Bahnhof des Schreckens – SPD will nun Klarheit

 

Bad Honnef | Außen hui, innen pfui. Die bauliche Situation des Bad Honnefer Bahnhofs ist alles andere als Bürger-like.

Pendler und Touristen graut es, wenn Sie die Regiobahn nutzen. Manchen ist es schlicht zu unwirtlich und zu gefährlich, ab Haltepunkt Bahnhof Bad Honnef die Reise in die Welt anzutreten oder im Nizza am Rhein auszusteigen. Sabine Hartling: “Als Behinderte hat man sowieso keine Chance”. Denn: Einen Aufzug gibt es nicht. Rollstühle müssen vor dem Treppengang abgestellt werden. Und dann?

Die Bahn würde einen Behindertenaufzug bauen, will aber eine klare Aussage der Stadt, dass der Haltepunkt an seiner jetzigen Stelle erhalten bleibt. Die Verwaltung führte bereits Gespräche über eine Verlegung mit Anbindung an die Stadtbahn. Seitdem schweigt sie. Schon Im Sommer machte honnefshopping.de auf die Misere aufmerksam.

Den Mangel beklagt seit langem Taxiunternehmer Andreas Dietl, auch Eigentümer eines Teils des Bahnhofs. Seit einiger Zeit bemüht er sich, mit seinen Möglichkeiten zur Verschönerung des Objekts beizutragen. Zuletzt ließ der die Außenfassade richten und installierte einen attraktiven Kiosk. Er sieht sein Unternehmen nicht nur durch das schlechte Image gefährdet, sondern auch durch eine drohende “Entwidmung”. Fiele dann die Aufsicht der Stadt zu, müsste er enorme Feuerschutzmaßnahmen einhalten. Ein Unding.

Die SPD Bad Honnef nimmt nun das Heft in die Hand. Sie will wissen, wie es für die Fahrgäste der Bahn und vor allem die mit einem Handicap weitergeht. Klaus Munk, Fraktionsvorsitzender der Sozis, will auf der nächsten Sitzung des Bau- und Planungsauschusses die Frage beantwortet bekommen, welche “Pläne die Deutsche Bahn AG für barrierfreie Zugänge zu den Bad Honnefer DB-Bahnhöfen” verfolgt. Dazu soll ein Vertreter der Bahn eingeladen werden.

Munk: “Die Stadt Bad Honnef hat mit erheblichen Mitteln die Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes durchgeführt. Dies ist ein Bekenntnis zum jetzigen Standort”. Rat und Verwaltung sollten den Weg für die Installation eines barrierfreien Zugangs freimachen.

 

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