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Bezirksregierung hält Beschäftigung in Weinbergen für nicht realisierbar

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Bad Honnef | Kein grünes Licht für Felix Pieper von der Bezirksregierung. Nachdem er heute in Köln mit den Arbeitsschützern über sein Felssicherungskonzept gesprochen hat ist klar: Vorerst darf keiner seiner Mitarbeiter in die Weinberge.

Auf Initiative der Bezirksregierung Köln fand heute ein weiteres Beratungsgespräch mit dem Weingut Pieper aus Königswinter statt. Ziel war es, den Winzer dabei zu unterstützen, einen Weg zu finden, um mit den notwendigen Arbeiten im Weinberg vor Fertigstellung der bereits beschlossenen Felssicherungsmaßnahmen zu beginnen. 

Der Leiter der Abteilung für Umwelt und Arbeitsschutz, Dr. Joachim Schwab: “Leider konnten wir heute Herrn Pieper noch kein grünes Licht für eine Übergangslösung geben. Wir werden aber auch weiterhin den Winzer bei seinem Vorhaben, so schnell wie möglich im Weinberg arbeiten zu können, unterstützen und stehen für Beratungsgespräche zur Verfügung. Allerdings hat der Schutz von Gesundheit und Leben der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer höchste Priorität”.

Grundlage für das heutige Gespräch war das im Auftrag des Winzers erstellte Gutachten “Untersuchungen zu arbeitsbedingten Aufenthaltszeiten beim Einsatz von Arbeitskräften zur Erledigung weinbaulicher Tätigkeiten sowie Empfehlungen von Maßnahmen zur Herabsetzung der Gefährdung gegenüber Stein-/Blockschlägen”. Dieses Gutachten wurde von einem Weinbausachverständigen gefertigt und der Bezirksregierung Köln am 10.02.2014 zur Prüfung vorgelegt.

In seinem Gutachten schlägt der Gutachter vor, eine “mobile Schutzwand” von ca. 25 m Länge in der Mitte der Weinbergwege zu installieren. Diese soll aus einem Ackerschlepper, drei Schmalspurschleppern, drei beschwerten Anhängern, vier Palettentanks sowie einem Lieferwagen bestehen und eine Barriere gegen Steinschläge bilden. Die Standsicherheit der Maßnahme im Hinblick auf eine drohende Belastung durch Steinschlag und die Wirksamkeit hinsichtlich ihrer Höhe wurden vom Gutachter nicht bewertet.

Die Überprüfung des Gutachtens durch die Bezirksregierung Köln habe ergeben, dass die Sicherheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch diese mobile Schutzwand in weiten Bereichen des Weinberges vermutlich nicht gewährleistet werden könne, so das Amt. Maßgeglich dafür sei die zu geringe Höhe der Schutzwand sowie die nicht nachgewiesene Standsicherheit bei Stein/-Blockschlag. Dies gelte insbesondere für den oberen Bereich des Weinberges.

Diese Bereiche werden bergseitig durch Stützmauern begrenzt, die teilweise bis zu fünf Meter hoch sind. Die viel niedrigere Fahrzeugbarriere würde von herabrollenden Steinen schlicht übersprungen. Die vorrübergehende Beschäftigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesen Bereichen hält die Bezirksregierung Köln derzeit für nicht realisierbar.

Für die Arbeiten in den übrigen Weinbergbereichen sei allerdings ein Schutz durch die geplante Barriere denkbar. Voraussetzung sei allerdings, dass vor Beginn der Arbeiten der Nachweis zur Wirksamkeit und Standsicherheit bei Stein/-Blockschlag noch erbracht würde.

Felix Pieper nahm die Nachricht relativ gelassen auf: “Wir sind es ja gewohnt, dass immer etwas dazwischen kommt.” Was er nicht versteht, warum die Bezirksregierung nicht schon vorher dezidiert ihre Anforderungen gestellt hat. Nun zögen bis zu einer Entscheidung wieder vier oder mehr Wochen ins Land. Zeit hat der Winzer keine mehr. Mit dem Beschnitt müsse sofort begonnen werden.

 

Offenkundig bleibt der Arbeitsschutz ein ganz dickes Brett, aber es gibt unseres Erachtens Möglichkeiten weiter zu bohren mit dem nötigen Langmut, den man sich im Umgang mit dem Thema zwangsläufig zulegen musste, nimmt der Vorsitzende des Bürger- und Ortsvereins Rhöndorf Stellung.

