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Bezirksausschuss tat sich schwer mit Allianz-Antrag zur Sporthalle

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Bezirksauschussvorsitzender Werner Seifert (CDU), rechts neben ihm der Technische Beigeordnete Jopa Vedders

Bad Honnef-Aegidienberg | Was wäre wenn gewesen? In seiner gestrigen Sitzung behandelte der Bezirksausschuss in Aegidienberg den Antrag der Allianz zur neuen Sporthalle (honnefshopping.de berichtetet). Kurios: Der Fachsportausschuss hatte bereits Tage zuvor für den Antrag gestimmt. Hätte der Bezirksausschuss sich der Vorlage nicht angeschlossen, wäre die “Vorentscheidung” nichtig und alles wäre im Rat noch einmal auf Null gesetzt worden.

Insgesamt war der Ausschuss nicht richtig glücklich über die Entwicklung des Sporthallenprojekts. Während sich ein Teil gar nicht richtig mit der Tischvorlage beschäftigen konnte, zeigten andere ihre Enttäuschung über die Möglichkeit von Kleinstlösungen, die der Antrag enthält und von der Verwaltung geprüft werden sollen. Die ist dazu offensichtlich aus eigener Kraft dazu gar nicht so richtig in der Lage. Für den Technischen Beigeordneten, Jopa Vedders, ist ein solches Projekt Neuland: “Wir müssen uns jetzt mit den Vorgaben befassen und dann externe Büros rechnen lassen”. Das kostet weiteres Geld.

Während CDU (Dagmar Ludzay: “Keine 100-Prozent-Lösung, aber ein gangbarer Weg.”), Grüne (Burkhardt Hoffmeister: “Der Versuch, eine Entscheidung auf alle Füße zu stellen. Es gibt Eile.”), FWD (Manfred Rauw: “Stehe voll hinter dem Antrag.”) und fast der komplette Bürgerblock alle dem Allianz-Antrag zustimmten, lehnten ihn Helga Welter (Bürgerblock) und Hubert Klein ab. Ebenso die SPD.

Für Klaus Katzenberger ist es ein Unding über einen  Antrag abzustimmen, der von allen Beteiligten nur halbherzig mitgetragen wird. Das würde dem Sport und dem Engagement der vielen Ehrenamtlichen, die die Vereine tragen, nicht gerecht. Er bemängelte vor allem, dass die meisten Mitglieder des Sportausschusses gar nicht in der Steuerungsgruppe gewesen seien. Dort sei man zu ganz anderen Ergebnissen gekommen, unter anderem sei ein Planer gar nicht gehört worden, der eine große Halle für finanziell umsetzbar hält. Katzenberger: “Eine ganze Reihe von Fragestellungen sind im Ausschuss unberücksichtigt geblieben.”

Außerdem würde die Variante 2 in dem Allianz-Antrag (Weitere Einfeldhalle und Renovierung der bestehenden Schulturnhalle) gar nicht den Empfehlungen des Sportverbandes Bad Honnef entsprechen. Hier könne es sich kaum um eine wettkampffähige Halle handeln. Somit sei auch die Spende von Joseph Bellinghausen futsch, denn die setze die Einhaltung der vertraglich festgelegten Vorgaben voraus.

Für Katzenberger ist der Antrag nichts anderes als ein großer Kompromiss der Allianz, das reiche aber nicht aus, um den Sport in Bad Honnef zu begeistern. Alle darin enthaltenen Varianten seien außerdem schon geprüft worden.

Auch der grüne Burkhardt Hoffmeister wirkte zerknirscht: “Ganz klar, hier ist einiges umstritten, aber zur weiteren Klärung sollte der Bezirksausschuss dem Antrag folgen.”

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Ganz Selhof unterm Weihnachtsbaum

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Bad Honnef-Selhof | Zum dritten Mal traf sich Ganz Selhof unterm Weihnachtsbaum. Die Idee zu dieser Veranstaltung hatte der Jungesellenverein “Einigkeit macht stark”.

Sogar aus dem fernen Berlin kamen diesmal Sälefer angereist, zum Beispiel Michael Gilgen, der 18 Jahre lang Mitglied im Tambourcorps “Frei Weg” war.

Wer gerne Weihnachtslieder singt, der sollte im nächsten Jahr zur Martinskapelle kommen, wenn es wieder heißt: Ganz Selhof unterm Weihnachtsbaum.

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Sozialausschuss berät über Seniorenvertretung für Bad Honnef

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Bad Honnef | Am Dienstag thematisiert der Sozialausschuss die Einrichtung einer Seniorenvertretung in Bad Honnef. Honnef heute sprach zuvor mit Annette Stegger, frühere stellvertretende Bürgermeisterin und heutiges Mitglied im Vorstand der  Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen e.V. (BIVA).

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Wird kostenpflichtiges Parken an Lohfelder Straße wieder abgeschafft?

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Bad Honnef | Die Kritik an der Parkraumbewirtschaftung in Bad Honnef ist immer noch heftig. Viel Unverständnis rief vor allem wegen der vielen Schwimmbadnutzer auch die Gebührenerhebung auf dem Parkplatz Lohfelder Straße hervor. Die könnte bald der Vergangenheit angehören.

Gestern Abend beschloss eine Mehrheit es Betriebsausschusses von 5:4 Mitgliedern den Antrag von Grünen und FDP, die Bewirtschaftung des Parkplatzes an der Lohfelder Straße aufzugeben.  Dagegen stimmten CDU und BÜRGERBLOCK.

Klaus Wegner (GRÜNE) “Ich hoffe, dass dies ein erster Schritt ist, um auch im Rat die Rücknahme der Bewirtschaftung des Parkplatzes zu erreichen. Die Bewirtschaftung des Parkplatzes schadet dem Eigenbetrieb “Bad Honnefer Bäder”. Insbesondere Dauerkarteninhaber, Familien, Früh- und Spätschwimmer und Besucher aus entfernten Stadtteilen werden durch die Parkgebühr unverhältnismäßig hoch belastet.” Dieses Jahr registrierte das Schwimmbad 15.304 weniger Besucher als 2016, führte das Ergebnis auf die schlechte Wetterlage zurück.

Eine Rückerstattung von Parkgebühren oder eine kostenfreie Parkplatznutzung für Freibadbesucher, wie dies von der Verwaltung vorgeschlagen wurde, wäre nach Wegners Meinung zu aufwendig und ungerecht gegenüber den Minigolfspielern, Tennisclubmitgliedern und anderen Besuchern der Insel.

Für den Fraktionsvorsitzenden der GRÜNEN könne sich das kostenfreie Parken nicht nur positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung der Bad Honnefer Bäder auswirken, sondern auch als Maßnahme der Imageförderung auf die Attraktivität der Stadt.

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