Vernetzen

Titel

7Mountains Music Night – Keine Revolution ohne Kultur

Beitrag

| am

Bei Dejan Bibic im Rheingold wurde die Idee zur 7Mountains Music Night geboren. Neben dem Wirt 7M-Initiator Helge Kirscht und Norbert Grünwald von der Stadt Bad Honnef

Stadt Siebengebirge | Ob Frankreich, China, Ägypten – die Kultur spielt eine herausragende Rolle bei Revolutionen für die Freiheit unterdrückter Völker. Das verwundert nicht – sie beflügelt den kreativen Geist und vor allem die Emotion. Selbst Willy Brandt wäre vielleicht nie Kanzler geworden, hätte er nicht eine riesige Gefolgschaft Kulturschaffender hinter sich gehabt.

Jetzt scheint es richtig loszugehen im Siebengebirge. In diesem Jahr organisierten sich die Literaten der sieben Berge im Verein Literatur im Siebengebirge Bad Honnef/Königswinter, Helge Kirscht rührt mit seiner 7M Music Night schon seit 2009 die Werbetrommel für die Völkerverständigung zwischen Königswinter und Bad Honnef. Das kann nur ein Ziel bedeuten: Stadt Siebengebirge. Wunderbare Bergwelt: Keine Probleme mehr bei Schulprojekten, der Drachenfels gehört von vorne und hinten allen 7Bürglern, und auch die Bauhöfe zögen gemeinsam den Karren.

Nun aber zur Musik.

Am 24. August treffen sich wieder handverlesene Spitzenmusiker im interkommunalen Raum und mischen die Szene auf. “15 Kneipen, 15 Bands machen mit”, verkündete Initiator Helge Kirscht stolz. Für 150 EUR kommen die Musiker aus Nah und Fern an den Rhein gereist. Kleines Geld für viel Kultur, gesponsert von Firmen, Parteien, Vereinen und Privatpersonen. Größen wie “Der Black” von Schobert und Black (Spontis aufgehorcht) sind dabei – er sogar ganz umsonst -, “Patrick Wolf” mit Bad Honnefer Wurzeln oder “The Move-Ons“. “Die Briten aus Brighton reisen extra nur für den einen Abend an, für 150 EUR. Das muss man sich mal vorstellen”, so Kirscht.

Mittlerweile hat der 7Mountains-Rocker ein so großes Netzwerk aufgebaut, dass es kaum noch ein Problem für ihn ist, gute Bands zu bekommen. “Es gibt sogar Leader, die stellen eigens für diesen Abend eine Band zusammen”, so Kirscht.

Unverändert bleibt das bewährte Konzept. Zwei Shuttlebusse bringen die Fans zu den Auftrittsorten in den beiden Städten, der Eintritt ist einmalig niedrig (5 EUR pro Person für alle Konzerte), für weniger gut betuchte Mitbürger stehen Freikarten zur Verfügung. Neu ist die Finanzierung. Neben den Sponsorengeldern erhält die 7Mountains Music Night in diesem Jahr die regionale Kulturförderung des Landschaftsverbandes Rheinland in Höhe von 5.000 EUR. Damit wird auch die überregionale Bedeutung des Projektes anerkannt, die interkommunale Zusammenarbeit und die Integration von Menschen, die sozial auf nicht so dickem Fels stehen.

“Die Beantragung der Fördergelder hat gemeinsam mit der Stadt Bad Honnef wunderbar geklappt”, lobte Helge Kirscht. Norbert Grünwald, Fachleiter des Bereich, Bildung, Kultur und Sport, war begeistert über die unbürokratische Zusammenarbeit mit dem Kreis und dem Landschaftsverband: “Wir haben den Antrag gestellt, schnell eine Zusage erhalten und das Geld war auch kurzfristig auf dem Konto.”

Jetzt hoffen Veranstalter und Fans nur noch auf schönes Wetter. 2012 gabs eine Regennacht und die Besucherzahl ging gegenüber dem Vorjahr von 1.638 auf 1.477 zurück. Dieses Jahr ist Woodstock-Feeling angesagt. Soll heißen: Es gibt kein Wetter, nur Emotion.

Woodstock-Feeling? Klar, 2019 jährt sich die Kultur-Revolution zum 50. Mal – und die Stadt Siebengebirge feiert dann ihren ersten Geburtstag.

Nächste Woche startet der Vorverkauf für die 7Mountains Music Night. Karten zum Preis von 4,- Euro gibt es in allen teilnehmenden Lokalitäten sowie in der Stadtinfo Bad Honnef. Aus einem Teil des Erlöses des Kartenvorverkaufs wird wie jedes Jahr der Nachwuchs an den örtlichen Musikschulen unterstützt.

Siebengebirge, let’s go!

 

Weiterlesen
Anzeigen
Einen Kommentar verfassen

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bad Honnef und Umgebung

„Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ – Netzwerker trafen sich im Rathaus

Beitrag

| am

Die Teilnehmenden des Netzwerktreffens „Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit“ für die Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“  – Sitzend v. l.: Maria-Elisabeth Loevenich (Codealk ICT Consulting), Christoph Weiß (Netzwerkkoordinator NRW der Kampagne), Dirk Krämer (Schule Schloss Hagerhof), Daniela Kniebes (Theodor-Weinz-Grundschule Aegidienberg); stehend v. l.: Johanna Högner (Wirtschaftsförderung der Stadt Bad Honnef), Marcus Killat (Betriebsleiter Abwasserwerk und Bad Honnefer Bäder), Rita Bachmann (Schulleitung Theodor-Weinz-Grundschule Aegidienberg), Daniela Paffhausen (Bad Honnef AG), Stefanie Döpinghaus (St.-Martinus-Grundschule) | Foto: Christine Pfalz

Bad Honnef | Es ging um die „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“. Mitglieder des Netzwerkes „Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit“ trafen sich im Rathaus, um sich über die Kampagne auszutauschen. Ziel ist, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) einen hohen Stellenwert in den Schulen erhält.