Wenn Dr. Schwab davon spricht, dass er “heute noch kein grünes Licht geben konnte”, dann ist das auf jeden Fall erstmals Bewegung in der bisherigen Rhetorik des Regierungspräsidiums.

Dass trotz der für uns gut nachvollziehbaren vorgelegten Überlegungen und technischen Vorschläge des permanent in Weinbergen der Mosel und anderenorts arbeitenden Fachgutachters aus Sicht des behördlichen Arbeitsschutzes wörtlich “die Sicherheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (…) vermutlich nicht gewährleistet werden könne” ist und bleibt Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Schließlich fragen sich nicht zu unrecht viele Ortsansässige und andere interessierte Zeitgenossen, wie denn die Gefährdung derer aussieht, die den Zaun errichten. Die wird ja wohl kaum kleiner sein als die derjenigen, die jetzt kurzfristig in den Weinberg müssen.

Es gilt, auch beim Bürger- und Ortsverein, weiterhin das Prinzip Hoffnung, dass den Notwendigkeiten in den Weinbergen bald entsprochen wird. Leider tickt die Uhr auch für das in den Anfängen steckende Weinjahr 2014 wieder mal erstaunlich schnell.

 

 

 

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0 Comments

  1. Heinz E. Hornecker

    24. Februar 2014 eingestellt am 18:52

    Sicherung des Weinberges.
    Die Sicherungsfragen laufen seit einigen Monaten, es werden Sachverständige beauftragt, um nach Lösung zu suchen, trotzdem sind bis heute keine Lösungen gefunden worden. Könnte die Sicherung nicht mit einem Stahlnetz was man über den brüchigen Felsen spannt lösen? In den Alpen wird diese Maßnahme auch durchgeführt, um Straßen vor herb fallenden Felsbrocken zu sichern. Wenn die von mir vorgeschlagene Maßnahme noch nicht erörtert wurde, sollte man über diese Möglichkeit einmal nachdenken.

  2. Heinz E. Hornecker

    25. Februar 2014 eingestellt am 10:09

    Bauanleitung zur Sicherung des Weinberges.
    Weiterleitung an die Bezirksregierung Köln.

    Vorschlag:
    Am oberen Rand des Weinberges soll eine Beton-Ringmauer auf eine Länge des zu Sichern Gefahrenbereich in das Erdreich in einer Tiefe von 1,50 bis 2,00 m und einer Breite von 1,00 m eingelassen werden. In einem Abstand von jeweils 2,00 m werden Stahlbolzen in den Beton eingegossen, an denen später das Stahlnetz befestigt wird. Das Stahlnetz wird über den Gefahrenbereich gelegt und oberhalb mit Stahldübeln in den Felsen befestigt. Da die Ringmauer nicht zu sehen ist, so wird auch das Stahlnetz im Sommer ebenfalls nicht zu sehen sein.
    gez. Heinz E. Hornecker

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Bad Honnef und Umgebung

„Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ – Netzwerker trafen sich im Rathaus

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Die Teilnehmenden des Netzwerktreffens „Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit“ für die Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“  – Sitzend v. l.: Maria-Elisabeth Loevenich (Codealk ICT Consulting), Christoph Weiß (Netzwerkkoordinator NRW der Kampagne), Dirk Krämer (Schule Schloss Hagerhof), Daniela Kniebes (Theodor-Weinz-Grundschule Aegidienberg); stehend v. l.: Johanna Högner (Wirtschaftsförderung der Stadt Bad Honnef), Marcus Killat (Betriebsleiter Abwasserwerk und Bad Honnefer Bäder), Rita Bachmann (Schulleitung Theodor-Weinz-Grundschule Aegidienberg), Daniela Paffhausen (Bad Honnef AG), Stefanie Döpinghaus (St.-Martinus-Grundschule) | Foto: Christine Pfalz

Bad Honnef | Es ging um die „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“. Mitglieder des Netzwerkes „Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit“ trafen sich im Rathaus, um sich über die Kampagne auszutauschen. Ziel ist, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) einen hohen Stellenwert in den Schulen erhält.

Kommenden Aktionen und Projektarbeit der Schülerinnen und Schüler wurden im Rathaus besprochen. Die Arbeit für und mit den Kindern wird spannend werden, die Ergebnisse bunt und sehenswert. Am Ende werden die Schülerinnen und Schüler wissen, was es heißt, verantwortungsbewusst und nachhaltig zu handeln.

Im Rathaus ging es um die Netzwerkkriterien, die die Kampagne in Nordrhein-Westfalen vorgibt. Angereist war Christoph Weiß, der Netzwerkkoordinator in Nordrhein-Westfalen, um beratend zur Seite zu stehen.

