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Region Bonn/Rhein-Sieg/Neuwied

Auf in die Steinzeit: „Ötzi-Walk“ startet am Wochenende

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BONN | Es ist soweit: Am kommenden Sonntag, 16. August, startet in Detmold im Lippischen Landesmuseum das große Steinzeit-Reiseexperiment zur Archäologischen Landesausstellung NRW, der „Ötzi-Walk“. 14-Tage lang wandern drei Experimental-Steinzeitler in jungsteinzeitlicher Kleidung und Ausrüstung auf den Spuren unserer Vorfahren quer durch NRW. Zielort ist am 30. August das LVR-LandesMuseum Bonn.

Der Steinzeit-„Walk“ führt von Detmold über Herne bis nach Bonn – zu den drei Ausstellungsorten der großen Archäologischen Landesausstellung NRW, die ab 5. September 2015 zunächst im LVR-LandesMuseum Bonn zu sehen ist und nachfolgend im Lippischen Landesmuseum Detmold (2016) und im LWL-Museum für Archäologie (2017).

Das Experiment greift das Schwerpunktthema der großen Landesausstellung auf, die unter dem Titel „REVOLUTION jungSTEINZEIT“ eine der bedeutendsten Epochen der Menschheitsgeschichte beleuchtet – das Neolithikum, die Jungsteinzeit. In dieser Zeit, vor rund 7.000 Jahren, vollzog sich ein fundamentaler Wandel: Der Mensch, der bis dahin als Jäger und Sammler mit der Natur lebte, wird sesshaft und greift massiv in seine Umwelt ein. Der wohl bekannteste Vertreter dieser Zeit, der „Ötzi“, ist Namensgeber dieses ersten Steinzeit-Reiseexperiments in NRW.

Die drei „Ötzi-Walker“ – die Biologin und Fotografin Veronika Hocke, der Archäologe und Landschaftsführer Marco Hocke sowie der Pädagoge Lukas Heinen – werden sich in den beiden Wochen ihrer Wanderung weitestgehend aus der Natur ernähren und im Wald übernachten. Dabei testen sie die Funktionalität und Belastbarkeit archäologisch belegter Kleidungsstücke und Werkzeuge, die sie im Vorfeld des Experiments selbst angefertigt haben. „Es wird sich zeigen, ob wir als moderne Reisegruppe damit unseren Alltag meistern können“, so Marco Hocke. „Auf unseren Stationen in Detmold, Herne und Bonn werden wir interessierten Besuchern unsere Ausrüstung vorstellen, die faszinierende Alltagswelt der ersten Ackerbauern erklären und natürlich auch über unsere bisherigen Reiseerfahrungen berichten“, so Hocke weiter. Ganz auf moderne Technik verzichtet die Gruppe aber dann doch nicht: „Wir nutzen beispielsweise das Smartphone und die Kamera, um unseren Reiseweg auf dem Blog der Landesausstellung zu dokumentieren“ (www.revolution-jungsteinzeit.de). Veronika Hocke, die Biologin des Teams, sieht darin keinen Widerspruch: „Wenn es eng wird, werden wir auf moderne Hilfsmittel zurückgreifen. Dies werden wir natürlich dokumentieren, um am Ende beurteilen zu können, inwieweit uns heutigen Menschen ein Leben unter steinzeitlichen Bedingungen überhaupt noch möglich wäre.“

Stationen und Begleitveranstaltungen

In den Museen in Detmold (Lippisches Landesmuseum), Oerlinghausen (Archäologisches Freilichtmuseum), Herne (LWL-Museum für Archäologie), Köln (Römisch-Germanisches Museum) und Bonn (LVR-LandesMuseum Bonn) werden die „Ötzi-Walker“ mit einem besonderen Programm für Besucher empfangen.

Zum Auftakt bietet das Lippische Landesmuseum Detmold am kommenden Sonntag, 16.8. ab 10 Uhr interessierten Besuchern ein kostenloses Steinzeitfrühstück mit Kinderprogramm. Besucher und Wanderer können ab 11.30 Uhr die „Ötzi-Walker“ auf der ersten Etappe zum Hermannsdenkmal begleiten. Infos: www.lippisches-landesmuseum.de

Am Montag, 17.8. wird die Gruppe in Oerlinghausen eintreffen und im Jungsteinzeithaus des Archäologischen Freilichtmuseums übernachten. Infos: www.afm-oerlinghausen.de

Auf der Zwischenstation im LWL-Museum für Archäologie in Herne erwartet die Besucher am Sonntag, 23.8., von 13 bis 17 Uhr ein Steinzeit-Tag mit Führungen und Workshops zum Thema. Wanderfreunde sind am Nachmittag eingeladen, die Ötzi-Walker auf ihrer Reise bis nach Bochum zu begleiten. Infos: www.lwl-landesmuseum-herne.de

