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Halbdistanz am Kapellchen – Andrea Milz besuchte ATV-BoxerInnen

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ATV Boxen

Bad Honnef-Selhof | Nichts Neues: Andrea Milz, Landtagsabgeordnete der CDU, ging in den Ring. Nur war es diesmal kein politischer, sondern der Boxring des ATV Selhof. Der rührige Verein mit der noch rührigeren Boxabteilung hat einiges zu bieten. Neben tollem Sport setzt er um, worüber andere nur reden: Integration. Das wollte sie sich vor Ort ansehen.

Eigentlich ist sie in die ATV-Turnhalle in der Kappellenstraße gekommen, ohne eine Trainingseinheit zu absolvieren. “Nein, ich will nur zugucken”. Die Zurückhaltung dauerte nicht lange, dann juckte es der sportlichen Politikerin in den Fäusten. “Kann ich doch mal …?” Sie konnte. Boxtrainerin Anke Müller hielt ihr die Trainerpratzen hin und schon ging es los.

Aber nicht nur über die sportlichen Anforderungen, die der Boxsport stellt, war Andrea Milz überrascht. Begeisterung zeigte sie auch über die bedeutenden gesellschaftlichen Aufgaben, die der ATV Selhof mit seiner Boxabteilung erfüllt. Die meisten Boxerinnen und Boxer haben einen sogenannten Migrationshintergrund.

Von den Kämpferinnen und Kämpfern, die an Wettbewerben teilnehmen, kommt nur Jagoda Penava aus Bad Honnef. Die 17-jährige boxt seit zwei Jahren beim ATV, hat in vier Wettkämpfen zwei Mal gewonnen und holte sich im letzten Jahr die Vizemeisterschaft bei den NRW-Frauen.

Der “Star” der Männer heißt Liridon Klinaku. 60 Kämpfe hat der 19-Jährige bereits bestritten, davon 40 gewonnen. 2012 belegte er den 3. Platz in der Elite-Klasse bei den Mittelrhein-Meisterschaften. Bei den Südholländischen Meisterschaften wurde er Zweiter und 2010 und 2012 NRW-Meister. Kurz vor Weihnachten startete er für den BC Hanau in der Bundesliga.

Elf Boxerinnen und Boxer des ATV nehmen an Wettkämpfen teil. “Bei uns sind alle gleichberechtigt”, sagt Anke Müller, die selbst erst mit 33 Jahren zum Boxsport fand und vor vier Jahren mit ihrem Mann Herbert Müller den Boxbetrieb in Selhof startete. Beide waren zuvor in Troisdorf aktiv. “Beim ATV waren sie schon über unser Anliegen überrascht, eine ‘Faustkämpferabteilung’ aufzubauen. Aber sie haben uns gelassen”, so Anke Müller. Wahrlich nicht zum Schaden des Vereins.

Denn was die Müllers mit ihrem dritten Trainer, Waldemar Zibart, geleistet haben, verdient Respekt. 70 Mitglieder aus über 13 Nationen konnten sie mittlerweile für den Boxsport begeistern. Die jüngsten sind zwölf. Aus versicherungstechnischen Gründen musste eine Altersgrenze gesetzt werden.

Neben den Wettkämpfern gibt es eine ganze Reihe Freizeitsportler. Violetta aus Bad Honnef gehört dazu. Seit einem Jahr trainiert sie in der kleinen ATV-Turnhalle und ist volkommen begeistert: “Nirgendwo habe ich bisher ein solch intensives Training mitgemacht. Wir sind ständig in Bewegung, trainieren Koordination, Muskultur und Gelenkigkeit.”

“Soziales Verhalten und Disziplin”, ergänzt Anke Müller. Denn ohne diese Eigenschaften hat man im Boxsport keine Chance. Wie im Leben außerhalb des Rings.

