die Gesellschafter, die Stadt Bad Honnef und die Verbandsgemeinde Unkel, ausgeschüttet werden. Gut für die Kommunen, schlecht fürs Unternehmen, das auf diesen Batzen für wichtige Investitionen verzichten muss.

Schuld an der “Krise”, die übrigens eine bundesweite ist, sind unter anderem die Witterungsverhältnisse, berichtet Klaus Nehl, Technischer Vorstand. In Deutschland seien im vergangenen Jahr 14 Prozent weniger Gas und knapp vier Prozent weniger Strom verbraucht worden. “In unserem Netz wurde sogar 17 Prozent weniger Gas als 2014 eingespeist”, so Nehl. Auch der explodierende Wettbewerb mache den Energieversorgern arg zu schaffen. Insgesamt tummelten sich heute 202 Strom- und Gastversorger auf dem umkämpften Markt, 34 mehr als im Vorjahr. Die Bad Honnef AG verlor von ihren insgesamt 19.000 Kunden mittlerweile 3.000.

Ein Flop ist bislang das Geschäft mit der E-Mobilität, die bisher erreichten Zahlen seien bedeutungslos. In Bad Honnef, Unkel und Flammersfeld betreibt die BHAG Ladestationen. 25.000 Elektroautos fahren zurzeit auf Deutschlands Straßen, bis 2020 sollen es eine Million sein. Dieses Ziel wird die Regierung wohl nicht erreichen, meint Jens Nehl.

Viel Kreativität ist gefragt, um im Wettbewerb bestehen zu können. Zwar blieben weiterhin “der Energievertrieb und die Energieverteilung” das Kerngeschäft, “aber wir wollen uns auf anderen Handlungsfeldern und in anderen Regionen mehr engagieren”, so Peter Storck, Kaufmännischer Vorstand. Im Westerwald reichen die Geschäftskontakte schon bis nach Flammersfeld, Asbach und darüber hinaus. Somit konnten Kundenabgänge im Strombereich kompensiert werden, was beim Gas nicht gelang.

Ein Plus verzeichnet die BHAG beim Wärmegeschäft. Hier sei es gelungen, eine Vielzahl neuer Projekte im Geschäftskundenbereich zu akquirieren, die Erzeugungsleistung habe man um 8,6 Prozent steigern können, berichtet Jens Nehl. Bei diesen Projekten stehen die Steigerung der Energieeffiziens und die sich daraus ergebenden Senkungen der Kosten im Vordergrund. Weiter will die BHAG in die Energieinfrastruktur investieren. Somit leiste das Unternehmen auch einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaftsentwicklung der Region. Schwierig sei es bei der Windenergie, gute Projekte angeboten zu bekommen. Außerdem seien in diesem Segment mittlerweile die Versicherungsgesellschaften sehr aktiv.

Besonders hob Peter Storck das Engagement des Unternehmens in den Bereichen Kultur, Sport, Soziales und nachhaltige Bildungsarbeit hervor und nannte dabei das Video-Projekt “Verein(t) gewinnt, örtliche Vereine würden hierbei mit einer Summe von 20.000 EUR gefördert. Hinzu kämen das Bildungsangebot “Nachhaltigkeit lernen in der Region” und die Präsenz in den Sportvereinen.

Trotz der verhaltenen Entwicklung ist an Personalreduzierung nicht gedacht. Im Gegenteil: Die Mitarbeiterzahl sei auf 108 gestiegen, was überwiegend auf die bürokratischen Anforderung zurückzuführen sei, berichtet Peter Storck. Aber auch den Servicebereich habe man personell deutlich aufgestockt.

Kunden können sich ebenfalls freuen: Zum 1. Oktober werden die Gaspreise gesenkt. Möglich wird das durch erzielte Preisvorteile bei der Energiebeschaffung. Storck: “Mit der Preissenkung möchte die Bad Honnef AG dem Wettbewerb in der Sparte Gas entgegentreten.”

Stromkunden fänden solche Nachlässe ebenfalls klasse. Seit 2010 ist der Preis für Elektrizität laut dem Statistischen Bundesamt um 26 Prozent gestiegen.

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Ganz Selhof unterm Weihnachtsbaum

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Bad Honnef-Selhof | Zum dritten Mal traf sich Ganz Selhof unterm Weihnachtsbaum. Die Idee zu dieser Veranstaltung hatte der Jungesellenverein “Einigkeit macht stark”.

Sogar aus dem fernen Berlin kamen diesmal Sälefer angereist, zum Beispiel Michael Gilgen, der 18 Jahre lang Mitglied im Tambourcorps “Frei Weg” war.

Wer gerne Weihnachtslieder singt, der sollte im nächsten Jahr zur Martinskapelle kommen, wenn es wieder heißt: Ganz Selhof unterm Weihnachtsbaum.

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Sozialausschuss berät über Seniorenvertretung für Bad Honnef

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Bad Honnef | Am Dienstag thematisiert der Sozialausschuss die Einrichtung einer Seniorenvertretung in Bad Honnef. Honnef heute sprach zuvor mit Annette Stegger, frühere stellvertretende Bürgermeisterin und heutiges Mitglied im Vorstand der  Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen e.V. (BIVA).

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Wird kostenpflichtiges Parken an Lohfelder Straße wieder abgeschafft?

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Bad Honnef | Die Kritik an der Parkraumbewirtschaftung in Bad Honnef ist immer noch heftig. Viel Unverständnis rief vor allem wegen der vielen Schwimmbadnutzer auch die Gebührenerhebung auf dem Parkplatz Lohfelder Straße hervor. Die könnte bald der Vergangenheit angehören.

Gestern Abend beschloss eine Mehrheit es Betriebsausschusses von 5:4 Mitgliedern den Antrag von Grünen und FDP, die Bewirtschaftung des Parkplatzes an der Lohfelder Straße aufzugeben.  Dagegen stimmten CDU und BÜRGERBLOCK.

Klaus Wegner (GRÜNE) “Ich hoffe, dass dies ein erster Schritt ist, um auch im Rat die Rücknahme der Bewirtschaftung des Parkplatzes zu erreichen. Die Bewirtschaftung des Parkplatzes schadet dem Eigenbetrieb “Bad Honnefer Bäder”. Insbesondere Dauerkarteninhaber, Familien, Früh- und Spätschwimmer und Besucher aus entfernten Stadtteilen werden durch die Parkgebühr unverhältnismäßig hoch belastet.” Dieses Jahr registrierte das Schwimmbad 15.304 weniger Besucher als 2016, führte das Ergebnis auf die schlechte Wetterlage zurück.

Eine Rückerstattung von Parkgebühren oder eine kostenfreie Parkplatznutzung für Freibadbesucher, wie dies von der Verwaltung vorgeschlagen wurde, wäre nach Wegners Meinung zu aufwendig und ungerecht gegenüber den Minigolfspielern, Tennisclubmitgliedern und anderen Besuchern der Insel.

Für den Fraktionsvorsitzenden der GRÜNEN könne sich das kostenfreie Parken nicht nur positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung der Bad Honnefer Bäder auswirken, sondern auch als Maßnahme der Imageförderung auf die Attraktivität der Stadt.

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