Aegidienberg, Bad Honnef

Aegidienberg: Neuhoff fordert mehr Wertschätzung für Bürgerengagement

Dialog-AegidienbergBad Honnef-Aegidienberg | Für viele Menschen sitze die Verwaltung auf einem zu hohen Ross, sie verstehe sich nicht mehr als Dienerin der Bürger. Für diese kernige Aussage erhielt der parteilose Bürgermeisterkandidat Otto Neuhoff am vergangenen Donnerstag bei seiner zweiten Veranstaltung der Reihe „Bügermeisterkandidat im Dialog“ in Aegidienberg von den 32 interessierten Bürgern viel Zustimmung.

Neuhoff betonte aber auch, dass die Bürger eine Mitverantwortung für die Entwicklung ihrer Stadt tragen. Bürgerengagement, insbesondere vor dem Hintergrund der schlechten Finanzlage von Bad Honnef, sei nach wie vor wichtig und nötig. Die Stadt müsse daher das Bürgerengagement stärken.

„Ein solcher Bürgereinsatz sollte endlich die Wertschätzung seitens der Stadt erfahren, die er verdient. Es ist eine Frage des Respekts, wie mit Vereinen und ehrenamtlicher Arbeit umgegangen wird. Denn Vereinsarbeit ist Jugendarbeit“, so Neuhoff. Die Aegidienberger wüssten, was Bürgerengagement bedeute, schließlich hätten sie ihr Bürgerhaus in Eigeninitiative gebaut.

Doch in vielen Fragen fühlten sie sich von der Stadt nach wie vor alleine gelassen und als Bad Honnefer zweiter Klasse, so der Kandidat für das höchste Stadtamt. Eine Bürgerin betonte, dass es in Aegidienberg, wo viele Familien mit Kindern leben, keine erweiterte Schule gebe. Auch die Verkehrsanbindung ins Tal sei schlecht, die Anschlussverbindung von Bus und Bahn sei nicht gegeben.

Auch Otto Neuhoff sieht Handlungsbedarf. Schließlich liege Bad Honnef nicht nur im Tal, sondern auch „op de Hüh“.„Ich glaube aber angesichts der städtischen Finanzlage nicht an die große Lösung, sondern an einen Weg der kleinen Schritte, für den wir nach wie vor das Engagement der Bürger brauchen“, erklärte er.“

Erreichen will Neuhoff vor allem, dass sich Berg und Tal als gleichberechtigte Bad Honnefer fühlen. „Vielleicht lässt sich ja ein Berg-Tal-Fest als feste Institution etablieren.“

 

Vorheriger ArtikelNächster Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

X
X