 

Traingszeiten

Trainer: Anke Müller / Waldemar Zibart / Herbert Müller

Montags 19:00 – 21:30 – für Wettkämpfer + Fortgeschrittene

Turnhalle ATV, Kapellenstr.4, Bad Honnef-Selhof

Mittwochs 16:00 – 17:30 – für Anfänger 7-12 Jahre

17:30 – 19:00 – gemischt ab 13 Jahre

Turnhalle ATV, Kapellenstr.4, Bad Honnef-Selhof

Freitags 20:00 – 21:30 – für Anfänger + Freizeitboxer, alle Altersklassen

– 22:00 – für Wettkämpfer + Fortgeschrittene

Turnhalle ATV, Kapellenstr.4, Bad Honnef-Selhof

Kontakt: 

Anke Müller

Brückenstr. 7

53604 Bad Honnef

Tel.: 02224 3992

Fax: 02224 988856

Handy: 0171 1446627

E-Mail: boxen@atv-selhof.de

 

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Stadt Siebengebirge

Dachmarke: Alles so gewollt! – Bürgermeister kritisiert Fahrlässigkeit

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Bad Honnef | Die Dachmarkenmaschinerie ist seit der Verhüllung der Rhöndorfer Kapelle und der Veröffentlichung eines ersten Imagefilms (Teaser) zu einem Märchen in vollem Gange. Gefühlsmäßig hat mehr als halb Honnef Probleme mit dem bislang Gezeigten, viele Bürgerinnen und Bürger setzen sich kritisch, satirisch, albern und beleidigend mit der Markenentwicklung auseinander, wenige applaudieren wahrnehmbar.

Bürgermeister Otto Neuhoff wertet heute in einer Pressekonferenz im Rathaus den bisherigen Verlauf als Erfolg: “Das erste Kampagnenziel haben wir erreicht. Wir haben Aufmerksamkeit erregt und gehofft, dass es zu Auseinandersetzungen kommt.” Fehler bei der Kommunikation, der Strategie oder der bisherigen Umsetzung sieht er nicht.

Bestätigt wird seine Auffassung von Kampagnenleiter Nelson Artz, der betonte, man habe stören, aufrütteln wollen. Das sei voll gelungen.

Neuhoff wies darauf hin, dass die Dachmarke dazu beitragen soll, die Stadt gegenüber anderen Städten konkurrenzfähig zu machen. Bad Honnef brauche zum Beispiel Touristen. Schon jetzt würde sich der Weggang des Katholisch Sozialen Instituts (KSI) wirtschaftlich in der Innenstadt deutlich auswirken. Allgemein sei in Bad Honnef bei den Seminargästen ein Rückgang zu verzeichnen, so registriere das Seminaris an manchen Tagen eine Auslastung von nur 30 Prozent.

Auch die Innenstadt leide immer mehr, jeder könne das mitverfolgen. Entweder man investiere jetzt oder die Innenstadt könne abgeschrieben werden, klärte der Bürgermeister auf.

Die Vorwürfe, man hätte das bisherige Kampagnengeld besser in infrastrukturelle Maßnahmen wie Straßenausbesserung gesteckt, konterte Neuhoff mit dem verhältnismäßig kleinen finanziellen Aufwand von zurzeit 0,2 Prozent für Stadtmarketing. Unternehmen würden mittlerweile mit bis zu 10 Prozent für Marketingmaßnahmen kalkulieren, ergänzte Artz.

In einem Rückblick kritisierte Neuhoff, es sei fahrlässig bis kriminell, dass bislang überhaupt nichts passiert sei. Auch die Bad Honnefer nahm der 1. Bürger in die Pflicht. Es sei an der Zeit, dass sie ihre Stadt aktiv mitgestalteten.

Der Einzelhandel müsse endlich verstehen, dass es den Onlinehandel gibt. Bürger, Einzelhandel und Gewerbe müssten aufeinander zugehen und sich bewegen, damit sich Bad Honnef entwickelt. Nur so könnten Touristen für Bad Honnef begeistert werden, könne Leben in die Stadt einziehen und die Wirtschaft florieren. Er habe zwar massenweise Anträge für den Bau von Pflegeheimen vorliegen, obwohl das Soll an Plätzen schon längst überschritten sei. Deshalb könne es ja wohl nicht sein, hier den Ausbau voranzutreiben, so Neuhoff. So stelle er sich die Zukunft Bad Honnefs nicht vor.

Nelson Artz stellte im weiteren Verlauf die nächsten Schritte der Kampagne vor, einschließlich Logo und Slogan. Beides wird am Samstag auf der Seite eine-stadt-entschliesst-sich.de zu sehen sein.

Der Text wurde an zwei Stellen geändert. 