Das Netzwerk in Bad Honnef wächst, denn die Theodor-Weinz-Grundschule in Aegidienberg hat sich neu angeschlossen, während die Schule Schloss Hagerhof und die Selhofer St.-Martinus-Grundschule schon länger dabei sind. Die Internationale Hochschule hat ebenso ihre Mitarbeit zugesagt. Die Unterstützung der Stadt Bad Honnef durch Wirtschaftsförderung und Betriebsleitung der Eigenbetriebe ist schon seit längerem gewährleistet. Auch die Bad Honnef AG ist seit Jahren Partnerin.

Maria-Elisabeth Loevenich, Koordinatorin in Bad Honnef für Bildung für nachhaltige Entwicklung, fasste zusammen: „Wir haben einen Konsens erarbeitet, wie die Kampagne gestartet werden kann. Die Stadt hatte schon die Auszeichnung der UNESCO erworben gehabt. Jetzt wird es weitergehen, eingebunden in die Landes- und Bundesebene. Dem Ziel, ein gutes lokales Netzwerk aufzubauen, sind wir nähergekommen.“

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Bad Honnef und Umgebung

Straßen.NRW traf Vorkehrungen auf B42 wegen Felssicherung Am Domstein

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Bad Honnef | Heute begann Straßen.NRW mit der Sicherheitsmarkierung zwischen Bad Honnef und Königswinter. Grund ist ein Felsbrocken, der sich aus einer hundert Jahre alten Natursteinmauer unterhalb eines Hauses Am Domstein vor drei Jahren gelöst hatte. Nun müssen Sicherungsmaßnahmen an der Mauer für rund 300.000 EUR durchgeführt werden.

Das Sicherungsgebiet ist nur von der B42 zugänglich. Deshalb muss zwischen Rhöndorf und Königswinter Höhe Am Domstein eine Fahrspur Richtung Bonn bis Ende November abgesperrt werden. Mit 26 Ankern und einem Netz wird der Felsbereich stabilisiert und ein Herabfallen von Felsstücken auf die B42 verhindert.

Teilweise werden die Anker unter das Haus von Walter Gstirner Am Domstein getrieben. Angst hat er deswegen nicht. Sein Haus sei mittlerweile 100 Jahre alt und werde auch diese Prozedur überstehen. Außerdem sei ja danach von einer erhöhten Sicherheit auszugehen.

Aus naturschutzrechtlichen Gründen wie Grünschnittverbot während der Brutzeiten konnte Straßen.NRW nicht bereits in den Sommerferien mit den Arbeiten beginnen.

Warum erst nach drei Jahren reagiert wurde, soll auch etwas mit den Eigentumsrechten zu tun gehabt haben. Zunächst war offensichtlich niemandem bekannt, wem die Mauer gehört. Ebenfalls gibt es keine Eintragungen in zur Verfügung stehenden Plänen.

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Bad Honnef und Umgebung

Stadt will Menzenberger Stadion am Donnerstag fit machen

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Bad Honnef | Seit Wochen wuchert das Unkraut im städtischen Stadion an der Menzenberger Straße. Besonders störend wirkt sich diese Entwicklung zurzeit im Eingangsbereich aus. Für das Image der Stadt und des FV Bad Honnef nicht gerade förderlich.

Bad Honnefer Bürgerinnen und Bürger schämen sich über so wenig Sinn für Ästhetik und können schon gar keine Verbindung zur aufwändig geführten Dachmarkenkampagne mit dem Slogan “Lebensfreude verbürgt” herstellen. Die Fans der HFV-Gegner wundern sich und machen sich bereits über die Verwahrlosung lustig.

“Honnef heute” wollte von der Stadt wissen: “Warum geschieht nichts?”

Heute erklärte die Stadt den Zustand mit “personellen Engpässen”, die zu den Verschiebungen der Pflegearbeiten geführt hätten. Nun seien sie aber beauftragt und “intern, im Arbeitsplan aufgenommen” worden. Am Donnerstag soll das Stadion wieder in einen Top-Zustand gebracht werden.

Die Nutzer der Sportstätte wird es freuen.

Am 8.10.2017 empfängt der HFV den FC Leverkusen zum nächsten Meisterschaftsspiel. Dann können Honnefer hoffentlich wieder ruhigen Gewissens fragen: “Schön hier. Oder?”

 

Beitrag vom 17.9.2017

 

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