Kommenden Aktionen und Projektarbeit der Schülerinnen und Schüler wurden im Rathaus besprochen. Die Arbeit für und mit den Kindern wird spannend werden, die Ergebnisse bunt und sehenswert. Am Ende werden die Schülerinnen und Schüler wissen, was es heißt, verantwortungsbewusst und nachhaltig zu handeln.

Im Rathaus ging es um die Netzwerkkriterien, die die Kampagne in Nordrhein-Westfalen vorgibt. Angereist war Christoph Weiß, der Netzwerkkoordinator in Nordrhein-Westfalen, um beratend zur Seite zu stehen.

Das Netzwerk in Bad Honnef wächst, denn die Theodor-Weinz-Grundschule in Aegidienberg hat sich neu angeschlossen, während die Schule Schloss Hagerhof und die Selhofer St.-Martinus-Grundschule schon länger dabei sind. Die Internationale Hochschule hat ebenso ihre Mitarbeit zugesagt. Die Unterstützung der Stadt Bad Honnef durch Wirtschaftsförderung und Betriebsleitung der Eigenbetriebe ist schon seit längerem gewährleistet. Auch die Bad Honnef AG ist seit Jahren Partnerin.

Maria-Elisabeth Loevenich, Koordinatorin in Bad Honnef für Bildung für nachhaltige Entwicklung, fasste zusammen: „Wir haben einen Konsens erarbeitet, wie die Kampagne gestartet werden kann. Die Stadt hatte schon die Auszeichnung der UNESCO erworben gehabt. Jetzt wird es weitergehen, eingebunden in die Landes- und Bundesebene. Dem Ziel, ein gutes lokales Netzwerk aufzubauen, sind wir nähergekommen.“

Weiterlesen

Bad Honnef und Umgebung

Straßen.NRW traf Vorkehrungen auf B42 wegen Felssicherung Am Domstein

Beitrag

| am

Bad Honnef | Heute begann Straßen.NRW mit der Sicherheitsmarkierung zwischen Bad Honnef und Königswinter. Grund ist ein Felsbrocken, der sich aus einer hundert Jahre alten Natursteinmauer unterhalb eines Hauses Am Domstein vor drei Jahren gelöst hatte. Nun müssen Sicherungsmaßnahmen an der Mauer für rund 300.000 EUR durchgeführt werden.

Das Sicherungsgebiet ist nur von der B42 zugänglich. Deshalb muss zwischen Rhöndorf und Königswinter Höhe Am Domstein eine Fahrspur Richtung Bonn bis Ende November abgesperrt werden. Mit 26 Ankern und einem Netz wird der Felsbereich stabilisiert und ein Herabfallen von Felsstücken auf die B42 verhindert.

Teilweise werden die Anker unter das Haus von Walter Gstirner Am Domstein getrieben. Angst hat er deswegen nicht. Sein Haus sei mittlerweile 100 Jahre alt und werde auch diese Prozedur überstehen. Außerdem sei ja danach von einer erhöhten Sicherheit auszugehen.

Aus naturschutzrechtlichen Gründen wie Grünschnittverbot während der Brutzeiten konnte Straßen.NRW nicht bereits in den Sommerferien mit den Arbeiten beginnen.

Warum erst nach drei Jahren reagiert wurde, soll auch etwas mit den Eigentumsrechten zu tun gehabt haben. Zunächst war offensichtlich niemandem bekannt, wem die Mauer gehört. Ebenfalls gibt es keine Eintragungen in zur Verfügung stehenden Plänen.

Weiterlesen

Bad Honnef und Umgebung

Stadt will Menzenberger Stadion am Donnerstag fit machen

Beitrag

| am

Bad Honnef | Seit Wochen wuchert das Unkraut im städtischen Stadion an der Menzenberger Straße. Besonders störend wirkt sich diese Entwicklung zurzeit im Eingangsbereich aus. Für das Image der Stadt und des FV Bad Honnef nicht gerade förderlich.

Bad Honnefer Bürgerinnen und Bürger schämen sich über so wenig Sinn für Ästhetik und können schon gar keine Verbindung zur aufwändig geführten Dachmarkenkampagne mit dem Slogan “Lebensfreude verbürgt” herstellen. Die Fans der HFV-Gegner wundern sich und machen sich bereits über die Verwahrlosung lustig.

“Honnef heute” wollte von der Stadt wissen: “Warum geschieht nichts?”

Heute erklärte die Stadt den Zustand mit “personellen Engpässen”, die zu den Verschiebungen der Pflegearbeiten geführt hätten. Nun seien sie aber beauftragt und “intern, im Arbeitsplan aufgenommen” worden. Am Donnerstag soll das Stadion wieder in einen Top-Zustand gebracht werden.

Die Nutzer der Sportstätte wird es freuen.

Am 8.10.2017 empfängt der HFV den FC Leverkusen zum nächsten Meisterschaftsspiel. Dann können Honnefer hoffentlich wieder ruhigen Gewissens fragen: “Schön hier. Oder?”

 

Beitrag vom 17.9.2017

 

Weiterlesen

Werbung

wimmeroth_logo

Anzeige-Brunnencafe

brückenhofmuseum

fernsehdoktor

Blog via E-Mail abonnieren

Gib deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Kommentare

Oft angeklickt