Am Samstag, den 29.8. wird die Gruppe Köln erreichen und im Römisch-Germanischen Museum Station machen. Ab 10 Uhr erwartet die Besucher ein Steinzeit-Familientag zum Thema „Holzbau in der Steinzeit“. Infos: www.roemisch-germanisches-museum.de

Zielort der Steinzeit-Reise ist am Sonntag, 30.8. das LVR-LandesMuseum Bonn. Begrüßt werden die Ötzi-Walker hier im Rahmen eines Familientages zur Jungsteinzeit. Von 15 bis 17 Uhr finden Steinzeit-Workshops und Führungen zum Thema statt. Natürlich werden die Steinzeit-Wanderer ausführlich von ihren Erlebnissen während ihrer Reise berichten. Infos: www.landesmuseum-bonn.lvr.de

Weitere Informationen unter: www.revolution-jungsteinzeit.de

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Bad Honnef und Umgebung

Löschgruppe Oberdollendorf leistete ehrenamtlich fast 3000 Dienststunden

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Beförderungen und Ehrungen beim Stiftungsfest der Löschgruppe Oberdollendorf | Foto: Freiwillige Feuerwehr Königswinter

Königswinter-Oberdollendorf | Im Herbst 1888 wurde in Oberdollendorf als zweite Einheit im heutigen Stadtgebiet von Königswinter eine Freiwillige Feuerwehr gegründet. Das alljährliche Stiftungsfest der Löschgruppe war am Samstag Anlass, diesen 129. Geburtstag zu feiern. Daneben galt es verdiente Wehrleute zu ehren und auf ein ereignisreiches Berichtsjahr zurückzublicken.

Nach einer Andacht in der Pfarrkirche St. Laurentius Oberdollendorf trafen sich die Wehrleute und Vertreter befreundeter Nachbarwehren sowie Bürgermeister Peter Wirtz zu dem Stiftungsfest im Weinhaus Lichtenberg. Löschgruppenführer Christian Franz berichtete nach Begrüßungs- und Dankesworten von insgesamt 74 Einsätzen im auslaufenden Jahr, zu denen die derzeit 37 Frauen und Männer ausrücken mussten.

Von Großbränden und Unwettern blieb die Feuerwehr hierbei in 2017 bislang verschont. Jedoch waren es insbesondere zahlreiche Einsätze, bei denen der Rettungsdienst durch gewaltsame Türöffnungen oder Tragehilfen unterstützt werden musste. Das von der Einheit besetzte Einsatzleitfahrzeug war häufiger zur Koordination bei Bootseinsätzen am Rhein gefordert.

Zur Vorbereitung auf die zahlreichen Einsätze trafen sich die Wehrleute regelmäßig zu Unterrichten und Übungen. Das zentrale Lagezentrum für Unwetter im Feuerwehrhaus Oberdollendorf sorgte sowohl hinsichtlich Ausbildung und Ergänzung der Ausstattung als auch bei Koordinierungseinsätzen für zusätzliche Arbeit. Insgesamt leisteten die Wehrleute 2978 Stunden ehrenamtlich für die Feuerwehrarbeit. Bürgermeister Peter Wirtz und der Leiter der Feuerwehr, Michael Bungarz, bedankten sich für die stete Einsatzbereitschaft, die in Oberdollendorf bereits über so einen langen Zeitraum rund um die Uhr gewährleistet wird.

Nach dem Jahresrückblick konnten sich Wehrleute über Beförderungen und Ehrungen freuen. So wurde Eckart Pradel nach bestandener Grundausbildung zum Feuerwehrmann und Christian Wischrath zum Oberfeuerwehrmann befördert. Andreas Felix führt nun den Dienstgrad Hauptfeuerwehrmann. Löschgruppenführer Christian Franz erhielt die Beförderungsurkunde zum Oberbrandmeister. Joachim Brabender wurde aus gesundheitlichen Gründen auf eigenen Wunsch in die Ehrenabteilung überstellt.

Langjährige Mitglieder wurden darüberhinaus geehrt und erhielten Geschenke von der Löschgruppe. So gehört Lorenz Schwindt bereits seit 50 Jahren zur Löschgruppe, Lutz Schumacher 35 Jahre sowie Jörg Lauf, Dirk Kochius und Christian Franz 25 Jahre. Zum 80.Geburtstag gratulierte die Löschgruppe Otto Schild.

Das Stiftungsfest wurde mit einem gemeinsamen Abendessen beendet.

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Bad Honnef und Umgebung

ISR Windhagen e.V. stimmt sich auf den Jahresabschluss ein

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Martin Buchholz und Trudi Saal begrüßten die Gäste | Foto: Elisabeth Klöckner

Windhagen | Volles Haus im Ristorante Il Pozzo. Dort veranstaltete der ISR-Windhagen e.V. seine Jahresabschluss-Informationsveranstaltung.