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Stadt Siebengebirge

Vier Katzenwelpen in Brombeerhecke gefunden

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Bad Honnef | „Irgendwo“ in Königswinter konnte das Katzen-Team des Tierschutz Siebengebirge vier winzige Katzenwelpen aus einer Brombeerhecke sichern. Sie hatten die Augen noch nicht richtig auf.

Die Kleinen waren während des Starkregens der letzten Tage völlig unterkühlt und ausgehungert. Als das Team zum Einsatzort ausrücke, höre man die Kleinen schon lautstark und verzweifelt miauen. Die „4 Zwerge aus Königswinter“ stehen symbolisch für aktuell 41 Katzen beim Tierschutz Siebengebirge, die entweder ausgesetzt und somit sich selbst überlassen oder aber abgegeben wurden. Jedes einzelne dieser Tiere hat seine eigene, meist traurige Geschichte und der Verein sucht auf diesem Wege Menschen, die einem „gebrauchten, weggeworfenen“ Tier ihr Herz öffnen und ihm das wohl beste Zuhause auf Lebenszeit geben möchte.

Es sind Katzen wie Randy & Palino, gerade mal ein Jahr alt, die in einen neuen Lebensabschnitt voller Zuversicht blicken: Die beiden Zauberbuben sind Abgabetiere und absolute Schmusekater. Wie es sich für Jungkatzen gehört, lieben sie es ausgelassen zu spielen. Sie sind aufgeweckte, verschmuste Wegbegleiter, die in ihrem neuen Zuhause gerne von netten Kindern und/oder Hunden erwartet werden.

 

Beide Kater haben ein Handycap! Der weiße Palino hat als Katzenbaby durch einen Autounfall ein Hinterbeinchen verloren. Sein Freund Randy (schwarz/weiß) ist in seinem Sichtfeld beeinträchtigt.

Nun sucht der Tierschutz Siebengebirge Menschen die in ihnen die wunderbaren, perfekten kleinen Kater sehen und sie nicht auf ihre Behinderung reduzieren! In Freigang sollen Randy und Palino nicht gelassen werden, denn die „große“ Freiheit birgt zu viele Gefahren für sie und sie können nicht schnell genug reagieren/ fliehen. Ein Haus mit großem Freigehege oder ausbruchsicherem Garten oder Innenhof sind Bedingung der Vermittlung. Denn trotz allem sind sie sehr „Freiheitsliebend“ und sollten dies in gesichertem Rahmen zur Verfügung haben. Kontakt: Pflegestelle Fr. Peters, Telefon: 02662/969 7624 oder 0162/7354709.

Die „4 Zwerge aus Königswinter“ suchen ab Mitte/Ende September eine neue Familie. Interessenten können sich ab Mitte August gerne bei der Pflegestelle Stoll, Telefon: 02224/9889641 melden.

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Stadt Siebengebirge

Gänsehautfeeling: Honnefer Wassersportler bei „Kölner Stadtachter“

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Bad Honnef | Auch dieses Jahr nahmen Sportler des WSVH an der traditionellen Regatta “Kölner-Stadtachter” teil, die den Auftakt der Kölner Lichter bilden. Bei diesem spektakulären Ereignis fahren zehn Vereinsachter auf einer Strecke von 2500m gegeneinander.

Zur Besatzung des Honnefer Achters zählten Steuermann Jakob Beyer, Schlagmann Max von Münster, Marc Danne, Moritz Witten, Justus Gräf, Sascha Perepadya, Ferdinand Hardinghaus, Tim Danne und der wichtige Bugmann Julius Schwering. Durch einige Krankheitsfälle im A-Junioren Bereich wurde es selbst bei den jugendlichen Ersatzmännern knapp, sodass neben den B-Junioren Sascha Perepadya und Moritz Witten – vermutlich die jüngsten Teilnehmer in der Geschichte des “Kölner-Stadtachters – auch Masters Ferdinand Hardinghaus einspringen musste. So stellte die Badestadt das Team mit dem größten Altersunterschied.

Der Start erfolgte an den drei Kranhäusern, die zehn Achterboote mussten 2500 Meter den Rhein hinunter rudern. Nach der Hälfte der Distanz Gänsehautfeeling: Tausende Zuschauer jubelten den Sportlern zu und feuerten sie an. Der Honnefer Achter erreichte das Ziel als Neunter vor der Kölner Sporthochschule.

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