ISR-Vorsitzender Martin Buchholz stellte den rund 50 Teilnehmern gemeinsam mit der 3. Vorsitzenden, Trudi Saal, einen kurzen Jahresrückblick vor. Zahlreiche Vorstands- und Orgateamsitzungen, der monatlich stattfindende Unternehmerstammtisch und natürlich die ISR Gewerbeschau waren die Highlights 2017.

“Auch für 2018 hat die ISR sich wieder einiges vorgenommen, darunter Firmenbesichtigungen, die Neuauflage des Firmenverzeichnisses, das an die Haushalte verteilt werden soll, sowie ein neues Rabattsystem. Außerdem stehen die Vorstandsneuwahl auf der Agenda”, so Buchholz.

Nach dem anschließenden Abendessen nutzten viele ISR-Mitglieder die Gelegenheit zur Unterhaltung und zum fachlichen Austausch.

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Bad Honnef und Umgebung

Weihnachtsausflug 2017 des Windhagener HVV zur Burg Satzvey

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Bad Honnef | Der diesjährige Weihnachtsausflug des Windhagener Heimat- & Verschönerungsvereins führte die Vereinsmitglieder, verstärkt durch ein Dutzend Mitglieder der Stockhausener Dorfgemeinschaft auf den romantischen Weihnachtsmarkt der Burg Satzvey bei Mechernich in der Eifel. Zuvor jedoch führte der 1. Vorsitzende des HVV, Dr. Thomas Stumpf, die Ausflügler zur Bruder Klaus Kapelle bei Wachendorf.

Hier erläuterte eine der Mitbegründerinnen dieser aus privater Initiative gebauten Kapelle die Entsehungsgeschichte dieser eigenwilligen Konstruktion des Schweizer Architekten Peter Zumthor. Man fühlte sich dem Schutzpatron der Landjugend und des Landvolks, dem mittelalterlichen Schweizer Mystiker und Eremiten Bruder Klaus (Nikolaus von Flüe, 1417 – 1487), besonders verbunden und beschloss, ihm eine Feldkapelle zu errichten. Bei scharfem Wind und Schneetreiben wanderte die Gruppe vom Busparkplatz über Feldwege zur Kapelle, die eher den Eindruck eines Wachturms als eines Gotteshauses erweckt. Absolut sehenswert ist das Innere dieser in Eigenarbeit errichteten Kapelle, ein Ort der absoluten Stille und frommen Einkehr.

Nach der Rückwanderung zum Busparkplatz waren die Ausflügler froh, sich im warmen Bus aufwärmen zu können, bevor es auf den Weihnachtsmarkt der Burg Satzvey ging. Dieser rund um die kleine mittelalterliche Wasserburg aufgebaute Weihnachtsmarkt lässt wirklich keine Wünsche offen. Ein heißer Glühwein, Met oder Eierpunsch waren jetzt genau richtig und die Gruppe verteilte sich ziemlich schnell auf dem Gelände der Burg, um die umfangreichen Angebote des Weihnachtsmarkts zu erkunden, zu essen und etwas zu trinken. Zu recht behaupten die Initiatoren dieses Markts, dass er einer der schönsten und romantischsten in der ganzen Eifel sei.

Text/ Fotos. Foto: Achim Bruns

Die Weihnachtsgeschichte wurde von Laiendarstellern in mittelalterlicher Weise in lateinischer Sprache aufgeführt und die Besucher konnten Maria und Josef mit ihrem Esel auf ihrer Suche nach einer Herberge folgen. Ein Proklamator übersetzte die lateinischen Texte in die mittelhochdeutsche Sprache der Stauferzeit.

Die Burgbesichtigung, geführt durch einen stimmgewaltigen Burgführer, versetzte die Gruppe in längst vergangene Zeiten zurück und erläuterte die zahlreichen Titel und erstaunlich langen Namen der einstigen Besitzer dieser Burg. Die hatten schon mal bis zu zehn Vornamen vor einem dann ähnlich langen Adelstiteln. Auch erfuhren die Windhagener, dass die jetzigen Besitzer die Burg noch in den oberen Geschossen bewohnen.

Die Gruppe beschloss, nach der Burgführung weiter auf dem Weihnachtsmarkt zu bleiben, zumal sich das Wetter inzwischen wesentlich gebessert hatte und sogar die Sonne kurz zum Vorschein kam. Auf der Heimfahrt zurück nach Windhagen stimmte Thomas Stumpf Weihnachts- und Wanderlieder an und gab zusammen mit dem Kassierer Hans-Georg Dulisch lustige oder auch besinnliche Weihnachtsgeschichten zum besten. Einig waren sich alle, trotz widrigen Wetters an einem wunderschönen Ausflug teilgenommen zu haben.

Text/ Fotos: Achim Bruns

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